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Prokrastination-Therapie: Hilfe bei schweren Fällen

Krankhaftes Aufschieben  

Prokrastination-Therapie: Behandlung in schweren Fällen

13.07.2016, 11:30 Uhr | uc (CF)

Prokrastination-Therapie: Hilfe bei schweren Fällen. Hinter ständigem Aufschieben kann eine ernsthafte psychische Erkrankung stecken. (Quelle: imago images/BE&W)

Hinter ständigem Aufschieben kann eine ernsthafte psychische Erkrankung stecken. (Quelle: BE&W/imago images)

Prokrastination, das bedeutet chronisches, krankhaftes Aufschieben unangenehmer Aufgaben. Wann eine Therapie nötig wird und wie die entsprechende Behandlung aussehen kann, erfahren Sie im Folgenden.

Krankhaftes Aufschieben: Wann die Therapie nötig wird

Ob Hausputz oder Steuererklärung: Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht ab und an eine lästige Aufgabe in die Zukunft verschiebt. Solches Verhalten kann aber krankhafte Züge annehmen: Mediziner sprechen dann von Prokrastination. Ab einem bestimmten Punkt sollten Betroffene Hilfe suchen und sich in professionelle Behandlung begeben. Der "Apotheken Umschau" zufolge wird eine Prokrastinations-Therapie dann notwendig, wenn der Zustand das Leben des Patienten stark beeinträchtigt.

Weil Betroffene grundlegende Entscheidungen oder Ereignisse immer wieder hinausschieben, leiden ihr allgemeines Wohlergehen und ihre Entwicklung als Mensch. Beispielsweise schließen Menschen, die an Prokrastination leiden, ihren Studiengang nicht ab, verharren in unglücklichen Beziehungen oder Jobs. Betroffene sind ständig von einem schlechten Gewissen geplagt, verlieren stark an Selbstbewusstsein.

Wie sieht die Behandlung bei Prokrastination aus?

Die Psychologie kennt mehrere Möglichkeiten der Prokrastinations-Therapie. Laut der speziellen Prokrastinations-Ambulanz der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster haben sich hier bestimmte Behandlungsweisen bewährt. Beispielsweise erarbeiten Experten mit den Patienten Strukturen für ein sinnvolles Arbeitsverhalten. Die Betroffenen lernen in der Therapie, erfüllbare Ziele zu definieren sowie besser mit Ablenkung und Störgefühlen umzugehen. Besonders wichtig ist es, sich neue Gewohnheiten anzueignen. Gruppenübungen und Methoden der Psychotherapie können die Behandlung unterstützen.

Für Professor Peter Gollwitzer von der Universität Konstanz sind die Gruppenübungen insbesondere wichtig für die Selbsterkenntnis. Zu "Spiegel Online" sagt er, die Krankheit sei anfangs allen Teilnehmern peinlich. In der Gruppe aber würden sie realisieren, dass es anderen genauso geht. Dadurch steigere sich die Bereitschaft, etwas verändern zu wollen. Menschen, die  bereits den Verdacht einer Erkrankung hegen, können auf der Homepage der Prokrastinations-Ambulanz der Universität Münster auch einen entsprechenden Online-Test machen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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