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Fersensporn. Was tun? Behandlung und Hausmittel

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Fußschmerzen  

Was tun bei Fersensporn? Hausmittel und Behandlungsmethoden

09.02.2018, 17:49 Uhr | t-online.de

Fersensporn. Was tun? Behandlung und Hausmittel. Füße: Entzündungshemmende Medikamente oder Salben aus der Apotheke können bei Fersensporn für Schmerzlinderung sorgen. (Quelle: Getty Images/CherriesJD)

Füße: Entzündungshemmende Medikamente oder Salben aus der Apotheke können bei Fersensporn für Schmerzlinderung sorgen. (Quelle: CherriesJD/Getty Images)

Um die Schmerzen zu lindern, die ein Fersensporn verursacht, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche Behandlungsmethoden und Hausmittel helfen und wann eine Operation notwendig wird, erfahren Sie hier.

Ein Fersensporn ist eine Kalkablagerung an der Ferse. Man kann ihn sich wie einen kleinen dornartigen Knochen vorstellen. Typische Ursachen sind etwa Übergewicht, eine Überbelastung oder Fehlbelastung des Fußes, Fußfehlstellungen oder schlechte Schuhe.

Da der Sporn sehr langsam wächst, wird er oft erst spät bemerkt. Viele Menschen haben einen Fersensporn und wissen nichts davon. Doch im Falle eine Entzündung kann es zu starken Schmerzen kommen und eine Behandlung wird notwendig. 

Hausmittel: Was hilft bei Fersensporn?

Um akute Fersenschmerzen zu lindern, gibt es verschiedene Hausmittel, die Betroffene anwenden können:

  • Kühlen: Um akute Schmerzen zu lindern und Schwellungen zu reduzieren hilft es, den Fuß zu kühlen. 
  • Entlastung: Sport und lange Fußmärsche sollten zunächst vermieden und die Füße hochgelagert werden. 
  • Murmeltierfett: Als eine Alternative zu Kortison, zum Beispiel bei einer Unverträglichkeit, soll Murmeltierfett gegen Fersenschmerzen helfen. Dem Fett des Nagetiers wird nachgesagt, gute Auswirkungen auf Gelenke und Muskeln zu haben. Vor allem im Alpenland wird es schon lange als ein bewährtes Hausmittel gegen Gelenk- und Muskelbeschwerden eingesetzt. Murmeltiersalbe erhalten Sie in der Apotheke.
  • Fußbad: Kneipp-Anwendungen sind wohltuend für schmerzende Füße und unterstützen die Selbstheilungskräfte. Dazu die Füße in eine Wanne mit lauwarmem Wasser stellen und nach und nach heißes Wasser hinzufügen, bis die Temperatur auf ca. 40 Grad angestiegen ist. Tipp: Geben Sie zusätzlich Apfelessig in das Wasser. Es wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Fußmassage: Eine Massage regt die Durchblutung an und kann ebenfalls zur Linderung der Schmerzen beitragen. Als Hilfsmittel können Sie auch einen Massageball oder Tennisball verwenden, auf dem Sie den Fuß mit leichtem Druck hin und her rollen. 

Medikamente: Kurzfristige Linderung

Entzündungshemmende Medikamente oder Salben aus der Apotheke sorgen für eine schnelle Linderung der Schmerzen. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt oder in der Apotheke beraten. Die Medikamente sollten jedoch nicht dauerhaft eingenommen, sondern stattdessen die Ursachen der Entzündung angegangen werden. 

Bei sehr starken Schmerzen kann der Arzt per Injektion ein lokales Betäubungsmittel oder Kortisonpräparat um die Ferse herum spritzen. Auch diese Methode lindert nur akute Beschwerden und ist nicht als dauerhafte Therapie geeignet.

Behandlung: Hilfsmittel bei Fersensporn

Die Schmerzen bei einem entzündeten Fersensporn dauern meist mehrere Wochen an. Neben den genannten Akut-Maßnahmen ist es deshalb ratsam, sich an einen Orthopäden zu werden. Die weiterführende Behandlung zielt vor allem auf die Entlastung der Ferse ab.

