Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Krebs-Erkrankungen >

Prostatakrebs: Die Handball-Zwillinge Roth haben den Krebs besiegt

Die Handball-Zwillinge Roth haben den Prostatakrebs besiegt

13.02.2012, 18:02 Uhr | Joachim Neußer, dapd, dapd

Prostatakrebs: Die Handball-Zwillinge Roth haben den Krebs besiegt. Prostatakrebs besiegt: Die Zwillinge Michael (l.) und Uli Roth  (Quelle: Pressefoto Roth/dapd)

Michael (l.) und Uli Roth haben den Prostatakrebs besiegt. (Quelle: Pressefoto Roth/dapd)

Die Diagnose Prostatakrebs war niederschmetternd und das sorgenfreie Leben mit einem Schlag vorbei. Es bestand fortan aus Angst, aus unangenehmen Behandlungen und aus der Hoffnung auf Heilung. Kurz hintereinander hatten die Ärzte im April und Juni 2009 bei den Zwillingsbrüdern Michael und Uli Roth Prostatakrebs entdeckt - mit 47 Jahren. Knapp drei Jahre nach der Hiobsbotschaft haben die ehemaligen Handball-Nationalspieler wieder Grund zum Feiern. Die tückische Krankheit ist vorerst besiegt. Am 15. Februar werden beide 50 Jahre alt.

"Jeder Geburtstag ist wie ein neues Leben"

"Wir sind gesund, alles ist wunderbar. Jeder Geburtstag ist wie ein neues Leben. Wir haben keine Angst vor dem Älterwerden", sagt Uli Roth. Sein Bruder ergänzt: "Wir werden in den Geburtstag im engsten Kreise der Familie in Ulis Weinkeller hineinfeiern. Drei Tage später gibt es bei einem Italiener in Heidelberg eine große Party." Die Leichtigkeit ist zurück, beide stehen wieder voll in einem ausgefüllten Leben.

Neues berufliches Glück als Trainer und Musikmanager

Michael Roth ist Trainer des Bundesligist MT Melsungen, Uli hat sein berufliches Glück in der Musik gefunden. Seit vielen Jahren arbeitet er sehr erfolgreich als Manager der Popgruppe Pur. Nicht ohne Stolz sagt er: "Pur ist die erfolgreichste Band in Deutschland. Wir hatten in 30 Jahren zehn Millionen Konzertbesucher und haben zehn Millionen CDs verkauft."

Dem Handball hatte Uli, der fünf Minuten ältere der beiden Brüder, nach seinem Karriereende zehn Jahre lang den Rücken gekehrt. Als aber der gemeinsame Stammverein SG Leutershausen 2005 Insolvenz anmelden musste, sprang er in die Bresche und stellte sich als Manager der "Roten Teufel" zur Verfügung. Die SGL befindet sich in dieser Saison als souveräner Regionalliga-Tabellenführer auf Kurs Richtung 2. Liga.

Aufklärungskampagne über Prostatakrebs

Dass beide Brüder erkrankten, ist nicht ungewöhnlich, denn es gibt eine familiäre Veranlagung für Prostatakrebs. Mit ihrer Krebserkrankung waren die beiden Silbermedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele 1984 in Los Angeles stets offen umgegangen. Sie wollen über Prostatakrebs aufklären. Anstatt abzutauchen, stellten sie sich dem Thema auch in der Öffentlichkeit, präsentierten sich in diversen TV-Sendungen und schrieben zusammen mit Autor Udo Ludwig ein Buch mit dem Titel: "Unser Leben - unsere Krankheit." 25.000 Exemplare wurden verkauft. Auch heute halten sie Vorträge über Prostatakrebs und nehmen mit Medizinern an Symposien teil.

Männer, wacht auf und geht zur Vorsorge!

"Wir haben mit unserer Kampagne einen Boom ausgelöst, ein Thema transparent gemacht, die Männer wachgerüttelt, um zur Vorsorge zu gehen", sagt Michael Roth. Ihre Aufklärungsarbeit trägt Früchte. "Auf unserer Homepage bedanken sich Männer bei uns, dass wir durch unsere Aktion ihr Leben gerettet haben", berichtet Uli Roth: "Es gibt um die 150 Bücher über Frauen, die mit Brustkrebs leben und leiden. Das Thema Prostatakrebs war ein Tabuthema, jetzt ist es gebrochen."

"Der Krebs hat tiefe Spuren in der Seele hinterlassen"

Ein Erfolg, der größer ist als jeder Sieg in einem Handballspiel. Uli trug des Trikot des Deutschen Handballbundes 154-mal, Michael brachte es auf 44 Länderspiele. Schöne Erinnerungen, doch die Brüder haben gelernt in der Gegenwart zu leben. "Für mich waren die letzten sechs Jahre furchtbar: Zwei Schulter-Operationen, eine Kreuzband-OP mit anschließenden Infektionen und dann der Krebs - das war der Horror. Der Krebs hat mein Leben verändert, tiefe Spuren in der Seele hinterlassen", sagt Uli Roth: "Aber wir hatten Glück im Unglück. Da wir seit Jahren regelmäßig zur Vorsorge gehen, konnte der Krebs frühzeitig erkannt und das Übel beseitigt werden."


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal