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Diese Dinge sollten alle ├╝ber Krebs wissen

Von t-online, AM

Aktualisiert am 24.06.2017Lesedauer: 4 Min.
Cancer Cells
Es gibt ├╝ber 40 unterschiedliche Arten von Krebs, die verschieden in Bezug auf Symptome, Heilungschancen und Therapieformen sind. (Quelle: Purestock/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Etwa jeder vierte Todesfall in Deutschland ist durch Krebs

Die Zahl der Krebserkrankungen nimmt zu

Laut Robert Koch-Institut nimmt die absolute Zahl an Krebserkrankungen zu. Im Jahr 2013 gab es 483.000 Neuerkrankungen, 2020 werden voraussichtlich 519.000 Menschen die Diagnose Krebs erhalten. Bei 51 Prozent der M├Ąnner und 43 Prozent der Frauen wird im Laufe des Lebens Krebs diagnostiziert. Etwa jeder vierte Mann und jede f├╝nfte Frau stirbt an der Krankheit. Isoliert betrachtet erschrecken diese Zahlen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass nicht etwa die Menschen anf├Ąlliger f├╝r die Krankheit w├╝rden, oder die Krebsursachen zun├Ąhmen. Vielmehr g├Ąbe es einen direkten Zusammenhang mit der Alterung der Bev├Âlkerung. "Wenn man eine Statistik macht, die den Faktor Alter praktisch heraus nimmt, kann man feststellen, dass die Krebserkrankungen etwas abnehmen", sagt le Coutre.

Krebs l├Ąsst sich oft nicht verhindern, aber beeinflussen

Zu einem gewissen Anteil ist es zuf├Ąllig, ob man Krebs bekommt oder nicht, weil bestimmte Krebserkrankungen genetisch bedingt sein k├Ânnen. Angeborene Veranlagungen gibt es f├╝r Darmkrebs, Magenkrebs, Prostatakrebs, Geb├Ąrmutter- und Brustkrebs. Das bedeutet, dass es keine Vermeidungsstrategie mit Garantie gibt. Dennoch stellt le Coutre fest, dass man mit einem gesunden Lebensstil die Wahrscheinlichkeit f├╝r viele Krebserkrankungen reduzieren kann: "Wir gehen davon aus, dass man, wenn man auf eine anst├Ąndige Lebensweise und auf Prophylaxe sowie Fr├╝herkennung achtet, vielleicht bis zu 30 Prozent der Krebserkrankungen in der Bev├Âlkerung reduzieren oder verhindern kann."

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Eine Verdr├Ąngung dieser Zusammenh├Ąnge, sein ein g├Ąngiger Irrtum ├╝ber Krebs. Auch wenn es abgedroschen klingt: Nicht rauchen, wenig Alkohol trinken, viel Bewegung und eine ausgewogene Ern├Ąhrung sind der wirkungsvollste Schutz gegen Krebs.

Intensive Krebsforschung tr├Ągt jetzt Fr├╝chte

Dass es Krebs gibt, wissen die Menschen bereits seit der Antike. Fast ebenso lang wird die Krankheit erforscht. Im 19. Jahrhundert wurde die Forschung durch Wissenschaftler wie Rudolph Virchow schlie├člich intensiviert. Mit dem Fortschreiten technischer Innovationen in j├╝ngster Zeit hat sich auch in der Krebsforschung viel getan: "Wir tragen jetzt die Fr├╝chte von vielen Jahrzehnten intensiver Krebsforschung, in der man jede Krebsart einzeln untersucht hat, um auf molekularer und genetischer Ebene zu verstehen, was genau in den Zellen passiert", berichtet le Coutre. Es gibt heute Therapieformen, die anders als die klassische Chemotherapie, die gesunden Zellen nicht zerst├Âren. Durch die Einf├╝hrung der sogenannten zielgerichteten Therapien wurden in den letzten 15 Jahren Fortschritte gemacht.

Eine zweite bahnbrechende Erkenntnis auf dem Gebiet der Krebsforschung ist, dass das Immunsystem ein weiterer wichtiger Faktor ist: "Man hat festgestellt, dass man das Immunsystem gewisserma├čen 'entblinden' kann, so dass es anf├Ąngt die Krebszellen als fremd zu erkennen und sich selbst gegen diese Fremdzellen richtet."

