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So soll Prostitution trotz Corona ablaufen

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 20.05.2020Lesedauer: 3 Min.
Sexarbeit: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist auch in der Sexbranche k├╝nftig Pflicht, laut Hygienekonzept.
Sexarbeit: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist auch in der Sexbranche k├╝nftig Pflicht, laut eines vorgelegten Hygienekonzepts. (Quelle: Ian Dyball/getty-images-bilder)
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Mindestabstand von 1,5 Meter, kein K├Ârperkontakt und Mund-Nasen-Schutz tragen: Das sind nur einige der aktuellen Corona-Verhaltensregeln. Sex mit Fremden? Mit diesen Ma├čnahmen kaum vorstellbar. Oder doch?

Zwar k├Ânnen viele Unternehmen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln inzwischen nach und nach wieder ├Âffnen. Diese Ma├čnahmen scheinen in der Sexbranche, die vor allem k├Ârpernahe Dienstleistungen anbietet, allerdings kaum umsetzbar zu sein. Damit Escort-Service, Prostitution und andere sexuelle Dienstleistungen auch in Zeiten von Corona funktionieren k├Ânnen, soll nun das Hygienekonzept des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) zeigen. Darin aufgelistet sind Vorgaben, die sowohl f├╝r Sexarbeit in der Wohnung als auch auf dem Stra├čenstrich sowie f├╝r den Escort-Service gelten sollen.

Nur noch zu zweit

Wer gerne seine erotischen Fantasien mit mehreren Sexarbeiterinnen ausgelebt hat, muss auf die Umsetzung nun verzichten. Denn erotische Dienstleistungen sollen k├╝nftig nur noch zwischen zwei Personen stattfinden. Das sieht zumindest das Hygienekonzept vor.

Sex mit Mund-Nasen-Bedeckung

Bei dem Treffen muss stets eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Zwar k├Ânne auf diese beim Vorgespr├Ąch verzichtet werden, wenn daf├╝r der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. W├Ąhrend der erotischen Dienstleistung muss er allerdings wieder aufgesetzt werden. Abnehmen darf man ihn nicht ÔÇô au├čer zum Wechseln, falls er durchfeuchtet ist, erkl├Ąrt Sexarbeiterin Undine de Rivi├Ęre aus Hamburg t-online.de. Dadurch entfallen allerdings dann orale Praktiken oder "gesichtsnahe Dienstleistungen" wie beispielsweise K├╝ssen oder Oralverkehr. Auch in der Badewanne oder im Whirlpool d├╝rfen beide die Bedeckung nicht abnehmen.

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Abstand halten ÔÇô auch beim Sex

Um trotz der Mund-Nasen-Bedeckung das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu verringern, soll w├Ąhrend der erotischen Dienstleistung "zwischen den K├Âpfen der beiden Personen ein Abstand von mindestens einer Unterarml├Ąnge" eingehalten werden.

Desinfektion nach dem Akt

Auch nach dem Akt soll die Ansteckung ├╝ber K├Ârperfl├╝ssigkeiten m├Âglichst vermieden werden. Oberfl├Ąchen, Utensilien und Textilien sollen umgehend ges├Ąubert und desinfiziert werden. Dieses Vorgehen sei jedoch bereits eine g├Ąngige Praxis in der Branche, um das Ansteckungsrisiko mit Geschlechtskrankheiten und anderen Erregern zu verringern, so der BesD. Neu ist, dass nun auch die R├Ąumlichkeiten entsprechend gereinigt und gel├╝ftet werden m├╝ssen.

Keine Sonderregeln f├╝r Stammkunden

Eine weitere gro├če ├änderung, die das Konzept bei der Sexarbeit vorsieht, ist die teilweise wegfallende Anonymit├Ąt. Denn um m├Âgliche Infektionsketten r├╝ckverfolgen zu k├Ânnen, sollen die Kontaktdaten aller Kunden nach dem Treffen noch mindestens vier Wochen aufbewahrt werden. Das gilt auch bei Stammkunden. "Es ist ganz klar, dass die Ma├čnahmen zur Eind├Ąmmung der Pandemie [...] ernst genommen werden m├╝ssen. Wenn das f├╝r eine Zeit lang den Verzicht auf vollst├Ąndig anonyme sexuelle Begegnungen bedeutet, ist das einem l├Ąnger andauernden generellen Verbot der Sexarbeit auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht unbedingt vorzuziehen", so die Sexarbeiterin.

Info
Die gleichen Vorkehrungen sollen auch im Escort-Service eingehalten werden.

Das Aus f├╝r den Stra├čenstrich?

Auch f├╝r den Stra├čenstrich sieht das Konzept des BesD gravierende ├änderungen vor. Prostituierte, die auf diese Weise ihr Geld verdienen, sollten sich ebenfalls an die zus├Ątzlichen Hygienema├čnahmen halten. Dazu z├Ąhlen vor allem das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ÔÇô sowohl bei sich selbst als auch seitens des Kunden ÔÇô und das Ablehnen gesichtsnaher, erotischer oder oraler Dienstleistungen. Auch die Kontaktdaten des Kunden sollen vorab aufgeschrieben und entsprechend lange aufbewahrt werden. Dadurch w├╝rde allerdings die Anonymit├Ąt, wegen derer der Stra├čenstrich h├Ąufig frequentiert wird, wegfallen, wei├č auch der Berufsverband.

Bu├čgeld f├╝r Verweigerer?

Wie auch im Alltag wird es bei der Sexarbeit dazu kommen, dass Kunden die Ma├čnahmen nicht ernst nehmen oder diese gar verweigern, ahnt der BesD. Ein Bu├čgeld bei Verst├Â├čen ist jedoch noch nicht vorgesehen. Allerdings w├╝ssten die Sexarbeiter entsprechend zu reagieren, sagt de Rivi├Ęre. Unter Umst├Ąnden werden die Kunden abgelehnt.

Erschweren die Regeln die Sexarbeit?

Der Berufsverband hat das Hygienekonzept f├╝r erotische Dienstleistungen w├Ąhrend der aktuellen Corona-Situation in Zusammenarbeit mit mehreren Gesundheits├Ąmtern entwickelt.

Eine Umsetzung der Ma├čnahmen ist laut der Sexarbeiterin aus Hamburg kein Problem: "Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen, die nun erst einen verst├Ąrkten Umgang mit Hygiene erlernen m├╝ssen, geh├Âren vorbeugende Ma├čnahmen gegen ├ťbertragung von sexuell ├╝bertragbaren Krankheiten zu unserem Arbeitsalltag. Sexarbeitende sind es gewohnt und in der Lage, mit dem Thema Infektionsschutz verantwortungsvoll umzugehen."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
Prostitution
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