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Verhütung: Verhütung ohne Pannen

Verhütung  

Verhüten ohne Pannen

22.12.2009, 18:14 Uhr | ag

Verhütung: Pannen bei der Verhütung lassen sich vermeiden.  (Foto: imago)Pannen bei der Verhütung lassen sich vermeiden. (Foto: imago)Pille, Pflaster, Stäbchen oder Vaginalring? Nie war die Auswahl an Verhütungsmitteln so groß wie heute. Doch über die "richtige" Methode zur Verhütung zerbrechen sich viele Singles und Pärchen den Kopf. Eines jedoch steht fest: Verhütung ist noch immer Frauensache. Nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung fühlen sich 61 Prozent der Frauen, aber nur 17 Prozent der Männer dafür verantwortlich. Für die Herren der Schöpfung gibt es allerdings auch noch keine Alternative zum Kondom. Die Pille für den Mann wird voraussichtlich noch Jahre auf sich warten lassen.


Hormonelle Verhütung Pille, Spirale, Implantat & Co.
Mechanische Verhütung Kondom, Diaphragma, Femidom & Co
Chemische Verhütung Zäpfchen und Cremes



Die richtige Methode zur Verhütung für jeden Lebensstil

"Bei der Entscheidung, welches Verhütungsmittel das richtige ist, spielen zahlreiche Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und persönliche Lebensumstände eine wichtige Rolle", erklärt Dr. Ruth Eichmann von Pro Familia in Frankfurt. Eine gründliche Selbstanalyse sollte daher am Anfang stehen: Lässt mein Tagesablauf eine regelmäßige Pilleneinnahme zu? Schaffe ich es, in der Hitze der Liebesnacht ein Kondom richtig anzuwenden? Ist eine Schwangerschaft in nächster Zeit geplant oder möchte ich eher langfristig verhüten? Frauen, die Schicht arbeiten oder häufig auf Dienstreise sind, sollten zur Verhütung besser keine Mini-Pille benutzen, da diese äußerst pünktlich eingenommen werden muss. Eine Alternative stellen für sie möglicherweise das Hormon-Implantat, der Vaginalring (NuvaRing) oder das Verhütungspflaster dar.

Indikator für sichere Verhütung

Über die Zuverlässigkeit der Verhütung informiert der Pearl-Index. Er misst, wie viele von hundert Frauen während eines Jahres bei Anwendung einer bestimmten Verhütungsmethode schwanger werden. Je kleiner der Wert ist, desto sicherer ist die Methode. Das Kondom beispielsweise gilt mit Pearl-Index 2 bis 12 als sehr zuverlässig. Seine Gebrauchssicherheit allerdings liegt nur bei 25 bis 30. Das heißt: Durch unsachgemäße Anwendung können im Jahr bis zu 30 von 100 Frauen, deren Partner beim Sex ein Präservativ benutzt haben, schwanger werden.

Pannenhilfe bei Unfällen

Um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern, sind Information und individuelle Beratung unerlässlich. Diese kann beim Frauenarzt stattfinden, aber auch Pro Familia bietet Sprechstunden und Informationsmaterial zum Thema Verhütung an. Wenn trotzdem einmal etwas schief gegangen ist, bleibt als Pannenhilfe jedoch immer noch die rezeptpflichtige "Pille danach". Ist das Kondom geplatzt oder das Diaphragma verrutscht, sollte sie möglichst bald geschluckt werden. "Ihre Wirksamkeit liegt sehr hoch bei 96 Prozent, vorausgesetzt sie wird nicht später als 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen", so Eichmann. Was viele nicht wissen: Neben der Pille danach gibt es auch noch die Spirale danach. Eichmann: "Bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr kann sie vom Frauenarzt eingesetzt werden und verhindert ebenfall mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft."

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