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Burnout ist ein möglicher Faktor für Gesundheitsschäden

WHO-Katalog  

Burnout ist ein möglicher Faktor für Gesundheitsschäden

28.05.2019, 17:29 Uhr | AFP, dpa

Burnout ist ein möglicher Faktor für Gesundheitsschäden. Geschäftsmann reibt sich die Augen: Der Begriff Burnout ist ausschließlich im beruflichen Zusammenhang zu sehen, so die WHO. (Symbolbild) (Quelle: imago images/Westend61)

Geschäftsmann reibt sich die Augen: Der Begriff Burnout ist ausschließlich im beruflichen Zusammenhang zu sehen, so die WHO. (Symbolbild) (Quelle: Westend61/imago images)

Burnout ist von der Weltgesundheitsorganisation als Faktor eingestuft worden, der die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Korrektur: In einer vorherigen Fassung dieses Artikels war davon die Rede, dass die WHO Burnout als Krankheit anerkannt habe. Dem ist nicht so. Die WHO hatte zunächst im Falle von Burnout von einer Krankheit gesprochen, diese Angaben inzwischen aber präzisiert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Burnout als einen Faktor eingestuft, der die Gesundheit beeinträchtigen kann. Das Gefühl des Ausgebranntsein resultiere aus chronischem Stress am Arbeitsplatz, der unter anderem zu einer negativen Einstellung zum Job und geringerer Leistungskraft führen könne, lautet ein Teil der nun neuen WHO-Definition.

Burnout sei bisher ohne Definition berücksichtigt gewesen. Jetzt sei er mit dieser Beschreibung im Katalog der 55.000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen aufgelistet, sagt ein Sprecher. Die WHO hatte zunächst im Fall von Burnout von einer Krankheit gesprochen, aber diese Angaben am Dienstag präzisiert.

Erste Neufassung des Katalogs der WHO seit fast 30 Jahren

Der Katalog wurde auf der WHO-Jahresversammlung in Genf verabschiedet. Er wurde erstmals seit fast 30 Jahren neu gefasst und tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht gehören ebenfalls neu zur Liste der Gesundheitsstörungen.

Jeder Störung ist ein eigener Code zugewiesen. Ärzte in aller Welt registrieren ihre Diagnosen künftig mit den neuen Codes. Damit können präzise Statistiken erstellt und Gesundheitstrends dokumentiert werden. Nach Angaben des deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation rechnen Krankenkassen nach dem für Deutschland jeweils leicht modifizierten Katalog auch Behandlungen ab. Auch Statistiken zu Todesursachen werden nach den Codes geführt.



Menschen, die transgender sind, fallen zudem künftig nicht mehr unter die WHO-Definition für psychische Störungen. Stattdessen wird das Thema in dem Kapitel behandelt, das sich mit sexueller Gesundheit beschäftigt.


Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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