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Krebsforschung: Allergien können vor Krebs schützen

Gesundheit | Allergien gegen Krebs  

Allergien können vor Krebs schützen

14.11.2008, 13:47 Uhr | AP/ali

Forscher: Das Immunsystem von Allergikern ist besser gegen Krebs gerüstet. (Foto: imago)Forscher: Das Immunsystem von Allergikern ist besser gegen Krebs gerüstet. (Foto: imago)Wer unter Allergien leidet, dem sei diese Nachricht ein kleiner Trost. Die lästigen Symptome von Allergien wie tränende Augen oder Juckreiz können eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs haben. Das haben Forscher der Cornell Universität in New York herausgefunden. Sie hatten 646 Studien zum Thema Allergien und Krebs ausgewertet. Die Forscher vermuten im Fachblatt „The Quarterly Review of Biology“, dass das Immunsystem mit der Abwehreaktion auch Krebs erregende Stoffe abstößt.

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Überreaktion des Immunsystems schützt

Die bislang umfangreichste Analyse der bisherigen Studienlage zeigt, dass die Überreaktion des Immunsystems jenes Körpergewebe vor Tumoren schützt, das Umwelteinflüssen direkt ausgesetzt ist. Dazu zählen Haut, Lunge, Mund und Rachen, Magen und Darm sowie Gebärmutter und Gebärmutterhals. Bei Brust oder Prostata sei dies jedoch nicht so, berichten die Forscher.

Bereits Symptome sollen schützen

Die Experten sehen eine Schutzfunktion gegen Krebs vor allem in Heuschnupfen, Ekzemen, Nesselsucht sowie in Allergien gegen Lebensmittel und Tiere. Studienleiter Paul Sherman ist der Meinung, dass bereits die Symptome von Allergien schützen können. Durch Niesen zum Beispiel würden Fremdkörper aus dem Körper entfernt, die bei der Bildung von schädlichem Gewebe eine Rolle spielten.

Allergiker weniger mit Giften belastet

Auch Giftstoffe, die direkt oder indirekt Krebs auslösen können, stößt das Immunsystem mit der Abwehreaktion ab, so die Forscher. Dies deckt sich den Angaben zufolge mit der Beobachtung, dass der Organismus von Allergikern im Vergleich zu anderen Menschen weniger mit Umweltgiften belastet ist. Die Neurobiologen glauben, dass Allergien nicht einfach nur Störungen des Immunsystems sind, sondern den Betroffenen letztlich einen Überlebensvorteil bieten.

Kein Schutz durch Asthma

Eine Ausnahme ist jedoch Asthma. Die erhöhte Lungenkrebs-Gefahr erklären die Forscher damit, dass die Erkrankung die Fähigkeit mindert, Schleim aus der Lunge zu entfernen.


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