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Schwanger per Smartphone?

t-online, Simone Bla├č

Aktualisiert am 11.09.2014Lesedauer: 4 Min.
Zyklus-Apps k├Ânnen Frauen dabei helfen, schneller schwanger zu werden.
Zyklus-Apps k├Ânnen Frauen dabei helfen, schneller schwanger zu werden. (Quelle: Wavebreakmedia Ltd/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Einer Studie der Yale-University zufolge sind rund 40 Prozent aller amerikanischen Frauen im geb├Ąrf├Ąhigen Alter nicht genau ├╝ber ihren Zyklus informiert. Auch in Deutschland d├╝rfte es nicht anders sein, vermutet die Deutsche Gesellschaft f├╝r Gyn├Ąkologie und Geburtshilfe. Wenn eine Frau schwanger werden will, gen├╝gt es nicht mehr zu wissen, dass der Eisprung irgendwann in der Mitte des Zyklus stattfindet. Umso besser, dass es inzwischen f├╝r alles eine App gibt. Doch was taugen Zyklus-Apps? Wir haben f├╝nf verglichen.

Immer h├Ąufiger ├╝berwachen wir unsere K├Ârperfunktionen mit Gesundheits-Apps: beim Sport zum Beispiel oder beim Abnehmen. Sogenannte Zyklus-Apps k├Ânnen sogar dabei helfen, schwanger zu werden. Viele Frauen ignorieren ihre innere Uhr, registrieren gar nicht, wie ihre Gef├╝hlsschwankungen mit ihrem Zyklus in Zusammenhang stehen und wissen viel zu wenig ├╝ber ihren K├Ârper. Durch die Zyklus-Apps sollen Frauen lernen, die Zeichen richtig zu deuten.

Zeichen des K├Ârpers richtig deuten

Zyklus-Apps sind nicht zur Empf├Ąngnisverh├╝tung gedacht, denn da w├Ąren sie genauso wirkungsvoll wie die gute alte Rechenmethode. Sie eignen sich eher dazu, den richtigen Zeitpunkt f├╝r eine Empf├Ąngnis zu erkennen. Dazu fragen sie im Vorfeld einiges ab, zum Beispiel die K├Ârpertemperatur, Gewicht, Gr├Â├če, durchschnittliche Dauer der Periode. Aus den Angaben werden die fruchtbaren Tage ermittelt, teilweise sogar mit einer Wahrscheinlichkeit in Prozent. Aber das ist noch nicht alles. Die Zykluskalender, die oft wie ein kleines Tage- oder Notizbuch aufgebaut sind, k├Ânnen au├čerdem dazu beitragen, den weiblichen Zyklus und die damit zusammenh├Ąngenden Zeichen und Stimmungen besser zu verstehen.

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Doch wie ├╝berall, wo pers├Ânliche Daten im Spiel sind, l├Ąuft man auch bei diesen Apps Gefahr, ausgesp├Ąht zu werden. Aus diesem Grund arbeiten manche der Apps mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift lieber auf einen Zykluscomputer zur├╝ck. Diese kann man teilweise auch ├╝ber den eigenen PC verwalten.

Durch die Apps entsteht ein riesiges Datenvolumen

Die meisten der zahlreichen App-Varianten funktionieren nach einem ├Ąhnlichen System. Sie sammeln Daten, die f├╝r den Zyklus entscheidend sind und die zum Beispiel auch bei einem Arztbesuch n├╝tzlich sein k├Ânnen. Je mehr man sie f├╝ttert, desto genauer wird das Ergebnis. Die Apps lernen also sozusagen dazu. Um das noch zu verbessern, werden dazu oft die Daten der anderen Userinnen, die die App ebenfalls t├Ąglich f├╝ttern, untereinander abgeglichen.

Davon profitieren auch die Firmen, die so die Daten von Millionen weiblicher Zyklen weltweit sammeln. Das enorme Datenvolumen ist f├╝r die Forschung n├╝tzlich. Denn durch die detaillierte Selbstbeobachtung entsteht eine einzigartige Datensammlung, die f├╝r die verschiedensten Zwecke interessant sein kann. Dank einer chinesischen App wei├č man zum Beispiel, dass der durchschnittliche Zyklus der Frauen dort etwa drei Tage l├Ąnger dauert als bisher angenommen.

