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Zahl der Brustkrebsfälle gesunken

Weniger Brustkrebs  

Zahl der Brustkrebsfälle gesunken

31.07.2009, 16:09 Uhr | cme

Brustkrebs: Die Zahl der Neuerkrankungen geht zurück. (Foto: Archiv)Brustkrebs: Art der Nahrungsaufnahme kann das Risiko senken. (Foto: Archiv)Seit die Frauen in Deutschland weniger Hormone in den Wechseljahren einnehmen, ist die Zahl der Brustkrebs-Fälle gesunken. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) nahmen im Jahr 2000 noch dreimal so viele Frauen Hormone ein wie im Jahr 2008. Nun habe eine Studie bestätigt, dass seitdem auch weniger Brustkrebsfälle auftreten: Bei den 50- bis 59-Jährigen sank die Zahl zwischen 1996 und 2005 um 12 Prozent, wie die TK erklärte.

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Zusammenhang zwischen Hormontherapie und Brustkrebs belegt

Wie die TK mitteilte, nahmen im Jahr 2000 noch 37 Prozent der Frauen zwischen 45 und 65 Jahren Hormone ein, um die Auswirkungen der Wechseljahre zu lindern. 2008 lag der Anteil nur noch bei 11,6 Prozent. "Das aktuelle Material bestätigt nun, dass es einen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und der Einnahme von Hormonen in den Wechseljahren gibt", sagte Sabine Voermans, Leiterin des Gesundheitsmanagements der Kasse. Jährlich erkranken in der Bundesrepublik etwa 57.000 Frauen an Brustkrebs. Der Großteil ist zwischen 45 und 65 Jahren alt und damit in den Wechseljahren. Früher waren während der Menopause Medikamente mit Östrogen-Gestagen-Präparaten beliebt, um damit Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen.

Risiken erst seit wenigen Jahren bekannt

Erst vor wenigen Jahren wurden die Risiken der Hormonpräparate klar: "Wer Hormone einnimmt, ist häufiger von Brustkrebs, Herzinfarkten, Schlaganfällen und Thrombosen betroffen", erklärte Voermans. "Auf 10.000 Frauen, die Östrogene und Gestagene einnehmen, kommen pro Jahr etwa acht zusätzliche Brustkrebsfälle." Eine aktuelle Studie aus Dänemark gehe zudem davon aus, dass auch jeder 20. Eierstockkrebs auf die Hormonersatztherapie zurückzuführen sei.

Früherkennung durch Abtasten und Mammografie

Noch immer gehört Brustkrebs bei Frauen in Deutschland zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen - vor Darm- und Lungenkrebs. Dabei sind die Überlebensraten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Neben dem Mammografie-Screening, das seit Anfang des Jahres kostenlos für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren angeboten wird, ist auch das Selbstabtasten der Brust eine wichtige Maßnahme, um den Krebs im Frühstadium zu erkennen.

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