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Aspirin: Kann das Kopfschmerzmittel vor Krebs schützen?

Krebsrisiko  

Studie: Aspirin kann das Krebsrisiko senken

07.12.2010, 08:50 Uhr | dpa / pressetext.de / wve

Aspirin: Kann das Kopfschmerzmittel vor Krebs schützen?. Studie: Aspirin kann das Krebsrisiko senken (Foto: imago)

Studie: Aspirin kann das Krebsrisiko senken (Foto: imago)

Dass die regelmäßige Einnahme von Aspirin das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko reduzieren kann, ist seit längerem bekannt. Jetzt ergab eine Studie: Auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, wird durch die tägliche Einnahme des Schmerzmittels verringert. Vor einer wahllosen Einnahme des Medikaments wird dennoch gewarnt, denn manche Patienten können durch die regelmäßige Aspirineinnahme Probleme mit dem Magen oder dem Darm bekommen.

Das Krebsrisiko sinkt um 25 Prozent

Die britischen Forscher um den Wissenschaftler Peter Rothwell werteten für ihre Studie die Daten von rund 25.000 Patienten aus. Dabei fanden sie heraus, dass die tägliche Einnahme von Aspirin das Krebsrisiko im Schnitt um 25 Prozent senken kann. Die Patienten hatten über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren eine geringe tägliche Dosis des Schmerzmittels eingenommen. In der Folge sei ihre langfristige Sterblichkeitsrate für verschiedene Arten von Krebs gesunken: bei Dickdarmkrebs um 40 Prozent, bei Lungenkrebs um 30 Prozent, bei Prostatakrebs um 10 Prozent und bei Speiseröhrenkrebs sogar um 60 Prozent.

75 Milligramm am Tag reichen aus

Die Dosis, die die Patienten jeden Tag einnahmen, um von einem geringeren Krebsrisiko zu profitieren, lag bei nur 75 Milligramm am Tag. Das ist weniger als die für Kinder empfohlene Dosis. Zum Vergleich: Eine normale Tablette enthält 500 Milligramm des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure. Die Langzeitbeobachtung von rund 12.500 Patienten ergab, dass der schützende Effekt der Tabletteneinnahme rund 20 Jahre anhielt. Das ideale Alter, um mit der Einnahme zu beginnen, liegt laut den Forschern zwischen 45 und 50 Jahren.

Vor der Einnahme mit einem Arzt sprechen

Doch die Tabletten sollten ohne die Absprache mit einem Arzt nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, denn sie können einige andere Beschwerden verursachen. So kann es zu Magenblutungen und sogar Hirnblutungen führen. Bei Schwangeren kann der Stoff in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes gelangen, Kinder können schwere Nebenwirkungen erleiden. Deshalb sollten Schwangere und Kinder Aspirin nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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