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Brustkrebs: Atemtest könnte Brustkrebs-Früherkennung verbessern

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Hoffnung für Krebspatienten?  

Atemtest könnte Brustkrebs-Früherkennung verbessern

11.03.2014, 15:35 Uhr | stw

Brustkrebs: Atemtest könnte Brustkrebs-Früherkennung verbessern. Brustkrebs: Atemtest könnte Brustkrebs-Früherkennung verbessern.  (Quelle: PD Dr. med. Mandy Mangler)

Bei dem Schnelltest wird die Atemluft der Patienten auf bestimmte Inhaltsstoffe untersucht. (Quelle: PD Dr. med. Mandy Mangler)

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Jedes Jahr erkranken nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts rund 72.000 Frauen neu, etwa 17.000 sterben an der Erkrankung. Nun machen aktuelle Studien Hoffnung: Ein Atemtest könnte zukünftig ausreichen, um Veränderungen in der Brust frühzeitig zu erkennen. Internationale Forscher der Universitätsklinik Maastricht und der Maastro Klinik haben in einer aktuellen Studie untersucht, wie treffsicher eine Diagnose auf Basis der Atemluft ist. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift "Plos One" erschienen.

Bei dem Schnelltest wird die Atemluft der Patienten auf bestimmte Inhaltsstoffe untersucht. Ein solcher Atemtest funktioniert wie ein Alkohol-Test. Die Patienten müssen aus voller Lunge in ein Röhrchen pusten. Nach nur wenigen Minuten steht das Ergebnis fest.

244 Frauen nahmen an der Studie teil. 130 davon unterzogen sich einer Mammographie. Bei 93 Teilnehmerinnen wurde nichts diagnostiziert, 37 Frauen hatten einen auffälligen Befund. Bei weiteren 114 wurde eine Gewebeprobe entnommen. Dabei wurde bei 35 Frauen Brustkrebs festgestellt und bei 79 ein gutartiger Tumor.

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Sehr hohe Trefferquote

Das Ergebnis: Bei den bereits erkrankten Frauen wurde die Diagnose durch den Atem-Schnelltest in 80 Prozent der Fälle bestätigt. Nach Auskunft der Mediziner in Maastricht enthält die Atemluft der erkrankten Frauen spezielle Moleküle, die von denen gesunder Frauen abweichen. Ein spezieller Sensor des Tests kann diese Moleküle erkennen. Laut den Forschern soll die Methode nun weiteren Tests unterzogen werden.

Atemtest noch nicht im Einsatz

Auch Doktor Mandy Mangler, kommissarische Leiterin der Klinik für Gynäkologie & Brustzentrum Charité Campus Mitte, ist von den Ergebnissen überzeugt und kann sich gut vorstellen, einen solchen Test einzusetzen. "Derzeit findet ein solcher Atemtest in Deutschland jedoch noch keine Anwendung. Die aktuelle Datenlage ist leider noch zu dünn, um einen derartigen Test auch in der Praxis anwenden zu können", sagt Mangler. Laut der Expertin sind dafür weitere Studien mit mehreren tausend Probanden nötig.

Eigene Studie lieferte positive Ergebnisse

Mangler selbst hat bereits eine solche Methode in einer kleinen Studie mit zehn gesunden und zehn an Brustkrebs erkrankten Frauen untersucht. Wie ein solcher Test durchgeführt wird, erklärt sie wie folgt: "Das Gerät identifiziert im Atem der Probanden flüchtige Verbindungen - zum großen Teil gasförmige Kohlenwasserstoffe. Sie werden in verschiedenen Körpergeweben produziert, erreichen das Blut und werden dann ausgeatmet. Da in Tumorgeweben andere Stoffwechselprozesse ablaufen als in gesundem Gewebe, sind auch die von ihnen produzierten Molekülmischungen anders zusammengesetzt.

Brustkrebs: Atemtest könnte Brustkrebs-Früherkennung verbessern.  (Quelle: PD Dr. med. Mandy Mangler)Grafik: Aufbau des Atemtesters. (Quelle: PD Dr. med. Mandy Mangler)

Das Ergebnis ihrer Studie: Auch hier lieferte der Schnelltest zuverlässige Ergebnisse. Ob das allerdings in allen Fällen möglich sein wird, müsse noch weiter untersucht werden, so die Expertin. Trotzdem könnte sie sich den Einsatz eines solchen Atemtests in Zukunft gut vorstellen. "Vielen Frauen könnte so eine aufwendige und belastende Untersuchung mit Infusionen erspart bleiben", sagt Mangler.

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