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Verhütung: Pille und Kondome sind bei der Verhütung am beliebtesten

Verhütung  

Es muss nicht immer die Pille sein

22.01.2010, 13:10 Uhr | sum, ag, dpa

Verhütung: Pille und Kondome sind bei der Verhütung am beliebtesten. Verhütung: Alternative Mittel zur Verhütung, wie der Vaginalring, sind nur Wenigen bekannt. (Foto: imago)

Alternative Mittel zur Verhütung, wie der Vaginalring, sind nur Wenigen bekannt. (Foto: imago)

Pille, Pflaster, Stäbchen oder Vaginalring? Nie war die Auswahl an Verhütungsmitteln so groß wie heute. Über die "richtige" Methode zur Verhütung zerbrechen sich viele Singles und Pärchen den Kopf. Trotzdem sind nach wie vor Pille und Kondome die beliebtesten Verhütungsmittel. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter Männern und Frauen zwischen 20 und 44 Jahren hervor, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vorstellte. Danach verhüteten 54 Prozent der befragten Frauen mit der Pille, 28 Prozent gaben an, Kondome zu verwenden. Überraschend waren die Ergebnisse zur "Pille für den Mann": 68 Prozent der Männer könnten sich vorstellen, ein Hormonpräparat zu nehmen.

Zuverlässige und bequeme Verhütung

Die Pille wird von Männern und Frauen laut der Umfrage wegen ihrer Zuverlässigkeit und bequemen Anwendung geschätzt. Für das Kondom spreche die gute Verträglichkeit sowie der Schutz vor einer HIV- Infektion und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Die BZgA hatte 1501 Männer und Frauen in der ersten Märzhälfte 2007 zum Thema Verhütung befragt.

Verhütungsmittel für Männer im Test

Die Verhütungsmittel für den Mann sind noch nicht ausgereift. So stellte sich der britische Journalist Clint Witchalls für einen Pillen-Test zur Verfügung. Er bekam die Pille über einen längeren Zeitraum verabreicht und darüber hinaus Testosteron-Spritzen, um seine Männlichkeit zu erhalten. Aus seinem Buch Die Pille und ich - ein Mann im Selbstversuch geht hervor, dass er sich danach wie ein "hormongebeuteltes Gefühlswrack" fühlte. Die Nebenwirkungen: Schweißausbrüche, Gewichtszunahme und Aggressionen. Getestet werden derzeit auch "Anti-Baby-Stöpsel" aus Silikon, die beim Mann in den Samenleiter operativ eingesetzt werden sollen. Nicht jede Frau hält jedoch etwas von dieser Art der Verhütung. Wenn der Partner die Pille vergisst, ist schließlich sie diejenige, die schwanger werden kann.

Die richtige Methode für jeden Lebensstil

Pille, Pflaster, Stäbchen oder Vaginalring? Nie war die Auswahl an Verhütungsmitteln so groß wie heute. Über die "richtige" Methode zur Verhütung zerbrechen sich viele Singles und Pärchen den Kopf. Trotzdem sind nach wie vor Pille und Kondome die beliebtesten Verhütungsmittel. "Bei der Entscheidung, welches Verhütungsmittel das richtige ist, spielen zahlreiche Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und persönliche Lebensumstände eine wichtige Rolle", erklärt Dr. Ruth Eichmann von Pro Familia in Frankfurt. Eine gründliche Selbstanalyse sollte daher am Anfang stehen: Lässt mein Tagesablauf eine regelmäßige Pilleneinnahme zu? Schaffe ich es, in der Hitze der Liebesnacht ein Kondom richtig anzuwenden? Ist eine Schwangerschaft in nächster Zeit geplant oder möchte ich eher langfristig verhüten? Frauen, die Schicht arbeiten oder häufig auf Dienstreise sind, sollten besser keine Mini-Pille benutzen, da diese äußerst pünktlich eingenommen werden muss. Eine Alternative zur Verhütung stellen für sie möglicherweise das Hormon-Implantat, der Vaginalring (NuvaRing) oder das Verhütungspflaster dar.

Indikator für sichere Verhütung

Über die Zuverlässigkeit des Empfängnisschutzes informiert der Pearl-Index. Er misst, wie viele von hundert Frauen während eines Jahres bei Anwendung einer bestimmten Verhütungsmethode schwanger werden. Je kleiner der Wert ist, desto sicherer ist die Methode. Das Kondom beispielsweise gilt mit Pearl-Index zwei bis zwölf als sehr zuverlässig. Seine Gebrauchssicherheit allerdings liegt nur bei 25 bis 30. Das heißt: Durch unsachgemäße Anwendung können im Jahr bis zu 30 von 100 Frauen, deren Partner beim Sex ein Präservativ benutzt haben, schwanger werden.

Pannenhilfe bei Unfällen

Um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern, sind Information und individuelle Beratung unerlässlich. Diese kann beim Frauenarzt stattfinden, aber auch Pro Familia bietet Sprechstunden und Informationsmaterial zum Thema Verhütung an. Wenn trotzdem einmal etwas schief gegangen ist, bleibt als Pannenhilfe jedoch immer noch die rezeptpflichtige "Pille danach". Ist das Kondom geplatzt oder das Diaphragma verrutscht, sollte sie möglichst bald geschluckt werden. "Ihre Wirksamkeit liegt sehr hoch bei 96 Prozent, vorausgesetzt sie wird nicht später als 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen", so Eichmann. Was viele nicht wissen: Neben der Pille danach gibt es auch noch die Spirale danach. Eichmann: "Bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr kann sie vom Frauenarzt eingesetzt werden und verhindert ebenfall mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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