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Syphilis kehrt zurück: Ärzte weisen auf Symptome hin

"Lustseuche" kehrt zurück  

Zahl der Syphilisfälle stark gestiegen

05.12.2014, 11:58 Uhr | cme, dpa

Syphilis kehrt zurück: Ärzte weisen auf Symptome hin. Syphilis: Die "Lustseuche" ist auf dem Vormarsch.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Syphilis ist auf dem Vormarsch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Früh erkannt ist Syphilis gut behandelbar. Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Erkrankten in Deutschland wieder an - 2013 habe das Robert-Koch-Institut mehr als 5000 Fälle verzeichnet, teilt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden mit. 4410 Fälle wurden dem RKI im Jahr 2012 gemeldet - 2011 waren es noch 3704 Fälle. Die Ärzte raten deshalb dazu, verstärkt auf Symptome der Krankheit zu achten.

Syphilis wird meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Vor allem Männer sind betroffen: 94 Prozent der Neudiagnosen wurden bei ihnen gestellt, darunter waren vor allem solche, die Sex mit Männern hatten. Ein Teil des Anstiegs rührt möglicherweise daher, dass mittlerweile öfter getestet wird, denn die Diagnosen erfolgt häufiger im Frühstadium als noch vor einigen Jahren.

So verläuft die "Lustseuche"

Syphilis - früher auch als Lustseuche bezeichnet - wird vor allem über Sexual- und Blutkontakte übertragen, aber auch bei Schwangeren von der Mutter aufs Kind. Die Krankheit verläuft in drei Stadien und bleibt zu Beginn oft unbemerkt. Nach neun bis 90 Tagen bildet sich an der Eintrittsstelle des Erregers zunächst ein schmerzloses Geschwür, dass innerhalb von zwei Wochen von selbst abheilt.

Auch Schäden am Gehirn möglich

Etwa sieben bis acht Wochen später hat sich der Erreger dann im Körper ausgebreitet. Bemerkbar macht sich das durch Ausschlag auf der Haut, häufig an Rumpf, Handflächen und Fußsohlen. Bei etwa 30 Prozent der Fälle heilt Syphilis in diesem Stadium auch unbehandelt wieder ab. Tut sie das nicht, vergehen Jahre - manchmal Jahrzehnte - bis die Krankheit ihr drittes Stadium erreicht. Es macht sich durch Knoten oder Flecken auf der Haut und Geschwüre bemerkbar. Die Krankheit kann dann auch Schäden an Blutgefäßen, an Herzklappen oder am Gehirn verursachen.

Kondome bieten besten Schutz

Selbst in diesem Stadium lassen sich die Bakterien aber noch durch eine zweiwöchige Penicillinbehandlung beseitigen - einmal aufgetretene Schäden an Blutgefäßen oder im Nervensystem bleiben aber bestehen. Wird Syphilis im Frühstadium entdeckt, reicht zur Behandlung eine einmalige Injektion. Den besten Schutz vor einer Ansteckung bieten Kondome - allerdings ist dieser nicht 100-prozentig.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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