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Stuhlgang: Was Häufigkeit, Farbe und Konsistenz verraten

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Der Gang zur Toilette  

Stuhlgang: Wie oft ist eigentlich normal?

18.05.2018, 09:34 Uhr | cch, t-online.de

Stuhlgang: Was Häufigkeit, Farbe und Konsistenz verraten. Eine Frau sitzt auf der Toilette. (Quelle: Getty Images/gpointstudio)

Wie oft sollte man Stuhlgang haben? Was ist normal? (Quelle: gpointstudio/Getty Images)

Einmal am Tag oder besser mehrmals? Welche Häufigkeit beim Stuhlgang als normal gilt – und wie Konsistenz und Farbe auf Probleme hinweisen können.

Stuhlgang: Wie oft normal ist

Wie oft sollte man Stuhlgang haben? Bei diesem Thema gibt es eine große Spannbreite, was alles in der Norm liegt – von dreimal pro Tag bis alle drei Tage. Wer also nicht täglich zum großen Geschäft auf die Toilette muss, leidet nicht zwangsläufig unter Verstopfungen. Es kann durchaus normal sein, wenn man nicht jeden Tag Stuhlgang hat.

Von Verstopfung spricht man erst, wenn jemand seltener als dreimal pro Woche sein großes Geschäft verrichtet, Beschwerden dabei hat oder die Entleerung unvollständig ist. Zudem ist der Stuhlgang dann meist sehr hart.

Welche Konsistenz normal ist

Stuhlgang kann eine unterschiedliche Konsistenz und Form haben. Zur Einordnung dient die sogenannte Bristol-Stuhlformen-Skala. Sie unterscheidet sieben verschiedene Stuhltypen:

  • Typ 1: einzelne, feste Kügelchen, die schwer auszuscheiden sind
  • Typ 2: wurstartig, klumpig
  • Typ 3: wurstartig mit rissiger Oberfläche
  • Typ 4: wurstartig mit glatter Oberfläche
  • Typ 5: einzelne weiche, glattrandige Klümpchen, die leicht auszuscheiden sind
  • Typ 6: einzelne weiche Klümpchen mit unregelmäßigem Rand
  • Typ 7: flüssig, ohne feste Bestandteile

Typen 3 und 4 gelten als "Idealstuhl". Bei Typ 1 und 2 handelt es sich um Verstopfung. Typ 5 bis 7 weisen auf Durchfall hin.

Welche Farbe normal ist

Stuhl ist nicht immer braun. Vorübergehende Veränderungen der Farbe liegen meistens an der Nahrung. Bleibt der Stuhl längerfristig eingefärbt, können aber auch Krankheiten dahinterstecken. Welche Farben möglich sind und worauf sie hindeuten:

  • Hell- oder dunkelbraun: Typische Stuhlfarbe.
  • Schwarzbraun: Schwarzer Stuhl tritt bei Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt auf (Speiseröhre, Magen, Dünndarm). Ein Grund, den Arzt aufzusuchen! Begleitende Symptome sind meist Bauchschmerzen und Erbrechen. Die Farbe kann aber auch durch bestimmte Medikamente wie Eisenpräparate hervorgerufen werden.
  • Rot: Wenn sich Blut im Stuhl befindet, sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Es kann auf verschiedene Krankheiten hindeuten. Der Stuhl kann sich aber auch durch den Verzehr von roter Beete rötlich färben – dann gibt es keinen Grund zur Besorgnis.
  • Gelb: Ist der Stuhl nicht nur gelb, sondern auch glänzend und schmierig, könnte es sich um Fettstuhl handeln. Dieser weist meist auf Bauchspeicheldrüsenprobleme, Gallensteine oder eine Glutenunverträglichkeit hin.
  • Weiß: Weißer Stuhl kann auf Probleme mit der Fettverdauung hinweisen. Dahinter können mehrere Erkrankungen stecken – suchen Sie einen Arzt auf!
  • Grün: Tritt grüner Stuhl zusammen mit Durchfall auf, kann eine Darminfektion dahinterstecken. Er kann aber auch auftreten, wenn Sie viele grüne Nahrungsmittel gegessen haben.

Wer anhaltende Veränderungen im Stuhl bemerkt – sei es in Farbe, Geruch oder Konsistenz – sollte seinen Arzt ansprechen. Peinlich berührt muss der Betroffene nicht sein, denn nur ein offenes Gespräch und eine Stuhlprobe schaffen Klarheit, ob Lebensmittel, Medikamente oder eine Erkrankung hinter der Veränderung steckt.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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