t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomeHeim & GartenBauen

Heizungsgesetz (GEG): 2024 drohen Bußgelder bei Verstoß


50.000 Euro Bußgeld bei Verstoß gegen das Heizungsgesetz


Aktualisiert am 27.12.2023Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
Qualitativ geprüfter Inhalt

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Zum journalistischen Leitbild von t-online.
GeldVergrößern des Bildes
Geld: Ein Verstoß gegen das GEG ist eine Ordnungswidrigkeit und kann hoch bestraft werden. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration/dpa-bilder)

2024 tritt die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in Kraft. Wer gegen die Auflagen verstößt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) tritt ab Januar 2024 in Kraft. Die größte und bekannteste Neuerung ist, dass neu eingebaute Heizungen ab 2026/2028 zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.

Es gibt jedoch noch weitere Pflichten und Regelungen, die Hauseigentümer nun beachten sollten. Andernfalls begehen sie eine Ordnungswidrigkeit und riskieren ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro.

Welche Verstöße kann es geben?

  • Austauschpflicht für Heizkesseln nach 30 Jahren Betrieb missachtet oder sie neu aufgestellt/in Betrieb genommen.
  • Inspektion der Wärmepumpe wurde nicht korrekt, vollständig und regelmäßig durchgeführt.
  • Bei Heizungen in Gebäuden mit mehr als sechs Wohnparteien wurde kein hydraulischer Abgleich durchgeführt.
  • Die Vorlauftemperatur wurde nicht angepasst.

Welche Bußgelder fallen bei einem Verstoß an?

Im GEG wurden die Bußgeldvorschriften (§ 108 GEG) angepasst beziehungsweise erweitert, die bei einem Verstoß gegen das GEG gelten. Wird gegen einen der folgenden Punkte verstoßen, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, wodurch künftig ein Bußgeld in entsprechender Höhe fällig wird. Allgemein gelten folgende Bußgeldbestimmungen:

Bis zu 50.000 Euro Bußgeld

  • Der Gesamtenergiebedarf von Wohn- und Nichtwohngebäuden muss bei deren Neuerrichtung eingehalten werden. Dieser liegt bei 55 Prozent ausgehend von dem maßgebenden Referenzgebäude. (§15ff GEG)
  • Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus kauft, muss innerhalb von zwei Jahren die oberste Geschossdecke dämmen, wenn das nicht bereits bis Ende 2015 geschehen ist. ("Mindestwärmeschutz"; etwa vier Zentimeter Wärmedämmung). (§47 GEG)
  • Bauliche und anlagentechnische Veränderungen an Bestandsgebäuden müssen dem Gesetz entsprechen und korrekt ausgeführt werden. (§ 48 GEG)
  • Wird eine Zentralheizung eingebaut, muss sie den Vorgaben und Regelungen entsprechend. Ist sie bereits vorhanden, muss sie rechtzeitig und korrekt nachgerüstet werden. (§ 61 GEG)
  • Die Rohrleitungen (Kalt- und Warmwasser) und Armaturen müssen gedämmt sein. (§ 69 ff GEG)
  • Wird ein Heizkessel mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen nach 30 Jahren weiterhin betrieben oder neu eingebaut beziehungsweise aufgebaut, liegt ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit vor. (§72 f GEG)
    Ausgeschlossen von der Pflicht sind Niedertemperaturheizkessel und Brennwertkessel. Eine weitere Ausnahme gilt für Hauseigentümer, die die Immobilie seit dem 1. Februar 2002 selbst bewohnen beziehungsweise bewohnt haben.

Bis zu 10.000 Euro

  • In Gebäude eingebaute Klimaanlagen mit einer Nennleistung von mehr als zwölf Kilowatt sowie Kombigeräte mit Klima- und Lüftungsanlage mit einer Nennleistung von über zwölf Kilowatt müssen regelmäßig, korrekt und rechtzeitig energetisch inspiziert werden (§ 74 GEG). Und zwar von einem Fachbetrieb. (§77 GEG)
  • Eigentümer eines Neubaus müssen einen Energieausweis besitzen – als Original oder Kopie – sobald das Gebäude fertiggestellt ist.
  • Käufern oder Mietern eines Gebäudes muss der Energieausweis rechtzeitig und vollständig vorgelegt werden. Zudem muss ihnen der Energieausweis im Original oder als Kopie übergeben werden (§80 GEG). Darüber hinaus müssen die Daten auf dem Nachweis korrekt und somit wahrheitsgetreu sein.
    Der Energieausweis darf nur von den entsprechenden Stellen ausgestellt werden. (§88 GEG)

Bis zu 5.000 Euro

  • Abrechnungen für die Lieferung von Biogas (Biomethan) oder flüssiger Biomasse müssen mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden.
    Zudem müssen die Bescheinigungen des entsprechenden Lieferanten korrekt und vollständig sein und vorliegen. (§96 GEG)
  • Der Energieausweis muss der Kontrollstelle umgehend vorgelegt werden, wenn diese es verlangt. Auch bei einer Inspektion muss der Nachweis korrekt und vollständig vorliegen. (§96 GEG)

Zuvor wurden diese Punkte nicht in der Bußgeldvorschrift explizit aufgezählt. Nun ist genau aufgeführt, wie hoch die Ordnungswidrigkeit geahndet wird.

Verwendete Quellen
  • gesetze-im-internet.de "GEG"
  • gesetze-im Internet.de "GEG Anlage 8"
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website