  • Einlagen: Gepolsterte Schuheinlagen reduzieren die Belastung und sorgen für eine gleichmäßige Druckverteilung auf den Fuß.
  • Fersenkissen: Spezielle Fersenkissen mit Locheinlage oder schlichte Geleinlagen verringern den Druck auf die Ferse. Damit ist den meisten Betroffenen bereits geholfen.
  • Bandage: Eine spezielle Fersensporn-Bandage übt einen Zug auf die Plantarsehne aus, wodurch der Stoffwechsel angeregt wird und Entzündungsstoffe aus dem Gewebe abtransportiert werden.
  • Schuhe: Bequeme und gut gepolsterte Schuhe entlasten die Ferse. Vor allem Sportler sollten sich bezüglich Schuhwerk und Lauftechnik beraten lassen.
  • Tapen: Durch das Aufkleben von speziellem Kinesio-Tape von der Achillessehne bis zur Mitte der Fußsohle wird die Plantarsehne entlastet und der Druck auf die Ferse verringert. 

Mehr zum Thema: Einlagen, Tapes und passende Schuhe bei Fersensporn

Übungen bei Fersensporn: Füße dehnen und kräftigen

Zur langfristigen Behandlung und Vorbeugung von Fersenschmerzen, sind spezielle Übungen zur Dehnung und Kräftigung der Fuß- und Wadenmuskulatur sinnvoll. Ein wirkungsvolles Hilfsmittel ist zum Beispiel der Igelball – ein kleiner stacheliger Gummiball. Legen Sie diesen auf den Boden und lassen Sie Ihre Fußsohle für ca. drei Minuten mit sanftem Druck darüber rollen. So kräftigen Sie die Muskeln und Bänder im Fuß. 

Für einen langfristigen Effekt sollten die Übungen regelmäßig und über mehrere Monate ausgeführt werden. Wenn Sie Unterstützung bei der Ausführung oder Anregungen für weitere Übungen benötigen, lohnt sich auch der Gang zum Physiotherapeuten. 

Mehr zum Thema: Übungen bei Fersensporn

Alternative Therapie-Methoden

Verschwinden die Schmerzen nach oben genannten Methoden nicht, gibt es weitere Möglichkeiten, den Fersensporn zu behandeln. Lassen Sie sich hierzu am besten von Ihrem behandelnden Arzt beraten.

  • Kältetherapie: Die Kältetherapie sorgt durch kalte Substanzen für eine Kühlung am Fersensporn, welche die Schmerzen mindern sollen. So wird beispielsweise bei der Kyrotherapie eiskaltes, flüssiges Kohlendioxid auf die Haut gesprüht. Durch den extremen Kälteschock werden Entzündungen gehemmt, Schwellungen reduziert und Schmerzen gelindert.
  • Stoßwellentherapie: Bei einer Stoßwellentherapie werden kräftige Druckwellen auf die betroffene Stelle übertragen. Dadurch werden Kalkablagerungen zertrümmert und Entzündungen vermindert. Damit die Behandlung sich lohnt, sollte man mehrere Sitzungen in Anspruch nehmen. Diese werden allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen.
  • Strahlentherapie: Eine weitere Möglichkeit, um Fersensporn zu behandeln, stellt die Strahlentherapie dar – auch hier sind mehrere Sitzungen nötig. Diese Bestrahlungsmethode wird häufig eingesetzt, wenn die Schmerzen in der Ferse nach oben genannten Methoden nicht verschwindet, man aber eine Operation vermeiden will. Die Dosis der Strahlen ist viel schwächer als beim Röntgen oder in der Krebstherapie. Die Nebenwirkungen sind daher gering.
  • Magnetfeldtherapie: Bei dieser Methode werden elektromagnetische Felder mithilfe eines Magnetkissens, einer Spule oder Matte auf die betroffene Stelle übertragen. Dadurch werden der Zellstoffwechsel angeregt und Gelenkbeschwerden gelindert. Die Kosten pro Sitzung belaufen sich auf rund 20 Euro, die in manchen Fällen teilweise von der Krankenkasse übernommen werden.

Operation bei Fersensporn: Wann nötig?

Nur in Ausnahmefällen muss der Fuß operiert werden: Dabei wird entweder der Sporn abgetragen oder die Sehnenplatte mit einem kleinen Schnitt entlastet. Die Operation verspricht jedoch nicht immer Erfolg und kann Risiken wie Schäden an den Nerven und Blutgefäßen sowie Narbenbildungen mit sich bringen. Daher wird bei plantaren Fersenschmerzen nur in den seltensten Fällen zu einer Operation geraten. Nach der Operation eines Fersensporns sollte der betroffene Fuß zunächst zwei bis drei Wochen nicht belastet werden.

Ursachen: Wie entsteht ein Fersensporn?

In den meisten Fällen entsteht ein Fersensporn durch eine dauerhafte Überlastung der Sehnenplatte an der Fußsohle, die so genannte Plantarsehne. Sie schützt die Unterseite des Fußes vor Verletzungen und stützt das Fußgewölbe. In diesem Fall spricht man von plantarem oder unterem Fersensporn, der häufiger auftritt. Ist hingegen die Achillessehne betroffen, handelt es sich um einen oberen, hinteren Fersensporn.

