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Lungenentzündung ist tödlichste Krankheit für Kinder weltweit

Kinderhilfswerk schlägt Alarm  

Lungenentzündung ist die tödlichste Krankheit für Kinder weltweit

11.11.2017, 10:52 Uhr | Anne-Béatrice Clasmann, dpa; AFP; msc, t-online.de

Lungenentzündung ist tödlichste Krankheit für Kinder weltweit. Ein kleiner Junge wird mit einem Beatmungsgerät im Krankenhaus beatmet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/lisafx)

Ein kleiner Junge wird mit einem Beatmungsgerät im Krankenhaus beatmet. (Quelle: lisafx/Thinkstock by Getty-Images)

Durch Lungenentzündung sterben weltweit mehr Kinder als durch jede andere Krankheit – mehr als durch Malaria, Durchfallerkrankungen und Masern zusammen. Darauf weist das Kinderhilfswerk "Save the Children" in seinem aktuellen Bericht "Der Kampf um jeden Atemzug" hin.

Darin wird festgestellt: 99 Prozent aller Todesfälle durch Lungenentzündung bei Kindern im Alter unter fünf Jahren ereignen sich in den ärmsten Ländern der Welt. Betroffen sind vor allem Kinder aus Familien, die keinen Zugang zu Impfstoffen und zur Behandlung mit Antibiotika haben. Die Behandlung koste nur 0,34 Euro.

In Somalia und im Tschad sterben laut "Save the Children" etwa 32 von 1000 Kindern vor ihrem fünften Geburtstag durch eine Entzündung des Lungengewebes. In Angola kamen zuletzt 27 von 1000 Kindern durch die Krankheit ums Leben, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten ausgelöst wird. Dem Bericht zufolge konnte die Zahl der Todesfälle von 2000 bis 2015 um 47 Prozent gesenkt werden.

Rückgang der Kindersterblichkeit hinkt

Laut "Save the Children" lassen neueste Forschungsergebnisse aber eine erneute Verschlimmerung der Lage befürchten: Bis zum Jahr 2030 könnten demnach 735.000 weitere Kinder an Lungenentzündung sterben, wenn "das aktuelle Schritttempo beibehalten wird". Die Organisation verweist darauf, dass die Weltgemeinschaft damit ihr vor zwei Jahren in der Agenda 2030 vereinbartes Ziel verfehlt, dass bis zum Jahr 2030 kein Kind mehr an einer vermeidbaren Krankheit stirbt.

Der Rückgang der Kindersterblichkeit durch Lungenentzündungen hinke den Erfolgen bei der Bekämpfung anderer für Kinder lebensbedrohlicher Infektionskrankheiten zurück. "Save the Children" appellierte an Staats- und Regierungschefs weltweit, die Bekämpfung von Lungenentzündungen oben auf die politische Tagesordnung zu setzen. Außerdem müssten die Preise für Impfstoffe sinken. Die Regierungen der besonders betroffenen Staaten und Geber müssten gemeinschaftlich dafür sorgen, dass lebensrettende Antibiotika jederzeit und überall verfügbar seien.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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