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Alkoholsucht: Alkoholiker durch Überstunden

Stressabbau  

Überstunden begünstigen Alkoholsucht

15.01.2015, 09:45 Uhr | t-online.de

Alkoholsucht: Alkoholiker durch Überstunden. Um Stress abzubauen, greifen Arbeitnehmer gern mal zur Flasche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um Stress abzubauen, greifen Arbeitnehmer gern mal zur Flasche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer zu viel arbeitet, trinkt oft auch zu viel Alkohol. Zu diesem Schluss kommen Experten des Finnish Institute of Occupational Health. Die Wissenschaftler analysierten 61 Studien aus 14 Ländern wie den USA, Großbritannien, Australien und Deutschland.

Für die Untersuchung wurden Daten über Arbeitszeiten und Lebensgewohnheiten von mehr als 330.000 Personen analysiert. Das Ergebnis: Menschen, die pro Woche mehr als 48 Stunden arbeiten, haben ein elf bis dreizehn Prozent erhöhtes Risiko für ein gesundheitsgefährdendes Trinkverhalten. Dass also Leber, Herz und Psyche Schaden nehmen können. Bei Frauen setzten die Forscher die Grenze bei mehr als 14 Getränken pro Woche, bei Männern bei mehr als 21 Drinks. Ein Getränk sei dabei ein kleiner Schnaps, ein kleines Bier oder ein Achtel Wein. Das Geschlecht, das Herkunftsland oder die Zugehörigkeit zu einer bestimmen sozialen Gruppe, spielen wohl keine Rolle.

Früher Studien wurden nur einzeln betrachtet

Laut Studienleiterin Marianna Virtanen lieferten bereits frühere Studien Hinweise darauf, dass lange Arbeitszeiten mit einem ungesunden Lebensstil, wenig körperlicher Bewegung und mehr Alkohol in Zusammenhang stehen könnten. Diese Erhebungen wurden laut der Expertin jedoch nie in ihrer Gesamtheit untersucht oder mit unveröffentlichten Daten in Zusammenhang gebracht.

Trinker suchen nach Entspannung

Virtanen zufolge bietet der Alkohol in vielen Fällen eine Möglichkeit, sich zu entspannen. "Menschen mit zu langen Arbeitszeiten müssen mit ungesunden Angewohnheiten wie dem Trinken von Alkohol zurechtkommen. Die Symptome, die so bekämpft werden, sind oft Stress, Depressionen und Schlafstörungen."

Die Studie unterstützt auch die Empfehlungen der European Union Working Time Directive. Gemäß dieser Richtlinie haben Arbeitnehmer in der EU das Recht, nicht mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Viele Arbeitnehmer verbringen trotzdem mehr als 50 Stunden am Arbeitsplatz. Gründe dafür sind der Wunsch nach einer rascheren Beförderung oder die Verbesserung des Einkommens durch das Sammeln von Überstunden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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