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Für fast jedes Medikament gibt es Alternativen

t-online, Simone Blaß

04.08.2014Lesedauer: 3 Min.
Auch chronisch kranke Frauen können gesunde Kinder bekommen.
Auch chronisch kranke Frauen können gesunde Kinder bekommen. (Quelle: archiv-bilder)
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Für dauerhaft kranke Frauen ist das Thema Schwangerschaft stark mit Ängsten belastet. Asthma, Herzerkrankungen, Depression - chronische Krankheiten äußern sich sehr unterschiedlich. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Die Betroffenen müssen sehr starke Medikamente einnehmen. Doch der medizinische Fortschritt macht es heutzutage möglich, trotzdem ein gesundes Baby zur Welt zu bringen.

Manche Arzneimittel enthalten Wirkstoffe, die nachgewiesen fruchtschädigend sind. Einige davon allerdings nur in bestimmten Schwangerschaftsstadien. Es gibt andere, bei denen man einen Zusammenhang vermutet, aber nie bewiesen hat und es gibt solche, bei denen es unwahrscheinlich ist, aber wie bei jedem Medikament im Bereich des Möglichen liegt. Pharmafirmen gehen hier auf Nummer sicher und warnen immer dann im Beipackzettel, wenn es keinen wissenschaftlich fundierten Beweis dafür gibt, dass der Wirkstoff für ein Ungeborenes tatsächlich ungefährlich ist.

Auch Männer können betroffen sein

Chronisch kranken Frauen wird geraten, einen Kinderwunsch möglichst genau zu planen. Das gilt übrigens auch für chronisch kranke Männer, die sich ein Baby wünschen. "Die Zeugungsfähigkeit kann durch viele Faktoren negativ beeinflusst werden", erklärt Matthias Trottmann, Oberarzt an der Urologischen Klinik Großhadern, gegenüber t-online.de. "Hierbei können chronische Erkrankungen wie Tumorerkrankungen, Erkrankungen der Niere, Lunge oder Leber und die Einnahme einer Reihe von Medikamenten ursächlich sein." Der Androloge (das Gegenstück zum Gynäkologen) fährt fort: "Medikamente können komplexe Nebenwirkungen zeigen und nicht nur zu einer Störung der Libido, der Erektion und der Ejakulation führen, sondern auch der Spermienproduktion an sich."

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Zusammenarbeit zwischen Facharzt und Gynäkologen ist notwendig

Im Vorfeld sollten Paare unbedingt mit dem behandelnden Facharzt sprechen. Auch während der Schwangerschaft ist eine enge Zusammenarbeit zwischen diesem und dem Gynäkologen wichtig. Besonders heikel ist das erste Drittel der Schwangerschaft, die Zeit, in der die Organe angelegt werden. Aber auch in den Monaten danach kann noch viel schiefgehen. Dessen sollte sich eine chronisch kranke Schwangere immer bewusst sein. Nur ein Spezialist kann wirklich entscheiden, ob ein Medikament für genau diese Frau in ihrem speziellen Stadium der Schwangerschaft das Mittel der Wahl ist.

Embryotox informiert auf wissenschaftlicher Basis

Falls ein Arzt ein Medikament verschreibt, der Beipackzettel aber vor der Einnahme während einer Schwangerschaft warnt, haben Betroffene das Recht, eine zweite Meinung einzuholen.

Eine gute Adresse, um sich über die Auswirkungen eines Medikamentes und mögliche Alternativen zu informieren, ist für Schwangere, aber auch für Ärzte und Hebammen, die Informationsseite Embryotox (www.embryotox.de). Das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, das schriftliche und telefonische Anfragen beantwortet, ist öffentlich gefördert und unabhängig. "Die Angaben", so heißt es auf der Internetseite, "beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Daten und stimmen nicht immer mit den Informationen überein, die Sie in den Produktinformationen, auf dem Beipackzettel und in der Roten Liste finden."

Medikamente werden nicht abgesetzt, sondern ersetzt

Es gibt für fast alle Medikamente Alternativen. Die Arzneimittel werden also nicht abgesetzt, sondern gut überlegt ersetzt, und zwar oft durch solche, die nicht so neu auf dem Markt sind und möglicherweise deutlich mehr und stärkere Nebenwirkungen für die Frau haben, die aber keine Gefahr fürs Kind darstellen.

Es kommt sogar vor, dass sich chronische Krankheiten während einer Schwangerschaft verbessern. Bei Asthma oder rheumatischen Beschwerden kann dies der Fall sein. Aber auch bei Bluthochdruck, denn durch den Einfluss der Hormone sinkt der Blutdruck in den ersten Monaten oft auf ein deutlich niedrigeres Maß.

Maßnahmen individuell entscheiden

Chronisch kranken Schwangeren wird dringend von einer Hausgeburt oder einer Geburt in einem Geburtshaus abgeraten. Stattdessen ist es sinnvoll, sich für die Entbindung eine Klinik mit angeschlossenem Perinatalzentrum zu suchen. Welche Maßnahmen notwendig sind, hängt ganz von der jeweiligen Krankheit ab, denn die Risiken sind unterschiedlich. Für alle aber gilt, dass eine engmaschige medizinische Kontrolle von fachärztlicher sowie gynäkologischer Seite und ein Reagieren auf kleinste Unregelmäßigkeiten die Gefahr deutlich reduzieren können.

Trotzdem sollte den betroffenen Frauen bewusst sein, dass nach der Schwangerschaft, zum Beispiel bei Rheuma, ein umso heftigerer Krankheitsschub kommen kann, und sich die Medikamenteneinnahme nicht nur auf Schwangerschaft und Geburt auswirkt, sondern auch die Stillzeit.

Manchmal ist ein Schwangerschaftsabbruch notwendig

Auf eigene Faust zu entscheiden oder ein Medikament einfach einzunehmen oder wegzulassen, kann fatale Folgen haben. Doch wie sollte man sich verhalten, wenn man aufgrund einer chronischen Erkrankung ein Medikament einnimmt, bei dem ausdrücklich vermerkt ist, dass man während oder auch gleich nach der Einnahme nicht schwanger werden soll und es trotzdem passiert? Dann sind eine individuelle Beratung und eine gezielte Diagnostik notwendig. Manchmal kann auch ein Schwangerschaftsabbruch nötig werden. Nicht selten kommt es wegen der starken Schädigungen des Embryos von alleine zum Abgang.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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