Ursachen für die Entstehung eines Fersensporns sind neben Vererbung und Überbelastung auch eine verkürzte Wadenmuskulatur, Übergewicht und schlechte Schuhe. Infolge dessen kommt es zu einer erhöhten Zugbelastung der Sehnen, wodurch kleine Risse entstehen. Zur Entlastung bildet der Körper Kalkablagerungen, die verknöchern. Die Verknöcherung selbst kommt häufig vor und macht meist keine Probleme. Erst die Entzündung der Sehne führt zu starken Schmerzen. Entzündet sich die Plantarsehne durch den Fersensporn, spricht man von einer Plantarfasziitis.

Schätzungen zufolge tritt der Fersensporn bei bei etwa zehn Prozent der Erwachsenen auf – meist ab einem Alter von 40 Jahren auf. In seltenen Fällen verschwinden die Beschwerden wieder. Bei Frauen kommt der Fersensporn häufiger vor als bei Männern. Grund dafür sind vor allem hohe Absätze, welche die Verkürzung der Wadenmuskulatur fördern und somit auch die Gefahr einer Plantarfasziitis erhöhen. Weitere Risikogruppen sind Patienten mit Rheuma, Menschen mit Fußfehlstellungen, wie Senkfüßen oder Plattfüßen, und Übergewichtige.

Mehr zum Thema: Fersensporn Ursachen

Symptome: Daran erkennen Sie einen Fersensporn

Je nachdem, wo sich der Sporn gebildet hat, gibt es zwei Arten des Fersensporns, die mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen. Ist die Sehnenplatte an der Fußsohle (Plantarfaszie) betroffen, spricht man vom unteren bzw. plantaren Fersensporn. Schmerzen am Ansatz der Achillessehne werden hingegen durch einen oberen Fersensporn verursacht. 

Plantarer Fersensporn:

  • stechende Schmerzen in der Fußsohle (unter der Ferse)
  • starke Schmerzen nach längerem Sitzen oder Liegen
  • morgendlicher "Anlaufschmerz"
  • Schmerzen lassen im Laufe des Tages nach

Oberer Fersensporn: 

  • Schmerzen im hinteren, oberen Bereich der Ferse (Ansatz der Achillessehne)
  • Schwellungen und Rötungen

Mehr zum Thema: Fersensporn Symptome 

Fersensporn vorbeugen

  • Übergewicht reduzieren: Um den Fuß zu entlasten und einen Fersensporn vorzubeugen, ist bei Übergewicht eine dauerhafte Gewichtsreduktion ratsam.
  • Schuhe: Es ist hilfreich, sich gut sitzendes und bequemes Schuhwerk zuzulegen. Schuhe sollten in er Regel nicht zu eng, flach und hart sein. Sportler – insbesondere Läufer – sollten darauf achten, dass die Sportschuhe den Fuß gut stützen und den Tritt dämpfen. Frauen, die häufig Absatzschuhe tragen, sollten ihren Füßen regelmäßig eine Pause gönnen und "flache" Tage einlegen. 
  • Einlagen: Beim ersten Verdacht auf eine Fußfehlstellung sollten Sie möglichst rasch einen Arzt konsultieren, der Ihnen entsprechende Einlagen verschreibt. Besonders gefährdet für einen Fersensporn sind Menschen mit Senkfuß, Plattfuß oder Knickfuß, da diese die Plantarsehne zusätzlich belasten. 
  • Richtig gehen lernen: Ein Gang-Training kann helfen, zu lernen, wie Sie die Füße richtig abrollen und dadurch den Druck auf die Ferse mindern können. Wenden Sie sich dafür an einen Physiotherapeuten.
  • Füße trainieren: Regelmäßige Übungen zur Dehnung und Kräftigung der Fußmuskulatur und -sehnen helfen ebenfalls, einem Fersensporn vorzubeugen.
  • Natürliche Entzündungshemmer essen: Integrieren Sie Lebensmittel, die viel Omega-3-Fettsäuren (Lachs, Walnüsse, Leinsamen), Magnesium (Kürbiskerne, Bananen), Antioxidantien (rote Beeren, Rotkohl), Zink (Haferflocken, Kürbiskerne, Nüsse) und Curcumin (Kurkuma) enthalten, in Ihren Speiseplan. Sie halten Muskeln und Knochen gesund und wirken Entzündungen im Körper entgegen. 

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