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Krebsvorsorge: diese Gemüsesorten senken das Krebsrisiko

Krebsvorsorge  

Diese Gemüsesorten schützen vor Krebs

04.06.2013, 14:31 Uhr | ag

Krebsvorsorge: diese Gemüsesorten senken das Krebsrisiko. Fünf Portionen Obst und Gemüse helfen, das Krebsrisiko zu reduzieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fünf Portionen Obst und Gemüse helfen, das Krebsrisiko zu reduzieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei der Entstehung von Krebs spielt Ernährung eine wichtige Rolle. In ihrem Ratgeber "Gesund ernähren - Krebs vorbeugen" (Humboldt Verlag) erläutert die Wissenschaftsjournalistin Gisa Bührer-Lucke, welche Tumore durch falsche Essgewohnheiten begünstigt werden können und zeigt, welche Lebensmittel das Krankheitsrisiko senken. Dabei kommt bestimmten Gemüsesorten eine besondere Schlüsselrolle zu.

Diesen Krebsarten kann man vorbeugen

Rund 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen ließen sich nach Expertenschätzung durch eine gesündere Ernährung vermeiden. Gisa Bührer-Lucke nennt acht Krebsarten, die in direktem Zusammenhang mit falscher Ernährung stehen. Hierzu gehören Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Magenkrebs, Leberkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bei Brustkrebs weist die Autorin auf die Folgen einer fettreichen Ernährung hin, die wiederum Übergewicht und die vermehrte Produktion von Östrogenen verursacht. Dieser Überschuss an Hormonen wirke sich krebsfördernd aus. Ein übermäßiger Verzehr von tierischen Fetten steigere auch das Risiko für Dickdarm-, Gebärmutter-, Eierstock- und Prostatakrebs. Auch regelmäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum erhöhe die Gefahr, an verschiedenen Tumoren zu erkranken. Daneben seien Schimmelpilzgifte auf verdorbenen Lebensmitteln besonders gefährlich für Magen und Leber.

Sieben Sorten Gemüse pro Woche schützen

Im Rahmen einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Kooperation mit dem World Cancer Research Fund (WCRF) fanden Forscher heraus, dass Gemüse eine hohe Schutzwirkung bei Tumoren der Lunge, des Magen-Darm-Traktes, der Brust und der Prostata hat. Kohlarten schützen offenbar besonders vor Dickdarmkrebs, Karotten dagegen senken das Risiko eines Lungenkarzinoms. Sieben verschiedene Gemüse pro Woche empfehlen die Experten. Denn in ihrer Vielfalt wirken die Lebensmittel besonders positiv auf den Körper. Bezüglich der Menge gilt die bekannte Regel "Fünf am Tag". Das heißt: Wer fünf Portionen Obst und Gemüse isst, liefert seinem Körper genau die wertvollen Substanzen, die er zur Krebsprävention benötigt.

Sekundäre Pflanzenstoffe stärken den Zellschutz

Die wirksamsten Akteure im Kampf gegen Krebs sind laut Bührer-Lucke die sekundären Pflanzenstoffe, die in Obst, Gemüse, Salaten und Hülsenfrüchten enthalten sind. Hierzu gehören unter anderem die Sulfide, die vor allem in Knoblauch, Zwiebeln und Lauch vorkommen. "Vor allem die Zwiebel hat sich im Kampf gegen Magenkrebs hevorgetan", sagt Bührer-Lucke und verweist auf eine holländische Studie mit über 120.000 Teilnehmern. Auch der Knoblauch erweise sich als "wahrer Tausendsassa unter den Antikarzinogenen", also den krebsverhindernden Substanzen. Der positive Effekt, so die Autorin, trete vor allem bei Tumoren im Magen-Darm-Trakt, aber auch bei Brustkrebs auf.

Bunte Gemüsesorten als Kämpfer an der Krebsfront

Eine besondere Rolle bei den sekundären Pflanzenstoffen kommt auch den Carotinoiden zu, die reichlich in Karotten und Tomaten, aber auch in grünem Gemüse wie Spinat und Kohlsorten enthalten sind. "Ihre Schutzwirkung entfalten die Carotinoide vor allem bei Lungenkrebs und Prostatakarzinomen", so Bührer-Lucke. Polyphenole dagegen greifen schon sehr früh ins Krebsgeschehen ein und können sogar das Wachstum entarteter Zellen stoppen. Sie finden sich unter anderem in Äpfeln, sämtlichen Beerensorten, Auberginen, Kräutern, Brokkoli und grünen Bohnen.

Pflanzliche Hormone in Soja, Tofu & Co.

Zur Vorbeugung hormonbedingter Krebserkrankungen wie Brustkrebs und Gebärmutterkrebs empfiehlt Bührer-Lucke Gemüsesorten, die in hoher Konzentration Phytoöstrogene (Pflanzenhormone) enthalten. Sie kommen verstärkt in Hülsenfrüchten, Tofu und Sojabohnen vor. Davon profitieren nicht nur Frauen, betont Bührer-Lucke: "Eine japanische Studie zeigte, dass Männer im Land der aufgehenden Sonne nicht so häufig an Prostatakrebs erkranken wie in Ländern, in denen keine Sojaprodukte gegessen werden."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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