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Corona-Selbsttest im Video: Lohnt sich ein PCR-Test für zu Hause?

Test im Video  

Wie sicher ist der Corona-Selbsttest für zu Hause?

Von Nicole Sagener, Hanna Klein, Adrian Röger

21.10.2020, 18:12 Uhr
PCR-Test für zu Hause: t-online probiert den Corona-Selbsttest aus

Ein Corona-Test kann mittlerweile auch über das Internet in die eigene Wohnung bestellt werden. Doch wie gut sind die Selbsttests? t-online hat es ausprobiert. (Quelle: t-online)

t-online hat es ausprobiert: So gut funktioniert der Corona-Selbsttest für Zuhause. (Quelle: t-online)


Wer sich auf eine Corona-Infektion testen lassen will, kann inzwischen auch PCR-Selbsttests im Internet kaufen. Doch was ist davon zu halten? t-online-Redakteurin Nicole Sagener berichtet im Video von ihren Erfahrungen.

Es ist eine Hürde, vor der angesichts der steigenden Corona-Zahlen so oder ähnlich derzeit viele stehen dürften: Ich möchte in ein paar Tagen meine Familie besuchen, will aber sichergehen, dass ich die über 80-jährige Oma oder den herzkranken Bruder nicht mit dem Coronavirus anstecke. Abgesehen von leichtem Schnupfen habe ich zwar keine Symptome, wohne aber in einem Risikogebiet. Das macht sich auch in der Corona-Warnapp durch die stetig steigende Zahl von Begegnungen mit geringem Risiko bemerkbar. 

Solche Sorgen mögen berechtigt sein. Einen von der Krankenkasse bezahlten PCR-Test – der noch immer als die verlässlichste Testmethode gilt –  rechtfertigen sie aber nicht. Außerdem sind die Schlangen vor Teststationen mancherorts so lang, dass man befürchten muss, sich spätestens dort anzustecken. Und hat man es tatsächlich geschafft, kann das Testergebnis schlimmstenfalls bis zu eine Woche auf sich warten lassen. Was also tun? 

Hersteller verspricht "bequeme Probenentnahme für zu Hause"

Ein recht neues Angebot zum Nachweis einer akuten Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 scheint hier verlockend: ein PCR-Selbsttest für zu Hause. Kosten: rund 80 Euro. Auswertung in einem Labor. t-online Redakteurin Nicole Sagener hat den Test ausprobiert. Wie er funktioniert sehen Sie oben im Video oder hier.

Schlange für einen PCR-Test: Der Bedarf an Testungen wächst mit steigenden Corona-Zahlen. (Quelle: Reuters/Benoit Tessier)Schlange für einen PCR-Test: Der Bedarf an Testungen wächst mit steigenden Corona-Zahlen. (Quelle: Benoit Tessier/Reuters)

"Probenentnahme bequem und diskret zu Hause durchführen und den Test beauftragen", verspricht der Hersteller auf seiner Seite. Das Sammeln einer Probe sei einfacher als das Zähneputzen. 

Wie verlässlich ist das Ergebnis?

Tatsächlich ist der Test innerhalb von ein bis zwei Minuten gemacht – Würgereiz inklusive. Ob der Abstrich im Rachen korrekt durchgeführt wurde, ist allerdings unklar. Auch, wie viel Geduld bis zum Testergebnis nötig ist, bleibt offen. Vom Hersteller heißt es nur, es sei innerhalb von zwölf bis 24 Stunden nach Probeneingang über das gesicherte Onlineportal abrufbar.

Der Haken: Bis die Probe vom Kurier abgeholt wurde und beim Labor eingegangen ist, vergehen im Selbstversuch mehr als zwei Tage. Das endgültige Ergebnis ist letztlich dreieinhalb Tage nach Bestellung des Testsets abrufbar. 

Fazit: Sicherheit gibt es nicht

Der Selbsttest bringt vermutlich nicht in jedem Fall ein verlässliches Ergebnis, weil ein korrekt durchgeführter Abstrich nicht sichergestellt werden kann. Das ist riskant, weil falsch negative Ergebnisse – also nicht erkannte Infektionen – Folgen haben können: Potenzielle Superspreader  isolieren sich nicht und können folglich viele weitere Menschen infizieren.

Wann wird ein PCR-Test durchgeführt?

Personen mit typischen Corona-Symptomen werden in der Regel mit der sogenannten PCR-Methode getestet, die das Erbgut des Virus nachweist. Die Probe dafür wird über einen Abstrich aus Rachen oder Nase gewonnen und dann im Labor untersucht. Der Test gilt als die bislang genaueste Testmethode. Auch hier können allerdings Fehler nicht ausgeschlossen werden. Wie verlässlich das Ergebnis ist, kann von der Qualität der Proben, deren Transport und dem Zeitpunkt der Testung im Verlauf der Covid-19-Erkrankung abhängen. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass man sich kurze Zeit vor dem Abstrich noch angesteckt haben könnte.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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