F├╝nf beliebte Zyklus-Apps im Test

"Glow", bei den "Webby Awards" als beste Gesundheits-und Fitness-App ausgezeichnet, hat zum Ziel, Frauen den eigenen Zyklus n├Ąher zu bringen und ihnen zu helfen, schnell schwanger zu werden. Startet man die App, wird man gleich gefragt, ob man ├╝berhaupt schwanger werden m├Âchte. Entscheidet man sich daf├╝r, muss man ein paar Fragen beantworten. Auf Englisch. Denn auf Deutsch gibt es die App noch nicht. Aber sie sind einfach formuliert und gut verst├Ąndlich. Die App fragt nach dem t├Ąglichen Befinden und zeigt genau an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit heute ist, ein Baby zu empfangen. Eine Mirror-App informiert den Partner. "Glow" ist kostenlos, ├╝bersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. Diese App erfordert mindestens iOS 6.0. Erforderliche Androidversion: 4.0 oder h├Âher.

Die App "mKalender" geh├Ârt zu den Apps, die besonders einfach zu bedienen sind. Kleine Symbole zeigen die fruchtbaren Tage sowie den Eisprung an, bei dessen Berechnung man allerdings mithelfen muss. Und es gibt Voreinstellungen f├╝r die Befindlichkeiten w├Ąhrend der Periode. Zus├Ątzlich kann man die App mit Infos f├╝ttern, wie Blutungsst├Ąrke oder die Menstruation begleitendes Kopfweh und sich pers├Ânliche Notizen machen. Die App arbeitet mit wenig Schnickschnack. Wie bei den meisten Zyklus-Apps kann man die eingegebenen Daten vor neugierigen Blicken sch├╝tzen, indem man sie mit einem pers├Ânlichen Pin sichert. Wer nicht schwanger werden m├Âchte, kann die App zu einem Pillenkalender umschalten und sich an die Einnahme erinnern lassen. Allerdings nur, wenn es nicht die Minipille ist. Erfordert mindestens iOS 4.3. Eine Android-Version ist derzeit nicht geplant.

Der "Ladytimer" ist nicht nur sehr einfach zu bedienen, er bietet auch einige Extras wie einen deutschen Chat, eine Baby-Geschlechtsprognose, Pillenerinnerung, einen Datenexport f├╝r den Partner oder auch den Arzt sowie Lernvideos zum Thema Fruchtbarkeit. Zus├Ątzlich kann man die K├Ârpertemperatur eingeben, anhand derer der "Ladytimer" R├╝ckschl├╝sse auf den Eisprung ziehen kann. Das ist n├╝tzlich f├╝r Frauen, die sehr starke Schwankungen in ihrem Zyklus haben. Das Design ist eint├Ânig, daf├╝r aber ├╝bersichtlich. Erfordert mindestens iOS 6.0. Erforderliche Android-Version: 2.2 oder h├Âher.

Besonders beliebt, vor allem bei j├╝ngeren und technisch verspielten Frauen ist "Der Periodenkalender", der es einem erlaubt, zwischen 43 Symptomen und 64 Stimmungen zu w├Ąhlen. Eine Blume, deren Aussehen man je nach Laune ver├Ąndern kann, steht im Mittelpunkt der App, die auch mit dem Google-Kalender synchronisiert werden kann. Ihre Bl├╝tenbl├Ątter f├╝hren durch die Funktionen. Eintragen kann man neben den ├╝blichen Informationen auch Medikamente, die man einnimmt oder pers├Ânliche Notizen. Die App, der man aber in der Android-Version einen ziemlich hohen Akkuverbrauch nachsagt, ist reich an Funktionen, in der Handhabung ein bisschen gew├Âhnungsbed├╝rftig und lebt stark vom optischen Effekt. Erfordert mindestens iOS 4.3. Verf├╝gbar f├╝r Android 1.6 oder h├Âher.

Ganz anders ist "Clue". Sie geh├Ârt zu den Zyklus-Apps, die, urteilt "Computerbild", nicht so aussehen, "als w├Ąre sie von den Machern von 'Mein kleines Pony' entworfen." Im Gegensatz zu vielen anderen Zyklus-Apps verzichtet man auf Pseudo-Weiblichkeit in Form von rosa Bl├╝mchen und Schmetterlingen. "Clue" nutzt einen Algorithmus, der nur bei der ersten Nutzung von den klassischen 28 Tagen ausgeht. Danach lernt die App mithilfe der Angaben der Beutzerin hinzu. Je mehr die Frau ├╝ber sich verr├Ąt, desto genauer funktioniert die App. Und desto besser kann sie f├╝r die Familienplanung eingesetzt werden. Diese App erfordert iOS 7.0 oder h├Âher. Die Android-Version ist geplant.

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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