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Darmkrebs: Kann Aspirin eine Erkrankung verhindern?

Kann Aspirin vor Darmkrebs schützen?

16.09.2010, 13:48 Uhr | wve

Darmkrebs: Kann Aspirin eine Erkrankung verhindern?. Studie: Aspirin schützt vor Darmkrebs. (Foto: imago)

Studie: Aspirin schützt vor Darmkrebs. (Foto: imago)

In Deutschland erkranken rund 45.000 Menschen jedes Jahr an Darmkrebs. Obwohl man bei einer Früherkennung gute Heilungschancen hat, sterben jährlich etwa 20.000 Männer und Frauen deutschlandweit daran. Jetzt haben Forscher im „British Medical Journal“ eine Studie vorgestellt, die Hoffnung macht. Danach soll eine regelmäßige Einnahme von Aspirin das Risiko senken, an Darmkrebs zu erkranken.

Über 5000 Teilnehmer wurden fünf Jahre beobachtet

Eine Untersuchung an der Universität von Edinburg ergab, dass bereits eine kleine Menge des Aspirin-Wirkstoffs Acetylsalicylsäure Darmkrebs vorbeugen kann. Dazu wurden 2800 Darmkrebspatienten und 3000 gesunde Menschen über fünf Jahre beobachtet und zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. In regelmäßigen Abständen mussten die Teilnehmer darüber Auskunft geben, was sie essen und trinken, ob sie rauchen und wie ihr Lebensstil aussieht, da diese Umstände das Darmkrebsrisiko beeinflussen.

Aspirin kann vor Darmkrebs schützen

Die Forscher aus Edinburg wollten aber auch wissen, ob die Probanten regelmäßig Aspirin einnehmen. So kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass bereits nach einem Jahr, das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, um 22 Prozent gesunken war, wenn man täglich 75 Milligramm Aspirin einnimmt. Diese Menge ist kleiner als die für Kinder empfohlene Dosis. Im Vergleich: Eine Aspirin Tablette enthält 500 Milligramm Acetylsalicylsäure. Die Studie ergab ebenfalls, dass das Risiko weiter sinkt, je länger man das Mittel in einer geringen Dosierung einnehme. Für die Personen, die bereits an Darmkrebs erkrankt waren, ließ sich unter der regelmäßigen Einnahme jedoch kaum ein Vorteil erkennen 

Die Vor- und Nachteile mit einem Arzt besprechen

Dennoch sollte Aspirin nicht leichtfertig eingenommen werden. Bevor Sie Medikamente über einen längeren Zeitraum einnehmen, sollten Sie auf jeden Fall mit einem Arzt darüber sprechen. Denn bei gewissen Vorerkrankungen, beispielsweise einer Gerinnungsstörung, kann Aspirin mehr schaden als nützen. Ein Arzt kann dann abwägen, ob diese Behandlung für Sie in Frage kommt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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