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Schmerzmedizin: Können Antikörper Migräne vorbeugen?

Neue Medikamente  

Können Antikörper Migräne vorbeugen?

11.03.2019, 14:59 Uhr | dpa

Schmerzmedizin: Können Antikörper Migräne vorbeugen?. Frau mit Kopfschmerzen: CGRP-Antikörper setzen beim Rezeptor des Schmerz-Botenstoffs an oder fangen den Schmerz-Botenstoff selbst ab. (Quelle: dpa/Oliver Killig)

Frau mit Kopfschmerzen: CGRP-Antikörper setzen beim Rezeptor des Schmerz-Botenstoffs an oder fangen den Schmerz-Botenstoff selbst ab. (Quelle: Oliver Killig/dpa)

Experten sehen die Antikörper-Therapie als Gewinn für chronische Kopfschmerzpatienten. Gleichzeitig warnen Sie vor überhöhten Erwartungen an die Medikamente. 

Schmerztherapeuten sehen die Antikörper-Therapie gegen Migräne als mögliche Linderung für chronische Kopfschmerzpatienten. Die neuen Medikamente seien zwar "kein Allheilmittel, aber ein super Pfeil im Köcher der Behandlung von Migräne", sagt Astrid Gendolla. Die Kopfschmerzexpertin aus Essen ist Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

CGRP-Antikörper: "Neue Ära angebrochen"

Mit den sogenannten CGRP-Antikörpern sei "eine neue Ära angebrochen", sagt Gendolla: "Zum allerersten Mal haben wir Substanzen, die spezifisch zur Migränevorbeugung wirken."

Es gebe zwei neue Medikamentengruppen, erklärt Gendolla: Die eine setze beim Rezeptor des Schmerzbotenstoffs an. Ein erster Wirkstoff sei im November zugelassen worden. Eine andere fange den Schmerzbotenstoff selbst ab. Zwei solche Substanzen würden im Laufe dieses Jahres in Deutschland zugelassen.

Forscherin dämpft Hoffnung auf Heilung von Migräne

"Was ist das bessere Konzept? Sie werden niemanden auf der Welt finden, der das ehrlich beantworten kann, denn wir wissen es nicht", sagt Gendolla. In der Wirksamkeit seien sie vergleichbar und auch die Nebenwirkungen seien bei beiden gleich gering.

Sie warnt aber davor, daraus zu schließen, dass Migräne jetzt heilbar sei. Es gebe auch Patienten, die nicht auf diese Therapie ansprechen und noch keine Langzeiterfahrungen.

Schmerzmittel nicht zu niedrig dosieren

Wer bei Beschwerden zum Schmerzmittel greift, sollte auf die richtige Dosierung achten. Zu hoch sollte sie nicht sein – zu niedrig aber auch nicht. Denn unter Umständen wirkt das Mittel dann nicht richtig, gleichzeitig treten aber trotzdem Nebenwirkungen auf, heißt es in der "Apotheken Umschau".

Die jeweilige Tagesdosis sollte man aber auf keinen Fall überschreiten. Halten Schmerzen länger als drei bis vier Tage an, sollten sich Betroffene unbedingt ärztlichen Rat suchen.

Wirkstoffe von Schmerzmitteln bergen unterschiedliche Risiken

Je nach Wirkstoff des Schmerzmittels gibt es verschiedene Dinge zu beachten: Bei Ibuprofen müssen vor allem Herzpatienten aufpassen. Denn wer gleichzeitig Blutverdünner mit Acetylsalicylsäure (ASS) nimmt, sollte es mindestens 30 Minuten vor oder acht Stunden nach dem Ibuprofen einnehmen.



Bei der Einnahme von ASS als Schmerzmittel gilt: Nicht auf nüchternen Magen schlucken – denn das kann die Magenschleimhaut schädigen. Gut verträglich ist in der Regel Paracetamol. Allerdings sollten Menschen mit Leberproblemen unbedingt auf den Wirkstoff verzichten, da er die Leber schwer schädigen kann.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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