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Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen: Diese Landkreise sind betroffen

Ermittlungen eingeleitet  

Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen entdeckt

16.07.2021, 10:36 Uhr | AFP, rtr, dpa

Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen: Diese Landkreise sind betroffen. Afrikanische Schweinepest: Hausschweine waren bisher nicht betroffen gewesen. (Quelle: Getty Images/deyanarobova)

Afrikanische Schweinepest: Hausschweine waren bisher nicht betroffen gewesen. (Quelle: deyanarobova/Getty Images)

Bisher waren nur Fälle bei Wildschweinen bekannt – doch nun wurde die Afrikanische Schweinepest hierzulande auch bei Hausschweinen festgestellt. Zwei Landkreise sind betroffen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland erstmals bei Hausschweinen aufgetreten. Die positiv getesteten Schweine stammen aus einem Bio-Betrieb im Landkreis Spree-Neiße und einer Haltung im Landkreis Märkisch-Oderland, wie das Verbraucherschutzministerium des Bundeslandes mitteilt.

Damit liegen auch die Fälle bei Hausschweinen in den bereits von der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen betroffenen Landkreisen nahe der polnischen Grenze. Um die betroffenen Betriebe sollen jetzt Schutzzonen und Überwachungszonen eingerichtet werden. Beide Bestände seien nach den Befunden sofort von den Veterinärämtern gesperrt worden.

Der betroffene Betrieb im Landkreis Spree-Neiße hat nach Angaben des Ministeriums 200 Schweine. Sie alle würden getötet und "unschädlich beseitigt", heißt es. Bei dem betroffenen Bestand in Märkisch Oderland handelt es sich demnach um eine Kleinsthaltung mit nur zwei Tieren.

Ursache der Übertragung finden

Das Virus bei den Hausschweinen wurde den Angaben zufolge zunächst vom Landeslabor Berlin-Brandenburg nachgewiesen. Der Befund wurde dann vom nationalen Referenzlabor, dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI), bestätigt.

Die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) erklärt, es sei jetzt wichtig, möglichst rasch die Ursache der Übertragung des Virus auf die Hausschweine zu finden. Die entsprechenden Ermittlungen seien eingeleitet worden. Nonnemacher appellierte an die Landwirte, "die strengen Biosicherheitsmaßnahmen strikt weiter einzuhalten, gerade auch in Kleinstbetrieben, um weitere Ausbrüche in Hausschweinehaltungen zu verhindern".

Hausschweine bisher nicht betroffen

Bislang war die ASP in Brandenburg bei insgesamt 1.267 Wildschweinen festgestellt worden. Hausschweine waren hingegen bisher nicht betroffen gewesen. Zur Abwehr der aus Polen kommenden ASP hatten die brandenburgischen Behörden einen festen Zaun entlang der Oder und Neiße errichten lassen.

Die ASP verläuft für die befallenen Schweine fast immer tödlich. Für den Menschen und andere Tierarten ist das Virus nicht ansteckend oder gefährlich. Sie kann weder durch den Verzehr von Schweinefleisch, noch durch den Kontakt zu den Tieren auf den Menschen übertragen werden. Eine Impfung gibt es bislang nicht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, Reuters, dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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