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Nagelbettentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Hausmittel und Co.  

Nagelbettentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

25.06.2018, 13:01 Uhr | tl (CF)

Nagelbettentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung . Mit der richtigen Nagelpflege können Sie eine Nagelbettentzündung vorbeugen. (Quelle: Getty Images/AndreyPopov)

Mit der richtigen Nagelpflege können Sie eine Nagelbettentzündung vorbeugen. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images)

Eine Nagelbettentzündung entsteht durch Keime, die das Gewebe angreifen. Häufig gelangen die Erreger durch Hautverletzungen in den Körper. Lesen Sie hier, wie Sie die Entzündung erkennen und wie sie sich behandeln lässt.

Hat sich das Nagelbett entzündet, sprechen Mediziner von einer Paronychie. Man unterscheidet bei der Nagelbettentzündung zwischen zwei Formen, je nachdem, welche Stelle am Finger oder am Zeh betroffen ist: Ist die Haut um den Nagel herum entzündet, liegt eine Panaritium paraunguale vor – ist das Nagelbett selbst infiziert, spricht man von Panaritium subunguale. Bei der Nagelbettentzündung unterscheidet man eine akute und eine chronische Form. 

Ursachen und Voraussetzungen für eine Nagelbettentzündung

Die Auslöser für eine Nagelbettentzündung am Zeh oder am Finger sind meist Staphylokokken-Bakterien. Seltener lösen auch Herpesviren oder Hefepilze die Beschwerden aus. Damit es jedoch erst zu einer Entzündung kommen kann, muss die Haut geschädigt sein. Auf unversehrter Haut können die Erreger keinen Schaden anrichten. Durch Risse oder andere Verletzungen dringen die Keime in das Nagelbett ein und verursachen die Entzündung.

Schnittwunden oder eine unvorsichtige Nagelpflege sind zwei Beispiele. Auch rissige Haut an Händen und Füßen begünstigt den Eintritt der Erreger.

Zu häufiger Kontakt mit Wasser, Putzmittel, Seife oder Waschlotionen können die Haut reizen, so dass Keime das Nagelbett schädigen können. Schließlich sind auch eingewachsene Nägel ein möglicher Grund. Diese verursachen häufig eine chronische Entzündung.

Gründe für die Entzündung: Risikofaktoren

Verschiedene Risikofaktoren machen die Infektion wahrscheinlicher: So sind Menschen mit sehr trockener Haut oder Neurodermitis besonders gefährdet.

Ein geschwächtes Immunsystem oder Erkrankungen wie Diabetes mellitus gelten ebenso als mögliche Risikofaktoren für die Nagelbettentzündung an Zeh oder Finger. Krebspatienten, bei denen bestimmte Therapien angewendet werden, leiden besonders oft unter Nagelbettentzündungen.

Mögliche Symptome für die Entzündung am Nagelbett

Eine Nagelbettentzündung erkennt man häufig an folgenden Symptomen:

  • starke Rötung der Hautstelle
  • Schwellung des Nagelbetts
  • Juckreiz und Überwärmung der betroffenen Stelle
  • Schmerzen am Finger und Zeh

Möglicherweise bildet sich unter dem Nagel Eiter. Platzt die Eiterblase nicht von alleine auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Eiterblase übt zusätzlichen Druck auf den Nagel aus und kann dadurch Schmerzen hervorrufen. Bleibt die Entzündung über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann der Nagel auch abfallen. 

Eine chronische Nagelbettentzündung ist meist weniger schmerzhaft als eine akute. Hier färbt sich der Nagel häufig grünlich oder gelblich.

Selbsthilfe bei Nagelbettentzündung

Um die Infektion am Nagelbett zu behandeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Anfangsstadium der Entzündung kann man selbst verschiedene Maßnahmen ergreifen. Ist die Nagelbettentzündung jedoch weiter fortgeschritten und trotz der Selbsthilfe nach etwa drei Tagen immer noch vorhanden, sollte ein Dermatologe kontaktiert werden.

  • Hausmittel

Um eine akute, eher schwach ausgeprägte Nagelbettentzündung mit Hausmitteln selbst zu behandeln, bieten sich warme Bäder der betroffenen Körperstellen an. Diese können zur Linderung der Beschwerden beitragen. Hat sich Eiter gebildet, kann dieser so häufig besser abfließen. Als Zusatz empfehlen sich Heilpflanzen wie Kamille oder Arnika, die dabei helfen, Entzündungen zu hemmen. Nach dem Bad sollten Betroffene den Bereich mit einer desinfizierenden Lösung einreiben, die beispielsweise Jod oder andere antibakterielle Wirkstoffe enthält. Die Bäder sollten zweimal täglich erfolgen und etwa 20 Minuten dauern.

  • Homöopathie

Anhänger der Naturheilkunde empfehlen bei einer Nagelbettentzündung Homöopathie. Um einen Eiterherd zu behandeln, kommt bei Homöopathen beispielsweise Hepar sulfuris zum Einsatz – zunächst in Niedrigpotenz. Hat sich der Eiterherd geöffnet, in höherer Potenz. Auch Myristica sebifera kann laut Homöopathen Linderung verschaffen. Bei einer bereits länger anhaltenden Entzündung empfehlen Homöopathen dagegen unter Umständen Silicea, um die Abwehrkraft der Haut zu unterstützen.

  • Medikamente und Salben

Helfen Hausmittel und Homöopathie nicht gegen die Infektion, kann man auch zu rezeptfreien Medikamenten und Salben aus der Apotheke greifen. Dabei haben sich sogenannte Zieh- oder Zugsalben mit dem Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat bewährt, die entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken. Im frühen Stadium der Entzündung kann man versuchen, mit antiseptischen Medikamenten vorzugehen – ist die Entzündung weiter fortgeschritten, sind die Salben jedoch meist wirkungslos. 

Ärztliche Behandlung der Nagelbettentzündung

Die ärztliche Therapie unterscheidet sich, je nachdem, welche Auslöser für die Infizierung verantwortlich sind: Sind Hefepilze die Ursache, empfehlen sich entsprechend Antimykotika. Herpesinfektionen dagegen werden häufig mit Virostatikasalben behandelt. Sind Bakterien Schuld an der Entzündung, helfen Antibiotika.

Bei einer sehr großflächigen Nagelbettentzündung, die durch Medikamente nicht abheilt, kann eine OP notwendig werden. Unter örtlicher Betäubung entfernt der Chirurg das Gewebe, das besonders stark betroffen ist. Auch wenn der Eiter nicht von selbst abfließt, erfordert dies unter Umständen einen operativen Eingriff: Der behandelnde Arzt kann die Eiterherde öffnen – auch dies geschieht in der Regel unter örtlicher Betäubung.

Verwendete Quellen:
  • Apotheken Umschau
  • Netdoktor

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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