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Lungenkrebsrisiko lässt sich durch Obst und Gemüse senken

Wie Raucher ihr Lungenkrebsrisiko senken

25.11.2010, 11:06 Uhr | ag

Lungenkrebsrisiko lässt sich durch Obst und Gemüse senken. Obst und Gemüse reduzieren bei Rauchern das Krebsrisiko. (Foto: dpa)

Obst und Gemüse reduzieren bei Rauchern das Krebsrisiko. (Foto: dpa)

Raucher können ihr Lungenkrebsrisiko um knapp ein Viertel mindern, wenn Obst und Gemüse häufig auf ihrem Speiseplan stehen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler am Imperial College in London , die in einer groß angelegten europäischen Studie die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Lebensstil, Umweltfaktoren und Krebs untersuchten.

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Achtmal Obst und Gemüse am Tag zur Lungenkrebsprävention

Im Rahmen der Studie "European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition" (EPIC) untersuchten die Forscher über 500.000 Menschen. Dabei stellten sie fest, dass das Lungenkrebsrisiko bei Rauchern um bis zu 23 Prozent sinkt, wenn diese im Durchschnitt mehr als acht Gemüse- und Obstsorten pro Tag verzehren. Die alte Regel, dass fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag die beste Vorsichtsmaßnahme gegen Krebs ist, wird somit erweitert. Wer regelmäßig zur Zigarette greift, sollte demnach in noch stärkerem Maße als Nichtraucher auf eine vitaminreiche Ernährung achten.

Vier Prozent weniger Risiko für jede weitere Gemüsesorte

Dabei kommt es vor allem auf die Vielfalt an. Wie die Studie belegt, kann jedes zusätzliche Frucht- oder Blattgemüse das Lungenkrebsrisiko um weitere vier Prozent reduzieren. So traten bei Rauchern seltener Lungenkarzinome auf, wenn – unabhängig von der verzehrten Menge – verschiedene Obst- und Gemüsesorten auf dem Speiseplan standen.

Das Geheimnis der Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffe

Welche Nährstoffe in Obst und Gemüse für den Schutzeffekt verantwortlich sind, ist aber noch nicht näher erforscht. "Wir vermuten, dass insbesondere die Kombination verschiedener Inhaltsstoffe, wie Antioxidantien einschließlich der Vitamine C und E oder sekundäre Pflanzenstoffe eine Rolle spielen", erklärt Privatdozent Jakob Linseisen vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Die EPIC-Daten legen aber der Bevölkerung nahe, möglichst viel frisches Obst und Gemüse zu essen.

Rauchen bleibt der größte Risikofaktor für Krebs

Vergessen sollte man aber nicht: Rauchen gilt nach wie vor als der größte Risikofaktor für Krebserkrankungen. Die Wirkung des Obstverzehrs ist klein im Vergleich dazu, was man bewirkt, wenn man mit dem Rauchen aufhört. So ist der blaue Dunst bei Männern für mindestens ein Viertel der Todesfälle durch Krebs verantwortlich. Hoher Alkoholkonsum und fettes Essen stehen auf Platz zwei und drei der größten Krebsrisiken. Dagegen werden Umweltgifte und Pestizide als Risikofaktoren überschätzt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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