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Krebsforschung: Kaffee senkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs

KAFFEE  

Kaffee senkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs

01.09.2008, 13:02 Uhr | bri/afp

Kaffee senkt das Krebsrisiko. (Foto: Archiv)Kaffee senkt das Krebsrisiko. (Foto: Archiv)Wieder wurde eine positive Eigenschaft von Kaffee entdeckt: Eine Studie aus Japan hat belegt, dass tägliches Kaffeetrinken das Risiko für Gebärmutterhalskrebs senkt. Kaffee hat sich mittlerweile zu einem wahren Gesundheitstrunk gemausert. Vorbei sind die Zeiten in denen Kaffee angeblich den Körper austrocknen, den Blutdruck in die Höhe treiben und sogar süchtig machen sollte. Wir haben einen Experten gefragt, wie gesund Kaffee wirklich ist.

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Mit gutem Gewissen Kaffee trinken

"Bei drei bis vier Tassen Filterkaffee pro Tag braucht sich niemand Sorgen um seine Gesundheit zu machen", sagt der Wiener Ernährungswissenschaftler Gernot Faustmann. "Dass Kaffee den Körper entwässert, ist längst überholt: Das Getränk besteht zu fast 100 Prozent aus Wasser und trägt zum Flüssigkeitszufuhr bei," erklärt Faustmann.

Krebsschutz durch Kaffee

In der Studie aus Japan haben die Forscher die Ernährungsgewohnheiten von 54.000 Frauen untersucht und das über einen Zeitraum von 15 Jahren. Den Wissenschaftlern fiel auf: Wenn Frauen mehr als drei Tassen täglich tranken, hatten sie ein um 60 Prozent niedrigeres Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Der Grund für die Schutzwirkung: Kaffee senkt den Insulinspiegel im Körper. Das wiederum mindere das Risiko für den Krebs, sagen die Forscher.

Kaffee als Krebsvorsorge?

Auch bei anderen Krebsarten lassen Studien vermuten, dass Kaffee eine Schutzwirkung hat - zum Beispiel bei Leberkrebs. Forscher aus Italien hatten zehn Studien ausgewertet und entdeckt, dass Kaffeetrinker seltener an Leberkrebs erkrankten. "Dennoch sollte man jetzt nicht glauben, Kaffee könne man quasi zur Krebsvorsorge trinken. Es hängt schließlich nicht von einem Lebensmittel ab, ob man an Krebs erkrankt oder nicht", erklärt Faustmann.

Dürfen Schwangere Kaffee trinken

Viele als negativ verschriene Wirkungen des Kaffees gehören mittlerweile ins Reich der Mythen: Selbst Schwangeren ist Kaffee erlaubt. "Zwar belegte vor kurzem eine Studie, dass zu viel Koffein das Risiko für Fehlgeburten erhöht, jedoch besteht dieser Zusammenhang erst bei acht Tassen täglich", sagt Faustmann. Ein bis zwei Tassen pro Tag seien für Schwangere kein Problem.

Und was ist mit dem Herz?

Koffein wirkt anregend und erhöht kurzfristig den Blutdruck. Deshalb wurde auch jahrelang gewarnt, Kaffee steigere das Infarktrisiko. Doch auch das ist inzwischen widerlegt. "Nur bei sehr hohen Dosen von sieben bis zehn Tassen ist überhaupt ein Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem denkbar", erklärt Faustmann. Außerdem tritt bei ständigem Konsum von Koffein eine Gewöhnung ein, der Körper reagiert nicht mehr so stark darauf.

Kaffee schützt vor Diabetes

Viel besser ist der Schutz vor Altersdiabetes (Diabetes Typ 2) erforscht. Laut einer Studie aus Finnland ist das Diabetesrisiko bei Kaffeetrinkern um rund die Hälfte geringer. "Die Studien aus Finnland haben eine Schutzwirkung bewiesen. Manche Forscher empfehlen sogar, täglich Kaffee zu trinken", sagt Faustmann.

Und süchtig macht er auch nicht

Viele Menschen brauchen ihren Kaffee und glauben, ohne die ein zwei Tassen nicht über den Tag zu kommen. Doch süchtig macht Kaffee nicht, denn es treten nicht die typischen Sucht-Symptome auf wie bei Alkohol oder anderen Drogen. Die Dosis muss nicht ständig erhöht werden, auch verlieren Kaffeetrinker nicht die Kontrolle über ihren Konsum.

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