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Darmkrebs-Test: Wie groß ist Ihr Risiko für Darmkrebs?

Schnell-Check  

Darmkrebs-Test: Wie hoch ist Ihr Risiko für Darmkrebs?

Von Andrea Goesch, Moritz Faller

09.03.2021, 12:49 Uhr
Darmkrebs-Test: Wie groß ist Ihr Risiko für Darmkrebs?. Grafische Darstellung eines von Krebs befallenen Dickdarmabschnitts: In der Regel dauert es etwa zehn Jahre, bis sich aus gutartigen Krebsvorstufen ein bösartiger Tumor entwickelt. (Quelle: Getty Images/ Mohammed Haneefa Nizamudeen)

Grafische Darstellung eines von Krebs befallenen Dickdarmabschnitts: In der Regel dauert es etwa zehn Jahre, bis sich aus gutartigen Krebsvorstufen ein bösartiger Tumor entwickelt. (Quelle: Mohammed Haneefa Nizamudeen/Getty Images)

Die Gene, Rauchen, Übergewicht, aber auch das Alter: Es gibt viele Faktoren, die das Darmkrebsrisiko erhöhen. Der folgende Test sagt Ihnen, ob Sie ein erhöhtes Risiko haben und in welchem Alter Sie zur Vorsorge gehen sollten. 

Hinweis: Der Onlinetest wurde von der Felix-Burda-Stiftung gemeinsam mit Humangenetikern und Magen-Darm-Ärzten entwickelt. Er ersetzt nicht das persönliche Arztgespräch. Er analysiert nur bestimmte Risikofaktoren und zeigt auf, ob diese im Zusammenhang mit Darmkrebs stehen könnten. 

Selbsttest Darmkrebs: Testen Sie Ihr Risiko

Testen Sie sich selbst: Wie hoch ist Ihr Darmkrebs-Risiko?

Sind Sie 50 Jahre oder älter?



© Felix Burda Stiftung

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Die wichtigsten Risikofaktoren für Darmkrebs

Bei rund einem Drittel aller Darmkrebspatienten liegt eine familiäre Vorbelastung vor. Daher ist es wichtig, sich über mögliche Fälle von Darmkrebs in der Verwandtschaft zu informieren und in Absprache mit ihrem Arzt frühzeitig zur Vorsorge zu gehen. Weitere Risikofaktoren sind langjährige entzündliche Darmerkrankungen sowie Diabetes Typ 2. Zudem kann ein ungesunder Lebensstil das Risiko für Darmkrebs stark erhöhen. Hierzu gehören vor allem: 

  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel 
  • Übergewicht

Darüber hinaus deuten Studien darauf hin, dass auch ein hoher Konsum von Fleisch und tierischen Fetten die Entstehung von Darmkrebs begünstigt.

Jeder kann sein Erkrankungsrisiko senken

Die Ursachen für eine Erkrankung an Darmkrebs sind vielfältig und lassen sich nur schwer benennen. Häufig spielen mehrere Faktoren eine Rolle bei der Entwicklung der Krebszellen, einige von ihnen können sich auch gegenseitig begünstigen. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben sämtliche bekannte Risikofaktoren miteinander verglichen, um so das Darmkrebsrisiko in absoluten Zahlen zu berechnen.

Das Ergebnis der Untersuchung ist ermutigend: Selbst wer genetisch vorbelastet ist, kann sein Erkrankungsrisiko stark reduzieren, indem er einem gesunden Lebensstil folgt, auf Zigaretten verzichtet, wenig Alkohol konsumiert, auf sein Gewicht und eine gesunde Ernährung achtet und regelmäßig Sport treibt.

Darmspiegelung verhindert, dass Darmkrebs entsteht

Ein wichtiges Instrument, um das persönliche Darmkrebsrisiko zu senken, ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Die Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs hat gleich zwei Vorteile: Durch das Verfahren wird Krebs in einem sehr frühen, noch heilbaren Stadium erkannt. Außerdem werden Vorstufen von Krebs, sogenannte Darmpolypen, während der Untersuchung gleich entfernt. Die Untersuchung wird allen Krankenversicherten in Deutschland ab einem Alter von 50 (Männer) beziehungsweise 55 Jahren (Frauen) angeboten. 
 

PD Dr. med. Christian P. Pox, DGVS-Leilinienkoordinator Kolorektales Karzinom, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Krankenhaus St. Joseph-Stift in Bremen.

Drei Fragen an

PD Dr. med. Christian P. Pox

PD Dr. med. Christian P. Pox ist DGVS-Leitlinienkoordinator “Kolorektales Karzinom” und Chefarzt der Medizinischen Klinik im Krankenhaus St. Joseph-Stift in Bremen.

Bei einer Darmspiegelung wird nach Einnahme entsprechender Abführmittel zur Darmreinigung (in der Regel 1 bis 2 Liter Abführmittel plus 1 bis 2 Liter weitere Flüssigkeit) ein flexibles Endoskop (Durchmesser 10 bis 12 Millimeter) in den After eingeführt und die Darmoberfläche genau inspiziert. Polypen werden in derselben Sitzung mittels Schlinge oder Zange abgetragen. Aus auffälligen Arealen kann eine Probe genommen werden. Die Untersuchung erfolgt ambulant bei niedergelassenen Gastroenterologen. Bei unauffälligem Befund dauert die Untersuchung in der Regel etwa 30 Minuten.

Heutzutage erhalten nahezu alle Patienten ein Schlafmittel (Sedierung) während der Darmspiegelung, so dass die Untersuchung ohne Schmerzen abläuft.

Im Rahmen der gesetzlichen Darmkrebsvorsorge wird die Untersuchung für Männer ab 50 Jahren, für Frauen ab 55 Jahren empfohlen. Gibt es bei Eltern oder Geschwistern Fälle von Darmkrebs, sollte eine erste Koloskopie zehn Jahre vor dem offiziellen Diagnosealter erfolgen, spätestens zwischen 40 bis 45 Jahren. Bei unauffälligem Befund ist eine Wiederholung der Untersuchung alle zehn Jahre sinnvoll.

Der immunologische Stuhltest 

Wer eine Darmspiegelung ablehnt, kann alternativ alle zwei Jahre einen Test machen, der kleinste Mengen von Blut im Stuhl aufdeckt. Er nennt sich immunologischer Stuhltest oder Okkultblut-Stuhltest. Ein sicherer Nachweis von Darmkrebs oder dessen Vorstufen ist damit zwar nicht möglich. Allerdings können Blutspuren in der Stuhlprobe Hinweise auf Polypen oder Tumore sein. Der Test ist daher eine wichtige Hilfe, um einen bösartigen Tumor oder Darmpolypen frühzeitig zu entdecken.

Ein auffälliges Ergebnis wird in der Regel mit einer Darmspiegelung abgeklärt. Ist der Befund negativ, entfallen die jährlichen Stuhluntersuchungen und die nächste Koloskopie muss erst nach zehn Jahren durchgeführt werden. Allerdings bietet der Stuhltest keine absolute Sicherheit. Zudem können Spuren von Blut im Stuhl auch andere Ursachen haben wie Hämorrhoiden oder Verletzungen der Afterschleimhaut. 

Darmkrebs zeigt anfangs kaum Symptome

Darmkrebs verursacht meist lange Zeit keine Schmerzen und die Warnsignale sind oft unspezifisch. Das macht die Erkrankung so tückisch und ist der Grund dafür, dass sie in vielen Fällen erst spät erkannt wird. Die Überlebenschancen liegen bei etwa 50 Prozent.

Allerdings gilt: Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Prognosen. Handelt es sich um einen Tumor im Frühstadium, der bei einer Darmspiegelung vollständig entfernt wird, liegen die Heilungschancen bei fast 100 Prozent. 
 

Darmkrebs behandeln: Diese Möglichkeiten gibt es

Es gibt verschiedene Therapien, um Darmkrebs zu behandeln. Sie richten sich nach der Art des Krebses, dem Stadium des Tumors und danach, ob der Krebs schon in die Lymphdrüsen vorgedrungen ist und sich Metastasen gebildet haben.

Eine wichtige Rolle spielen die Operation, die Chemotherapie, die Bestrahlung und die Behandlung mit zielgerichteten Medikamenten. So wird beispielsweise die Heilungschance nach einer Operation eines Darmtumors mit Metastasen in den Lymphknoten durch eine anschließende Chemotherapie um etwa 15 Prozent gesteigert.

Verwendete Quellen:


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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