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Hautkrebs: Hellhäutige haben 50 Prozent Krebsrisiko

HAUTKREBS  

Hellhäutige haben 50 Prozent Hautkrebsrisiko

08.06.2009, 11:25 Uhr | dpa

Hautkrebs wird zur Volkskrankheit. (Foto: imago)Hautkrebs wird zur Volkskrankheit. (Foto: imago)In Deutschland bekommen immer mehr Menschen Hautkrebs. So gab es 2008 bundesweit 135.000 neue Fälle. Ein Grund für den Anstieg sind exzessive Sonnenbäder und veränderte Freizeitaktivitäten im Freien. "Das Risiko, während seines Lebens einmal an Hautkrebs zu erkranken, liegt bei Weißhäutigen in westlichen Industrienationen inzwischen bei fast 50 Prozent", sagt Andreas Arnold, Oberarzt der Hautklinik in Greifswald, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings gehen die Betroffenen auch früher zum Arzt.

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Küste ist Risikogebiet

Jährlich werden in Deutschland rund 140 000 Neuerkrankungen registriert. Damit sind Hauttumore die häufigsten Krebserkrankungen. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, ist für die Bewohner von Küstenregionen höher, als für Menschen im Binnenland. Ursache ist die höhere Lichtbelastung, der die Menschen am Meer beruflich bedingt oder während ihrer Freizeit ausgesetzt sind.

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Einfache Regel zur Krebserkennung

Der Dermatologe spricht sich für einfache Regeln zur Selbstfrüherkennung des schwarzen Hautkrebses aus. "Die gängige ABCDE-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, Colorit, Durchmesser und Erhabenheit) ist für Laien kompliziert. Zudem wird eine Mindestgröße des Tumors von fünf bis sechs Millimeter gefordert. "Dies ist jedoch ein unsicheres Kriterium, weil kleine Tumore so ausgeschlossen werden. Arnold plädiert deshalb für eine FFF-Regel. "FFF steht dabei für Veränderungen in Fläche, Form und Farbe." Das bedeute, das Pigmentmal werde größer, unregelmäßiger und in der Regel dunkler.

Menschen gehen früher zum Arzt

Dank wirksamer Aufklärungs-Kampagnen gehen nach Einschätzung des Mediziners die Menschen inzwischen früher zum Arzt als noch vor zwanzig Jahren. Dadurch sei die durchschnittliche Tumordicke eines schwarzen Hautkrebses zum Zeitpunkt der Erstbehandlung zwischen 1980 und 1997 von 2,5 auf 1,5 Millimeter gesunken, sagt Arnold. "Je früher ein Hautkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen." Beim Basalzellkarzinom (weißer Hautkrebs) liegen die Heilungschancen bei über 95 Prozent. Beim deutlich gefährlicheren malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) könnten die Überlebenschancen auf deutlich unter 50 Prozent sinken, wenn der Krebs spät erkannt wird.

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