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Patienten mit Rückenschmerzen werden viel zu oft unnötig geröntgt

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Krankenkassen-Studie  

50.000 Rückenpatienten jedes Jahr unnötig geröntgt

08.04.2015, 09:57 Uhr | dpa

Patienten mit Rückenschmerzen werden viel zu oft unnötig geröntgt. Auf Röntgenbildern ist die Ursache von Kreuzschmerzen oft nicht zu erkennen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf Röntgenbildern ist die Ursache von Kreuzschmerzen oft nicht zu erkennen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ärzte röntgen jedes Jahr fast 50.000 Patienten mit Rückenschmerzen unnötig. Die Ursache für akute Schmerzen ist auf Röntgenaufnahmen nämlich oft nicht zu erkennen. Das ergab eine Studie der Techniker Krankenkasse (TK).

Laut TK kommt von allen Patienten mit akutem Kreuzschmerz, die radiologisch untersucht werden, jeder dritte innerhalb von sechs Wochen unter den Röntgenapparat. Wissenschaftler seien sich jedoch einig, dass Patienten in diesem Zeitraum nicht geröntgt werden sollten, denn Beschwerden bildeten sich in der Sechs-Wochen-Frist oft spontan zurück.

Rückenprobleme oftmals durch Muskeln ausgelöst

Das Wissenschaftliche Institut der TK hatte für die Studie ärztliche Abrechnungsdaten aus den Jahren 2010 bis 2012 ausgewertet. Schmerztherapeut Thomas Nolte von der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie erläuterte: "Rückenschmerzen werden oft durch Probleme in den Muskeln ausgelöst. Das ist aber auf Röntgenbildern überhaupt nicht erkennbar."

UMFRAGE
Wurden Sie schon einmal wegen Rückenschmerzen geröntgt?

Stattdessen würden viele Versicherte an den Bandscheiben operiert, wenn die Bilder hier Probleme zeigten. Die Patienten hätten danach aber oft noch dieselben Schmerzen, weil die Bandscheiben gar nicht die eigentliche Schmerzursache gewesen seien.

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