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Hautkrebs: Welche Krankenkassen die beste Vorsorge bieten

Hautkrebs  

Welche Kassen die beste Hautkrebsvorsorge bieten

06.08.2012, 12:51 Uhr | tze

Hautkrebs: Ein Arzt untersucht Haut mit einem  Auflichtmikroskop. (Foto: dpa)Ein Arzt untersucht Haut mit einem Auflichtmikroskop. (Foto: dpa)Hautkrebs wird zur Volkskrankheit. Jährlich erkranken daran in Deutschland rund 140.000 Menschen. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser kann er geheilt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen haben vor einem Jahr eine kostenlose Hautkrebsfrüherkennung ins Programm genommen - Standard ist ein Screening alle zwei Jahre für Versicherte ab 35. Aber immer mehr jüngere Menschen bekommen Hautkrebs. Das mag ein Grund dafür sein, dass einige Kassen das Mindestalter herabgesetzt haben oder erweiterte Leistungen zur Hautkrebsvorsorge anbieten. Die Stiftung Warentest hat die Leistungen verschiedener Krankenkassen verglichen.


Welche Kassen umfangreiche Hautkrebsvorsorge bieten

Für das reguläre Hautkrebs-Screening im Zweijahresturnus muss man keine Praxisgebühr bezahlen. Gesetzlich Krankenversicherte sollten sich bei ihrer Kasse gezielt nach dem Umfang der Hautkrebsvorsorge erkundigen, da die erweiterten Leistungen variieren - bei großen Krankenkassen sogar von Bundesland zu Bundesland. In ihrem Internetportal zeigt die Stiftung Warentest eine Tabelle, die die Hautkrebsvorsorge größten gesetzlichen Krankenkassen sowie Ersatz-, Betriebs-, und Innungskrankenkassen vergleicht. Sehr umfangreiche Leistungen bescheinigt die Stiftung Warentest der IKK Südwest, der Gmünder Ersatzkasse (GEK) - die nun mit der Barmer fusioniert - und der BKK Gesundheit. Sie bieten ihren Versicherten ein jährliches Hautkrebs-Screening - einige ohne Altersbeschränkung, andere ab 12 oder 20 Jahren.

Regionale Unterschiede im Vorsorgeangebot

Die AOK - mit rund 24 Millionen Mitgliedern die größte gesetzliche Krankenkasse - bleibt im gesetzlichen Standard der zweijährigen Vorsorge. Dass aber AOK-Versicherte im Rheinland und in Hamburg schon ab 18 ein kostenloses Hautkrebs-Screening bekommen, in Westfalen ab 20 und in anderen Regionen erst ab 35, liegt an den Strukturen des Krankenkassenwesens. Die AOK und andere große Krankenkassen gliedern sich in eigenständige Regionalverbände, die mit der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung ihres Bundeslandes Rahmenverträge über die ärztlichen Leistungen schließen.

Stiftung Warentest Erweiterte Leistungen bei Hautkrebsvorsorge

So läuft die Untersuchung ab

Das Hautkrebs-Screening nimmt entweder ein entsprechend geschulter Hausarzt oder ein Facharzt vor. Zur Standard-Hautkrebsvorsorge gehört ein Vorgespräch, eine Ganzkörperinspektion der gesamten Haut einschließlich der Kopfhaut sowie eine anschließende Beratung und Aufklärung über persönliche Risikofaktoren. Die Arbeitsgemeinschaft dermatologische Prävention rät, vor der Untersuchung auf Make-up und Nagellack zu verzichten und Körperschmuck abzulegen. Der Arzt muss alle Hautpartien und mögliche Pigmentstörungen betrachten können, da Hautkrebs sich überall bilden kann. Gerade der so genannte weiße Hautkrebs bleibt unter Make-up leicht unentdeckt.

Untersuchung mit Auflichtmikroskop kostet oft extra

Üblicherweise untersucht der Arzt die Haut mit bloßem Auge unter einer hellen Lampe, was nach Meinung von Experten ausreicht, um verdächtige Veränderungen zu erkennen. Zusätzlich kann der Arzt ein Auflichtmikroskop verwenden, das ihm ermöglicht, Hautstellen mit zehnfacher Vergrößerung unter die Lupe zu nehmen. Aber diese Untersuchung zählt nicht zum gesetzlich vorgeschriebenen Umfang der Hautkrebsvorsorge und muss unter Umständen vom Versicherten aus eigener Tasche bezahlt werden. Daher rät die Stiftung Warentest, dies mit der Krankenkasse und dem Arzt abzuklären. Mittlerweile böten auch einige Krankenkassen wie etwa die GEK und die Knappschaft die Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop als erweiterte Leistung für ihre Versicherten an.

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