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Krebserkrankungen: Neues Medikament soll Behandlung verbessern

Nach erfolgloser Chemotherapie  

Neues Medikament soll Krebsbehandlung verbessern

08.10.2019, 13:18 Uhr
Krebserkrankungen: Neues Medikament soll Behandlung verbessern. Eine Patientin bei der Chemotherapie: Den Krebspatienten werden spezielle Medikamente verabreicht, die die Zellen im Körper am Wachstum hindern oder zum Absterben bringen. (Quelle: Getty Images/Chainarong Prasertthai)

Eine Patientin bei der Chemotherapie: Den Krebspatienten werden spezielle Medikamente verabreicht, die die Zellen im Körper am Wachstum hindern oder zum Absterben bringen. (Quelle: Chainarong Prasertthai/Getty Images)

Bei einigen Krebspatienten ist eine Chemotherapie nicht wirksam. Forscher haben nun ein neues Medikament gefunden, das in solchen Fällen eine kombinierte Behandlung ermöglichen soll.

Das Institute of Cancer Research hat ein spezielles Medikament getestet, das zukünftig die Krebsbehandlung verbessern und das Leben der Patienten verlängern könnte.

Medikament soll Chemotherapien wieder wirksam machen

Das neue Mittel – bekannt als BOS172722 – soll die Blockierung des Moleküls MPS1 bewirken, welches eine Schlüsselrolle bei der Zellteilung von Krebszellen spielt. MPS1 sorgt für eine gleichmäßige Aufteilung der Chromosomen. Durch das Blockieren des Moleküls wird der Prozess beschleunigt, was zur Folge hat, dass Krebszellen die falsche Anzahl von Chromosomen aufweisen und absterben.

Sich schnell teilende Zellen von Brustkrebs reagierten laut den Forschern besonders empfindlich auf das neue Arzneimittel. "Das Medikament wirkt besonders gut in Kombination mit einer Chemotherapie bei dreifach negativem Brustkrebs – der tödlichsten Form von Brustkrebs, für die es nur wenige erfolgreiche Behandlungen gibt“, so Studienleiter Spiros Linardopoulos.


Derzeit wird die neue Behandlung bei weiteren Tumorerkrankungen getestet. Die Forscher glauben, dass es auch gegen andere Krebsarten wie Eierstock- und Lungenkrebs wirksam sein könnte.

Die Ergebnisse der Studie wurden in dem englischsprachigen Fachblatt "Molecular Cancer Therapeutics" veröffentlicht.

Verwendete Quellen:
  • Studie
  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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