Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Krebs-Erkrankungen >

Krebs durch Kummer gibt es nicht

Hartnäckiger Mythos  

Krebs durch Kummer gibt es nicht

02.09.2015, 16:17 Uhr | bri

Krebs durch Kummer gibt es nicht. Kummer kann auch auf die Gesundheit schlagen. Krebs hat jedoch andere Ursachen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kummer kann auch auf die Gesundheit schlagen. Krebs hat jedoch andere Ursachen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer häufig Sorgen und Kummer mit sich herumschleppt, neigt eher zu Krebs. Der Mythos vom "Kummer-Krebs" hält sich deshalb hartnäckig. Studien aus den USA und Dänemark zeigen jedoch, dass es keinen Zusammenhang zwischen bestimmten Charaktereigenschaften und dem Entstehen von Krebs gibt.

Vor allem Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig auf psychische Leiden zurückgeführt. Mittlerweile geht die Forschung aber davon aus, dass eher die Lebensweise die Entstehung von Krebs beeinflusst.

Auch Optimisten bekommen Krebs

Ein Forscherteam der dänischen Krebsgesellschaft untersuchte bei 976 Krebspatienten, ob sie Zeichen von Kummer, Übermüdung und Demoralisierung zeigten. Das Ergebnis: Die unglücklichen Menschen waren keineswegs zahlreicher vertreten.

Keine höhere Todesrate

Auch nach Ausbruch einer Krebserkrankung sind die Pessimisten nicht schlechter dran als die Optimisten. Der Psychologe Dr. James Coyne von der Universität von Pennsylvania untersuchte zehn Jahre lang die psychische Verfassung von über 1000 Krebspatienten. Rund 600 sind in jener Zeit gestorben, jedoch waren darunter nicht mehr Menschen mit eher traurigem Charakter. "Weder direkt noch indirekt hat der Gefühlszustand etwas mit der Prognose von Krebs zu tun", sagte er gegenüber dem Fachmagazin Cancer.

Kummer-Krebs nie wissenschaftlich belegt

Der Mythos vom "Kummer-Krebs" oder von der typischen Krebspersönlichkeit kam durch Studien auf, die nicht aussagekräftig seien, so der Forscher. Die Studien seien an sehr wenigen Patienten durchgeführt worden, die außerdem an unterschiedlichen Krankheiten litten.

Genuss-Sucht macht krank

Heute sehen Wissenschaftler vor allem im Lebensstil Faktoren, die Krebs begünstigen. Wie ein Bericht der Britischen Krebsgesellschaft bestätigt, hat die Zahl der prinzipiell vermeidbaren Krebserkrankungen in den letzten zehn Jahren drastisch zugenommen. Aus den Statistiken geht ein deutlicher Anstieg von Haut-, Mund-, Gebärmutterhals- und Nierenkrebs hervor.

Die Ursache liegt nach Auffassung der Autoren in einem ungesunden, von Genussucht geprägten Lebensstil. "Ausschweifende Sonnenbäder, Übergewicht, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum erhöhen das Risiko um ein Vielfaches", kommentiert Lucy Morrish von der Krebsgesellschaft das Ergebnis der Studie. Im "Europäischen Kodex gegen den Krebs" haben internationale Experten Empfehlungen zusammengestellt, die helfen sollen, das persönliche Krebsrisiko zu senken.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Perfekt modischer Auftritt bei jedem Geschäftstermin
zum klassisch-coolen Blazer
Anzeige
Ihr Geschenk: Amazon Echo Show 5™
smart abstauben: bei kobold.vorwerk.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal