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Grippe verläuft oft ohne schwere Symptome

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Influenza-Studie  

Forscher behaupten: Grippe verläuft meist unbemerkt

18.03.2014, 15:34 Uhr | ag

Grippe verläuft oft ohne schwere Symptome. Influenza: Eine Infektion mit Influenza-Viren verläuft oft unbemerkt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Infektion mit Influenza-Viren verläuft oft unbemerkt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele, die schon einmal von einer echten Grippe erwischt wurden, wissen: Der Krankheitsverlauf einer Influenza-Infektion kann heftig sein und Patienten bis zu zwei Wochen mit Fieber und Gliederschmerzen ans Bett fesseln. Kann, muss aber nicht. Wie britische Forscher am University College in London herausgefunden haben, weist die Mehrzahl der mit Grippe infizierten Menschen keine oder nur geringe Symptome auf.

Für die Studie analysierte das Forscherteam um Andrew Hayward Daten aus der Grippesaison in Großbritannien von 2006 bis 2011. Dabei berücksichtigten sie auch das Schweinegrippevirus H1N1. In den ersten Jahren beobachteten die Wissenschaftler 600 bis 800 Studienteilnehmer, in der Zeit der Schweinegrippe-Pandemie (2009 bis 2010) wurden weitere Daten von über 3500 Menschen in die Auswertung miteinbezogen.

Jeder Fünfte mit Influenza infiziert

Das Blut der Studienteilnehmer wurde jeweils am Anfang und Ende einer Grippesaison untersucht. Kam es zu erkältungs- und grippeähnlichen Symptomen während der Beobachtungszeit, wurde Nasenabstrich gemacht. Anhand dessen konnten die Forscher erkennen, ob eine Influenza- oder eine H1N1-Infektion vorlag. Dabei zeigte sich, dass fast jeder Fünfte (18 Prozent) der nicht Geimpften mit dem Influenza-Virus infiziert war. Doch nur knapp ein Viertel von ihnen (23 Prozent) entwickelte typische Grippe- Symptome und suchte einen Arzt auf, berichten die Forscher im Fachmagazin "The Lancet Respiratory Medicine".

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Daraus schließen die Forscher, dass sich die bisherigen Grippestatistiken, die sich vor allem auf Daten der Hausärzte beziehen, das Ausmaß der Infektion weit unterschätzten. Die gemeldete Fälle von Influenza seien nur die Spitze des Eisbergs, sagt Dr. Andrew Hayward. Laut der Studie sei die Infektionsrate für die Wintergrippesaison 22 Mal höher als offiziell dokumentiert.

Die meisten Grippefälle bleiben unentdeckt

"Die meisten Menschen gehen nicht zum Arzt, wenn sie Grippe haben", bemerkt Hayard in seinem Forschungsbericht. Doch selbst wenn sie es tun, sei es nicht gesagt, dass dieser auch tatsächlich die richtige Diagnose stelle.

Das bedeutet zum einen, dass die Krankheit bei zahlreichen Patienten harmlos verläuft. Zum anderen stellt sich die Frage, in welchem Maß infizierte Menschen mit geringen Krankheitssymptomen an der Weiterverbreitung des Virus beteiligt sind. Darauf weist Dr. Peter William Horby von der Oxford University Clinical Research Unit in Vietnam in einem begleitenden Editorial zu der Studie hin. In diesem Punkt konnten die Forscher bislang keine plausible Antwort geben.

Vorbeugen durch Impfung

Die Tatsache, dass viele Infizierte keine ernsthaften Symptome zeigen, bedeutet jedoch nicht, dass man eine Grippe auf die leichte Schulter nehmen sollte. Besonders für kranke und immungeschwächten Menschen stellt sie eine ernsthafte Gefahr dar und kann sogar zum Tode führen. Einer Grippe lässt sich durch eine Impfung vorbeugen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie so genannten Risikogruppen. Dazu gehören Menschen, die älter als 60 Jahre sind sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und Schwangere. Des Weiteren zählen Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu, die bestimmte chronische Krankheiten haben.

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