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Hepatitis-C: Symptome und Diagnostik des Hepatitis-C-Virus

Hepatitis-C: Diagnose  

Anzeichen und Diagnose: So kommen Sie dem Virus auf die Spur

21.10.2016, 10:52 Uhr | t-online.de

Hepatitis-C: Symptome und Diagnostik des Hepatitis-C-Virus. Anzeichen und Diagnose: So kommen Sie dem Virus auf die Spur (Quelle: imago images/blickwinkel)

Anzeichen und Diagnose: So kommen Sie dem Virus auf die Spur (Quelle: blickwinkel/imago images)

Eine Hepatitis-C-Infektion ist äußerst tückisch, denn sie verläuft schleichend. Viele Menschen leben über eine lange Zeit hinweg mit der gefährlichen Infektion, ohne es zu wissen. Wie Sie testen können, ob Sie sich angesteckt haben.

Die Leber leidet schweigend

Das Hepatitis-C-Virus treibt oft lange unbemerkt sein Unwesen im menschlichen Körper. Zumeist verläuft die Krankheit in den ersten Monaten und Jahren relativ unbemerkt. Nach dem bekannten Motto: „Die Leber leidet schweigend“ zeigt sie sich meist an äußeren Faktoren wie grippeähnlichen Symptomen.

Dazu können leichtes Fieber, Tagesmüdigkeit, häufige Abgespanntheit, Muskel- und Gliederschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten zählen. Auch Depressionen, Ängste, leichte Übelkeit, heller Stuhl und dunkler Urin können auf eine Hepatitis-C-Infektion hindeuten.

Infizierte leiden oft an Erschöpfung und Depressionen

Auf die richtige und vor allem rechtzeitige Diagnose kommt es an. Oft verhindert eine unzureichende ärztliche Diagnostik, dass eine Hepatitis-C-Erkrankung bereits im frühen Stadium erkannt wird. Viele Ärzte führen die beschriebenen Begleiterscheinungen schnell auf die aktuelle Lebenssituation ihrer Patienten zurück – etwa Schlafmangel, Arbeitsüberlastung beziehungsweise Burnout oder privaten Stress. In einem von fünf Fällen heilt die Hepatitis-C-Erkrankung sogar von selbst aus, ohne Spuren zu hinterlassen.

Unbehandelt führt HCV zu einer Leberzirrhose

In den meisten Fällen, bei knapp 80 Prozent aller Betroffenen, entwickelt sich eine chronische Hepatitis-C-Infektion. Diese muss engmaschig kontrolliert und in der Regel therapiert werden. Bei einer Nicht-Behandlung kann es innerhalb von 20 bis 30 Jahren zu einer Leberzirrhose und oder zur Entwicklung von Lebertumoren kommen.

Tritt sogar ein chronisches Leberversagen ein, hilft in der Regel nur eine Lebertransplantation. Vor Zulassung der neuen Therapien waren rund  50 Prozent der Patienten auf der Warteliste zur Lebertransplantation Patienten mit einer HCV-Infektion.

Testverfahren auf Hepatitis-C

Einfach und schnell in der Handhabung sind so genannte Heptatitis-C-Suchtests. Sie sollten rund sechs Wochen nach einer möglichen Ansteckung durchgeführt werden, denn ab diesem Zeitpunkt ist eine Infektion durch einen Test nachweisbar.

Wie bei einem HIV-Test wird Blut aus der Fingerkuppe auf bestimmte Antikörper untersucht, die sich nach der Infektion im menschlichen Körper bilden. Die Hersteller der oft problemlos über das Internet erhältlichen Tests (Kostenpunkt circa 30 Euro) werben damit, eine schnelle Lösung anzubieten.

Bitte beachten Sie, dass Diagnosen mit solch günstigen Hilfsmittel nicht zu 100 Prozent korrekt sein können. Oft kommt es hier zu falsch negativen Ergebnissen. Eine verlässliche Diagnose sollte nur über den Arzt erfolgen.

Eine gründliche Diagnostik bietet nur der Facharzt

Sicherer ist es, sich bei Verdacht auf Hepatitis-C gleich in fachärztliche Behandlung zu begeben. Hier erfolgt der Nachweis ebenfalls über verschiedene Testverfahren.

Den Anfang macht der ELISA-Test (Enzyme Linked Immunosorbent Assay). Er weist bereits drei Monate nach einer vermuteten Infektion spezifische Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus im Körper nach. Bei einem positiven Befund wird der „ HCV-RNA Test“ durchgeführt. Erst dieser gibt die endgültige Gewissheit, ob tatsächlich eine Hepatitis-C-Infektion vorliegt.

Mit Hilfe der so genannten „Polymerase-Kettenreaktion“ (PCR) wird das virale Erbgut des Hepatits-C-Virus im Blut nachgewiesen. So weiß der Arzt, ob sich aktive Hepatitis-C-Viren im Blut befinden. Hintergrund: Der ELISA-Test, wie auch der heimische Schnelltest, weisen nur die Antikörper gegen das Virus im Blut nach. Da sie oft auch nach einer von selbst ausgeheilten Hepatitis-C noch über Jahre im Körper nachweisbar sind, schafft nur der RNA-Test letzte Gewissheit.

Der Antikörpertest im ELISA kann bis zu drei Monate nach einer akuten, frischen Infektion negativ sein. Auch hier hilft nur der PCR- Test weiter, die akute Infektion sofort zu entdecken.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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