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Mainz: Uniklinik äußert sich zu vermehrten Fehlbildungen bei Babys

Drei Kinder in zwölf Wochen betroffen  

Uniklinik äußert sich zu Fehlbildungen bei Babys

19.09.2019, 07:42 Uhr | dpa

 (Quelle: RTL)
Gelsenkirchen: Das Rätsel um die mysteriösen Fehlbildungen bei Babys

Eine Hebamme aus Köln hat den Stein ins Rollen gebracht. Drei Säuglinge kamen mit den gleichen Fehlbildungen an den Händen zur Welt. Die Klinik ist ratlos. (Quelle: RTL)

Gelsenkirchen: Eine Hebamme brachte das Rätsel um die mysteriösen Fehlbildungen bei Babys ins Rollen. (Quelle: RTL)


An einer Klinik in Gelsenkirchen hat es eine ungewöhnliche Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen gegeben. Jetzt haben Experten der Mainzer Uniklinik zu den Fällen Stellung bezogen.

Trotz des gehäuften Vorkommens von fehlgebildeten Händen bei Babys haben Experten der Mainzer Uniklinik vor voreiligen Schlüssen gewarnt. Der Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Fred Zepp, sprach "erstmal nur von einem frühen Signal". Es müsse jetzt untersucht werden, wie stark sich die Befunde der Handfehlbildungen ähnelten und ob es sich tatsächlich um eine Häufung oder nur um zufällige Ereignisse handle, sagte er.

Mediziner warnen vor Panikmache

Im Gelsenkirchener Sankt Marien-Hospital Buer waren in zwölf Wochen drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden. Die Bundesländer wollen bei Krankenhäusern nun abfragen, ob ähnliche Fehlbildungen aufgefallen sind.

Vor Panikmache warnten auch einige Mediziner im MDR. Der Leiter des Fachbereiches Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin am Uniklinikum Dresden, Mario Rüdiger, beispielsweise sagte: "Es gibt gelegentlich die Situation, dass eine seltene Erkrankung für eine lange Zeit nicht aufgetreten ist, und dann plötzlich mehrere Kinder nacheinander betroffen sind."

Umfassendere Register für Fehlbildungen gefordert

Die Mainzer haben von 1990 bis 2016 in einem Geburtenregister alle Neugeborenen in der Region erfasst und dabei in Rheinhessen keine Häufung von Handfehlbildungen festgestellt. Dies gelte auch für die vergangenen zwei, drei Jahre. In den mehr als 25 Jahren des Geburtenregisters seien fast 100.000 Neugeborene untersucht und erfasst worden.


Die Mainzer Mediziner forderten solche Register für zehn bis 15 Prozent der jährlich mehr als 700.000 Geburten in Deutschland. Dies wäre eine hervorragende Basis für Fragen zu neu entstehenden Fehlbildungen. Ein nationales Register für Fehlbildungen sei aber nicht notwendig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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