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Feigwarzen: Winzig klein und hoch ansteckend

Warzen im Genitalbereich  

Feigwarzen: Winzig klein und hoch ansteckend

Von Alexandra Grossmann

20.06.2019, 10:04 Uhr
Feigwarzen: Winzig klein und hoch ansteckend. 3D-Illustration eines humanen Papillomvirus: Meist lösen Erreger des Typs sechs und Typs elf das Wachstum von Feigwarzen aus. (Quelle: Getty Images/xrender)

3D-Illustration eines humanen Papillomvirus: Meist lösen Erreger des Typs sechs und Typs elf das Wachstum von Feigwarzen aus. (Quelle: xrender/Getty Images)

Sie sind hoch ansteckend, aber meistens gutartig: Woran Sie Genitalwarzen erkennen und wie Sie sich schützen können.

Feigwarzen sind meist gutartige Geschwüre, die sich an den Genitalien bilden. Ihr Wachstum wird vor allem ausgelöst durch zwei Typen des humanen Papillomavirus (HPV), Typ sechs und Typ elf. Insgesamt gibt es rund 200 Varianten des Papillomvirus.

Wie Feigwarzen aussehen

Genitalwarzen, in der Fachsprache Kondylome genannt, sind unangenehm, aber meistens nicht gefährlich. Sie sind klein wie Stecknadelköpfe, von rötlich brauner oder gräulicher Farbe und treten häufig mehrfach nebeneinander auf. Mediziner nennen dies Warzenbeete.

Wo Genitalwarzen auftreten

Feigwarzen kommen sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor. Beim Mann treten sie an Penisschaft, Eichel, Vorhaut und am After auf, ebenso am Hodensack, in der Harnröhre und im Enddarm. Frauen werden meist an den Schamlippen, der Scheide und dem Scheideneingang befallen. Auch am Gebärmutterhals und am After können sich Genitalwarzen bilden, selten an der Harnröhrenmündung oder in der Harnröhre.

Beschwerden bei Feigwarzen

In der Regel verursachen Genitalwarzen keine Beschwerden. Manchmal jucken oder brennen sie, zum Beispiel, wenn sie an Kleidung oder Haut reiben. Sie können auch vermehrten Ausfluss auslösen. Häufig schämen sich Betroffene für die Warzen an den Genitalien und schränken ihre Sexualiät ein aus Angst, andere anzustecken.

Übertragung von Genitalwarzen

Kondylome zählen mit Chlamyden und Herpes genitalis zu den am häufigsten übertragenen Geschlechtskrankheiten. Die Ansteckung geschieht sowohl vaginal als auch oral und anal, zum Beispiel beim Küssen, Petting oder sonstigem Körperkontakt. Eine Übertragung der Viren über Handtücher oder andere Gebrauchsgegenstände ist eher selten.

Voraussetzung für eine Ansteckung mit den Viren sind oberflächliche Verletzungen der Haut, über die die Bakterien in den Körper gelangen.

Risikofaktoren für eine Ansteckung mit Feigwarzen:
- Ungeschützter Geschlechtsverkehr ohne Kondome
- Schwaches Immunsystem etwa bei HIV oder durch bestimmte Arzneimittel
-  Andere vorhandene Genitalinfektionen wie Chlamiden oder Herpes
- Veränderte Gebärmutterschleimhaut durch Geburten in jungen Jahren und/oder viele Geburten

Schutz vor Feigwarzen

Da Genitalwarzen leicht übertragbar sind, ist ein Schutz schwer. Kondome helfen nur bedingt, weil sie nur den Penis selbst bedecken. Wer die Wucherungen früh entfernen lässt, verringert das Risiko, andere anzustecken. Hilfreich ist es laut Deutscher Aidshilfe, vorzubeugen: Jungen Mädchen wird vor dem ersten Geschlechtsverkehr eine Impfung gegen HP-Viren empfohlen. Die HPV-Impfung soll vor allem vor Gebärmutterhalskrebs schützen. Sie wirkt teilweise auch gegen einige HP-Viren, die Feigwarzen verursachen.

Besondere Formen von Feigwarzen

Manchmal sind Genitalwarzen nicht erhaben, sondern flach. In seltenen Fällen wachsen sie und nehmen eine blumenkohlenähnliche Form an. Diese Warzen können zu Tumoren werden, sie müssen von einem Arzt behandelt werden.

Behandlung von Feigwarzen

Da Genitalwarzen in den allermeisten Fällen gutartig sind, heilen sie nach einiger Zeit von selbst wieder ab. Dennoch gibt es die Möglichkeit, sie entfernen zu lassen. Je nach Lage, Anzahl und Größe der Warzen kann die Behandlung variieren.

Es gibt verschiedene  Therapien gegen Feigwarzen. Dazu zählen Cremes und Salben, die direkt auf die befallenen Hautstellen aufgetragen werden. Entscheidend für einen guten Verlauf der Behandlung ist die regelmäßige und sorgfältige Anwendung.

Beim Vereisen stirbt nur das Gewebe ab

Ein Facharzt kann die Genitalwarzen auch vereisen. Dazu trägt er Stickstoff auf die Warze auf, sodass sie abstirbt. Diese Methode ist recht einfach und preiswert – es können aber Narben oder Pigmentstörungen zurückbleiben. Zudem zerstört der Stickstoff die Wucherung, aber nicht die Viren, sodass sich rasch wieder neue Warzen bilden können.

Manchmal ist es angezeigt, Genitalwarzen operativ zu entfernen, zum Beispiel, wenn sie sich im Gebärmutterhals, in der Harnröhre oder im Analkanal befindet. Eingesetzt werden Lasertherapie, Ausschabung oder einer chirurgischen Schere.

Wer Feigwarzen bei sich selbst behandelt, sollte sich auch der Partner untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass beide sich immer wieder gegenseitig anstecken.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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