Diese Entwicklungen f├╝hren dazu, dass sich in den letzten 30 Jahren die ├ťberlebensaussichten von Krebspatienten deutlich verbessert haben. Die Mehrheit der Krebspatienten lebt heute noch f├╝nf Jahre nach der Diagnosestellung. Die Heilungschancen unterscheiden sich jedoch stark nach Art des Tumors und Alter der Patienten.

Es fehlt ein gesellschaftlicher Diskurs ├╝ber die Kostennutzenrechnung

Krebsbehandlungen sind oft sehr teuer. Das h├Ąngt auch mit den Investitionen zusammen, die in die Forschung und Entwicklung von Medikamenten gesteckt werden. Gleichzeitig treten viele Tumorerkrankungen bei ├Ąlteren Menschen auf. Die Frage, welche Krebsbehandlung sich 'lohnt' und finanziell von der Allgemeinheit getragen werden sollte, steht im Raum. Le Coutre fordert einen Diskurs dar├╝ber: "Wir brauchen eine gesellschaftliche Diskussion nicht nur dar├╝ber, was unser Gesundheitssystem leisten kann, sondern auch, was es leisten soll. Das k├Ânnen nicht nur ├ärzte, Pflegepersonal und Patienten entscheiden." Zudem m├╝sse jeder Einzelne f├╝r sich die Entscheidung treffen, welche Behandlung er bei schwerer Krankheit m├Âchte, im Wissen, dass er nicht geheilt werden kann. "Wichtig sind Aufkl├Ąrung und ein Bewusstsein dar├╝ber, was die Medizin leisten kann und was man selbst vom eigenen Leben erwartet."

Krebspatienten sprechen oft nicht ├╝ber ihre Krankheit

Der Onkologe stellt fest, dass die Tabuisierung der Themen Krebs und Tod dazu beitrage, dass sich Krebspatienten oftmals zur├╝ckziehen und nicht offen ├╝ber ihre Erkrankung reden, weil sie eine Stigmatisierung bef├╝rchten. "Viele Patienten haben Angst, dass sie nicht mehr als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft angesehen werden." Wenn mehr Menschen offen ├╝ber das Thema spr├Ąchen, werde damit auch der gesellschaftliche Dialog angeregt. In den letzten Jahren k├Ânne man jedoch eine positive Entwicklung beobachten, auch weil Prominente und Politiker ├Âffentlich ├╝ber ihre Krankheit sprechen und damit das Bewusstsein ver├Ąndern.

Die Pharmaindustrie nimmt Einfluss

Es mag zun├Ąchst ├╝berraschen, doch der Mediziner h├Ąlt den Einfluss der Pharmaindustrie in der Krebsforschung f├╝r notwendig: "Es gibt heutzutage Substanzen, die sehr teuer in ihrer Entwicklung und im Herstellungsprozess sind. Die klinischen Studien, die daf├╝r n├Âtig sind, sind ohne die Pharmaindustrie im Prinzip nicht durchf├╝hrbar." Ein rigides Pr├╝fungssystem in Deutschland teste jedoch sehr genau, welche Substanzen zugelassen und auf den Markt kommen k├Ânnten.

Gleichzeitig gebe es immer wieder Unvereinbarkeiten zwischen dem patientenorientierten Handeln von Ärzten und Pflegern auf der einen Seite und der Pharmaindustrie auf der anderen Seite. Denn die Firmen seien gegenüber ihren Stakeholdern verpflichtet und müssten Gewinne erzielen. "Das ist ein Spannungsfeld, das immer da ist und das immer wieder diskutiert werden muss."

Medizinischer Sachverstand hilft mehr als Empathie

Nat├╝rlich mache es einen Unterschied, ob man die eigenen Angeh├Ârigen behandele, oder jemanden, zu dem man keinen privaten Kontakt habe. Eine gewisse Distanz zu den Patienten sei gut und sinnvoll. Distanz solle in diesem Zusammenhang jedoch nicht mit emotionaler K├Ąlte verwechselt werden. Laut le Coutre erwarten Krebspatienten Sachverstand und Verst├Ąndnis von ihrem Arzt. "Sie wollen sp├╝ren und merken, dass man sich individuell mit ihnen besch├Ąftigt. Man hilft einem Patienten nicht, wenn man ausschlie├člich Empathie und Emotionen zeigt".

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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