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Forscher entwickeln Pille für den Mann

Forscher entwickeln Pille für den Mann

30.06.2010, 13:16 Uhr | ag/dpa

Forscher entwickeln Pille für den Mann. Forscher haben eine neue Pille für den Mann entwickelt . (Foto: imago)

Forscher haben eine neue Pille für den Mann entwickelt . (Foto: imago)

Seit 50 Jahren können Frauen sich mit der Einnahme von Hormonen vor ungewollten Schwangerschaften schützen. Jetzt haben israelische Forscher die erste Pille für den Mann entwickelt. Laut Forschungsleiter Haim Breitbart von der Bar-Ilan-Universität blocke das Hormonpräparat ein Protein in den männlichen Spermien. Die Samenflüssigkeit werde so unfruchtbar gemacht, bevor sie die Gebärmutter erreicht. Auf den Markt soll das Präparat jedoch erst in drei Jahren kommen.

Weniger Nebenwirkungen als bei der Pille für die Frau

Laut Breitbart sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten, was bei der Pille für Frauen häufig der Fall ist. Ein weiterer Vorteil der Pille für den Mann: Sie muss nicht täglich, sondern lediglich alle drei Monate eingenommen werden. Das Medikament wurde bereits erfolgreich an Mäusen getestet und könnte in etwa drei Jahren auf den Markt kommen, so die Forscher.

Weitere Forschungen laufen weltweit

An einem hormonellen Verhütungsmittel für Männer wird bereits seit vielen Jahren geforscht. Bislang war die "Pille für den Mann" jedoch eine Spritze. Die WHO führt derzeit eine weltweite Studie an rund 500 Paaren durch, die damit verhüten. Die Ergebnisse werden an der Uniklinik Münster zusammengetragen. Auch dort testen derzeit mehrere Paare, ob es mit der Verhütung auch dann klappt, wenn der Mann die Hormone verabreicht bekommt. "Die Spritze ist zwar unangenehm, aber die Männer stehen das durch", erklärt Dr. Michael Zitzmann, der das Projekt in Münster leitet und große Hoffnungen in die WHO-Studie setzt.

Testosteronspritze unterdrückt Samenproduktion

Wenn die Ergebnisse entsprechend ausfallen, hofft Zitzmann, werden auch Pharma-Unternehmen wieder in die Forschung einsteigen und Behörden die Pille irgendwann genehmigen können. Die Hürden für eine Genehmigung seien aber sehr hoch, sagt er. "Die Anti-Baby-Pille für die Frau von damals hätten Sie unter heutigen Bedingungen gar nicht auf den Markt bringen dürfen." Bei dem männlichen Gegenstück zur Pille wird alle acht Wochen ein Testosteron-Mittel gespritzt, das das Hormon zur Spermienproduktion unterdrückt.

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