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Brustkrebs: Risiko nach den Wechseljahren lässt sich senken

Brustkrebs-Risiko nach Wechseljahren lässt sich senken

18.01.2011, 12:31 Uhr | afp, AFP

Brustkrebs: Risiko nach den Wechseljahren lässt sich senken. Das Brustkrebs-Risiko nach den Wechseljahren lässt sich senken. (Quelle: Archiv)

Das Brustkrebs-Risiko nach den Wechseljahren lässt sich senken. (Quelle: Archiv)

Jede Frau kann ihr Risiko senken, nach den Wechseljahren an Brustkrebs zu erkranken. Etwa 30 Prozent der Fälle könnten durch mehr Bewegung und den Verzicht auf Hormonersatztherapien vermieden werden. Das fanden Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg heraus. In einer aktuellen Studie mit mehreren tausend Frauen analysierten sie Risikofaktoren für Brustkrebs.

Auslöser für Brustkrebs unter der Lupe

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen Faktoren wie die Einnahme von Hormonen zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden ("Hormonersatztherapie"), die körperliche Aktivität sowie Übergewicht und Alkoholkonsum, die bereits aufgrund früherer Untersuchungen als mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs galten.

Hormonersatztherapie ist das größte Risiko

Laut der Heidelberger Studie steigern vor allem die Hormonersatztherapie und Bewegungsmangel das Erkrankungsrisiko für Brustkrebs. So sind knapp 20 Prozent der Brustkrebsfälle nach den Wechseljahren auf Hormonpräparate zurückzuführen und rund 13 Prozent auf den Mangel an körperlicher Aktivität. "Ließen sich in diesen beiden Bereichen Verhaltensänderungen herbeiführen, könnten fast 30 Prozent aller Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren verhindert werden", betonte Studienautorin Karen Steindorf. Alkohol und Übergewicht hätten hingegen einen geringeren Einfluss auf das Brustkrebsrisiko.

Welche Rolle die Hormone und die Gene spielen

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 58.000 Frauen an Brustkrebs. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass unter anderem eine frühe erste Regelblutung, ein spätes Eintreten der Wechseljahre und das gehäufte Auftreten von Brustkrebs in der Familie mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einhergehen. Diese Risikofaktoren machen zusammen rund 37 Prozent aller Fälle von bösartigem Brustkrebs nach den Wechseljahren aus. Allerdings lassen sie sich nicht beeinflussen.

Wie jede Frau ihr Brustkrebs-Risiko beeinflussen kann

Änderungen im Lebensstil hätten Frauen dagegen selbst in der Hand, betonten die Forscher. Sie raten ihnen daher zu mehr Bewegung und einem Verzicht auf Hormonersatztherapie, wo sie nicht unbedingt nötig ist.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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