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Pulsgeräusch im Ohr kann ein Warnsignal sein

Von Andrea Goesch

04.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Den eigenen Herzschlag im Ohr zu hören, kann quälend und beunruhigend sein. Hält das Geräusch längere Zeit an oder kommt immer wieder, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Den eigenen Herzschlag im Ohr zu hören, kann quälend und beunruhigend sein. Hält das Geräusch längere Zeit an oder kommt immer wieder, sollte ein Arzt aufgesucht werden. (Quelle: wildpixel/getty-images-bilder)
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Nehmen wir den Herzschlag unerwartet wahr, wirkt das mitunter beängstigend. Manchmal stecken ernsthafte Krankheiten dahinter.

Nach dem Sport oder anderen körperlichen Anstrengungen nehmen wir manchmal das Pochen unseres Herzens wahr. In der Regel verschwindet das Geräusch nach kurzer Zeit wieder von selbst. Wenn nicht, könnte ein pulsierender (pulssynchroner) Tinnitus dahinterstecken. Die Auslöser können vielfältig sein und sind nicht immer harmlos.


Tinnitus: die häufigsten Ursachen

1. Lärmschäden. Zu den häufigsten Tinnitus-Ursachen gehören Schalltraumata. Lärm oder ein plötzlicher Knall schaden den Ohren in manchen Fällen so stark, dass sie akustische Reize nicht mehr richtig verarbeiten können - ein lästiger Dauerton ist die Folge.
2. Gehirnerkrankungen. Im Gehirn findet die Verarbeitung akustischer Signale statt. Kommt es dort zu einer Entzündung oder entsteht gar ein Tumor, kann das Tinnitus auslösen.
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Wie kommt es zu hörbaren Pulsgeräuschen?

Der pulssynchrone Tinnitus fällt in die Kategorie "objektiver Tinnitus". Es handelt sich dabei um ein natürliches Geräusch, das von einer realen Schallquelle in direkter Nähe zum Innenohr erzeugt wird: dem rauschenden Blutfluss in den Blutgefäßen. Bei den meisten Betroffenen tritt diese Form des Tinnitus nur auf einem Ohr auf, sie kann aber auch beide Ohren betreffen.

Da der Puls im Ohr eine objektive Wahrnehmung ist, kann ihn ein Arzt im Rahmen einer Kopfuntersuchung leicht diagnostizieren. Bildgebende Verfahren wie eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) können dazu beitragen, die Ursache der Pulsschläge im Ohr genauer zu ermitteln.

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Vorübergehend oder dauerhaft

In vielen Fällen ist ein pulssynchroner Tinnitus kein Grund zur Besorgnis und verschwindet innerhalb von kurzer Zeit von selbst. Bei jungen Leuten entsteht das Ohrgeräusch häufig durch Hören lauter Musik mit Kopfhörern oder nach einem Konzertbesuch.

Bleibt das Geräusch jedoch bestehen oder kommt immer wieder, kann das ein Symptom für ein tiefer gehendes Problem sein und sollte daher von einem Arzt abgeklärt werden. So kann beispielsweise die langfristige Einnahme von Arzneimitteln wie Antibiotika oder Diuretika (entwässernde Medikamente) zu dauerhaftem Ohrpochen führen.

In seltenen Fällen können auch Erkrankungen der Kopf- und Halsgefäße einen pulssynchronen Tinnitus hervorrufen. Hierzu gehören:

  • Fisteln und Blutschwämme an Venen und Arterien
  • Gefäßeinengungen (Stenosen) bei Atherosklerose oder ein Gefäßwandeinriss
  • Aneurysmen (Aussackungen an der Wand von Blutgefäßen, meist Arterien) darüber
  • Tumore in oder nahe der Schädelbasis
  • Anomalien von Venen
  • Gewebestrukturen, die auf die Halsgefäße drücken und sie einengen wie zum Beispiel Knochenspor

Stress als Auslöser für Tinnitus

Auch psychische Faktoren wie Stress, innere Anspannung und psychische Belastungen stehen in Zusammenhang mit dem rhythmischen Pochen im Ohr.

"Stress kann einen pulssynchronen Tinnitus begünstigen oder verstärken", erklärt der Kardiologe Professor Thomas Meinertz in der "Herzsprechstunde" der Deutschen Herzstiftung. "In Stresssituationen verengen sich bekanntlich die Blutgefäße und die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes erhöht sich."

Pochen im Ohr als Hinweis auf Bluthochdruck

Meinertz weist darauf hin, dass Patienten mit Bluthochdruck häufig von einem pulssynchronen Tinnitus betroffen seien. "Meist wird dann auch der Pulsschlag im Ohr stärker – und wird gerade, wenn es in der Umgebung ruhiger wird, noch deutlicher im Ohr wahrgenommen."

Der Kardiologe empfiehlt daher, bei hörbaren Pulsgeräuschen den Blutdruck beim Arzt kontrollieren zu lassen. Besonders im fortgeschrittenen Alter veränderten sich die Gefäße und würden steifer. Daher könnten erhöhte Blutdruckwerte auftreten, auch wenn das in jüngeren Fällen nicht der Fall gewesen sei.

In jedem Fall sollten Betroffene lernen, ihren Stress zu kontrollieren, rät Meinertz. Entspannungsübungen wirkten sich sowohl positiv auf den Blutdruck aus als auch auf einen möglichen Tinnitus. Sollte sich keinerlei Besserung einstellen, könne durch eine gründliche ärztliche Untersuchung nach weiteren möglichen Ursachen gesucht werden, die einen starken Puls im Ohr erklären können.

Wie wird ein pulssynchroner Tinnitus behandelt?

Die Therapiemöglichkeiten eines pulssynchronen Tinnitus hängen von seinen Ursachen ab. Wird das Ohrgeräusch durch Bluthochdruck oder durch ein Venen- oder Arterienleiden verursacht wird, kann es mit entsprechenden Medikamenten und gezielten Veränderungen des Lebensstils behandelt werden. Zu diesen gehören regelmäßige Bewegung, Rauchstopp und Stressreduktion.

In manchen Fällen lassen sich die Ursachen medikamentös behandeln. Im Fall von Gefäßverengungen oder anatomischen Anomalien müssen sie chirurgisch behoben werden

Lernen, das Geräusch auszublenden

Wenn der Arzt keinen spezifischen Auslöser finden kann, besteht die Behandlung darin, den bestmöglichen Umgang mit der Erkrankung zu erlernen. Konkret heißt das: Die Betroffenen müssen lernen, die Tinnitusgeräusche weitgehend zu ignorieren und so deren Auswirkungen auf Ihren Alltag zu minimieren.

Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen können hierbei ebenso hilfreich sein wie eine Klangtherapie, eine kognitive Verhaltenstherapie oder eine gezielte Tinnitus-Retraining-Therapie. Bei dieser speziellen Therapieform wird die Verarbeitung des Tinnitus im zentralen Nervensystem und somit die bewusste Wahrnehmung in den Mittelpunkt gestellt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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