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Schwangerschaft: Viele unnötige Untersuchungen?


Das Geschäft mit der Schwangerschaft

cst, mmh

21.07.2010Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Schwangere Frau bei Ultraschalluntersuchung.
Sind Zusatzuntersuchungen in der Schwangerschaft wirklich sinnvoll? (Bild: imago) (Quelle: imago-images-bilder)
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In kaum einer Lebensphase liegen Hoffen und Bangen, Vorfreude und Angst so eng beisammen wie während einer Schwangerschaft. Schwanger sein, das bedeutet für viele Frauen auch erstmals regelmäßige und häufige Arztbesuche: Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, mit der Ärztin und der Hebamme sprechen, medizinische Entscheidungen treffen - etwa alle zwei Wochen sitzen Schwangere im Wartezimmer. Und oft genug bieten ihnen die Ärzte noch mehr Termine und Untersuchungen an, allerdings außerhalb der Kassenleistung. Es gibt Sicherheits-Fanatiker, die jeden Test nutzen und rundum glückliche Schwangere, die ihrem Gefühl trauen. Welche Tests sind wirklich nötig? Oder will da jemand Geld an dem Sicherheitsbedürfnis verdienen?

Viele Untersuchungen möglich

Werdende Mütter lassen sich zunehmend verunsichern. Reichen die normalen Vorsorgeuntersuchungen aus? Sind drei Ultraschalluntersuchungen für die gesamte Schwangerschaft wirklich genug? Brauche ich einen Triple-Test? In kaum einem anderen Land ist die Schwangerenvorsorge so ausgebaut wie in Deutschland. Das ist auch gut so. Die Mütter- und Säuglingssterberate ist eine der niedrigsten in der Welt. Dennoch werden den Schwangeren über die normalen (und von der Krankenkasse bezahlten) Vorsorgeuntersuchungen hinaus immer weitere Untersuchungen angeboten, allerdings nur gegen Bezahlung aus eigener Tasche. Diese Zusatzuntersuchungen stehen auf der so genannten IGeL-Liste. IGeL steht dabei für individuelle Gesundheitsleistungen, also von den Patientinnen selbstfinanzierte.

An den Ängsten der Schwangeren verdienen

Lisa Fehrenbach vom Deutschen Hebammenverband kennt diesen Trend. In der ZDF-Sendung "Frontal21" berichtete die Hebamme, Schwangerschaft und Geburt sei nicht mehr länger ein natürlicher Prozess, sondern von medizinischen Aktivitäten durchdrungen. Auch Ärzte haben das erkannt. Mit den Ängsten der Schwangeren lassen sich gute Geschäfte machen. So kostet etwa jede weitere Ultraschalluntersuchung zehn bis 50 Euro, eine Ultraschallaufnahme auf DVD bis zu 150 Euro.

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Beratung nutzen

Bei allen zusätzlich angebotenen Untersuchungen sind die Ärzte verpflichtet, die Schwangeren ausführlich und verständlich zu beraten. Jede Frau sollte individuell abwägen und für sich entscheiden, ob weitere Untersuchungen für sie sinnvoll sind. Lisa Fehrenbach hat dazu eine klare Meinung: "In Deutschland haben wir eines der besten Schwangerenvorsorgesysteme der Welt. Von daher kann man sagen: das, was unsere Krankenkasse abdeckt, ist schon mehr als genug."

Das ist Standard

Der Mutterpass wird zum wichtigsten Dokument, in dem alle Ergebnisse der Vorsorge-Untersuchungen festgehalten werden. Sobald die Schwangerschaft nachgewiesen wurde, stehen die Termine fest: anfangs alle vier Wochen, von der 32. Woche an alle 14 Tage. Die Standardleistungen der Pränataldiagnostik umfassen drei Ultraschall-Screenings (um die zehnte, 20. und 30. Woche). Schon beim ersten Vorsorgetermin wird Blut abgenommen und auf folgende Erreger, beziehungsweise Krankheiten getestet: Hepatitis B, Chlamydien, Röteln, HIV. Außerdem übernehmen die Kassen die Kosten für einen Geburtsvorbereitungskurs, die Betreuung durch eine Hebamme nach der Geburt und den Krankenhausaufenthalt bei der Entbindung.

Das ist extra

Für eine gesunde Schwangere ohne risikobehaftete Vorgeschichte genügen diese Untersuchungen. Doch darüber hinaus gibt es noch einige weitere Tests. Welchen Sinn haben diese? Wann sind sie nötig? Das fragen sich viele Frauen, denn hätten sie keinen Sinn, gäbe es sie ja wohl nicht. Nicht immer klären die Frauenärzte genau auf, wann eine weitere Untersuchung angebracht ist. Viele Frauen denken, je mehr Tests, desto sicherer, doch das ist nicht der Fall.

Viele Daten bieten nicht unbedingt mehr Sicherheit. Für die Auswertung und in Zweifelsfällen sollten Eltern spezialisierte Praxen für Pränataldiagnostik aufsuchen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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