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Starkregen: So schützen Sie Ihr Haus

Welche Versicherung zahlt  

So sichern Sie Ihr Haus bei Starkregen ab

25.07.2017, 10:14 Uhr | em (CF)

Starkregen: So schützen Sie Ihr Haus. Sandsäcke können vor großen Wassermassen schützen. (Symbolbild) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Marc Bruxelle)

Sandsäcke können vor großen Wassermassen schützen. (Symbolbild) (Quelle: Marc Bruxelle/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Starkregen auf das Dach niederprasselt, drohen große Sachschäden durch Überflutungen. Dabei sind Stromausfälle oder vollgelaufene Keller keine Seltenheit. Vor allem in Städten richten die Wassermassen oft regelrechte Verwüstungen an. Doch wie kommt es, dass sich sich enorme Wassermassen binnen kurzer Zeit ergießen, und wie schützt man das eigene Heim dagegen?

Warum Starkregen so viel Schaden anrichten kann

Oft dauert Starkregen nur wenige Minuten an, doch auch ein kurzer Zeitraum kann ausreichen, um verheerende Schäden zu verursachen. Starkregen kann in jeder deutschen Region auftreten. In Städten ist er, wenn er länger anhält, besonders problematisch. Kanalisationen können die Wassermassen oft nicht aufnehmen und laufen über. Im Boden versickern, wie in ländlichen Gebieten, kann ein großer Teil des Wassers auch nicht, da der Boden durch Gebäude und Straßenbau weitgehend versiegelt ist.

Das Ergebnis: Straßen stehen schon nach kurzer Zeit unter Wasser, Keller, Lagerhallen und Garagen laufen voll. Dabei entstehen unter anderem teure Sachschäden an Autos und Gebäuden. Starkregen kann aber auch weitere Probleme verursachen: So vermischt sich etwa der Inhalt von überlaufenen Heizöltanks mit den Wassermassen und verschmutzt umliegende Grundstücke und Gewässer. Stellen Sie also bei Verdacht auf Überschwemmung stets sicher, dass Ihr Heizöltank voll ist, und entfernen sonstige Schadstoffe aus dem Keller.

So schützen Sie sich und Ihr Eigentum gegen Starkregen

Keller sind bei Starkregen am meisten betroffen. Einerseits kann sie Wasser von der Straße über Eingänge oder Fenster überfluten. Um das zu verhindern, sollten Sie dafür sorgen, dass Kellerfenster und Lichtschächte gut abgedichtet sind und dass die Abflüsse an Kellereingängen nicht verstopft sind. Weiteren Schutz gegen Überflutung von der Straße bieten Einbordungen um die Fenster und 15 Zentimeter hohe Schwellen an allen Eingängen – zum Keller wie zum Erdgeschoß. An die Garagentür könnte ein Anstieg führen.

Andererseits kann eine Überflutung auch dadurch entstehen, dass die Kanalisation überlastet wird und sich ein Rückstau bildet. Gefährdet sind Waschbecken, Toiletten oder Bodenabläufe, die unterhalb der Straßenebene liegen – bei Überschwemmungen auch höher. Dagegen schützt ein Rückstauventil oder eine Rückstauhebeanlage, die allerdings regelmäßig gewartet werden sollten. (Unwetter-Versicherung: Schützen Sie Ihren Besitz)

Welche Versicherung zahlt was?

Sollte dennoch wegen Starkregen Schaden am Haus oder Möbeln entstehen, zahlt die Versicherung – aber nur dann, wenn sie eine Elementarschadensklausel beinhaltet. Achtung: Diese Vertragsoption muss immer extra abgeschlossen werden! Wichtig ist, alle betroffenen Stellen sofort zu fotografieren. Für Schaden am Auto ist die Teilkasko zuständig, es sei denn, Sie haben Ihr Fahrzeug nach einer Hochwasserwarnung nicht umgeparkt, denn das gilt als grobe Fahrlässigkeit. 

Typische Wetterlage für Starkregen

Von Starkregen als Wetterphänomen spricht man, wenn eine bestimmte, sehr große Menge Niederschlag pro Zeiteinheit fällt. Dem Wetterlexikon des Südwestrundfunks zufolge handelt es sich nach der Definition des Deutschen Wetterdienstes um Starkregen, wenn entweder mehr als fünf Liter pro Quadratmeter innerhalb von fünf Minuten oder mehr als 17,1 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde fallen. Im Herbst und im Frühling sind solche Regengüsse etwas häufiger, weil da die Wetterverhältnisse eine sogenannte Vb-Wetterlage begünstigen. (Blitzeinschlag: Wie Sie Ihr Haus schützen können)

Diese Wetterlage ist ein gesamteuropäisches Wetterphänomen. Das V meint die römische Zahl 5, ausgesprochen wird der Begriff daher Fünf-B-Wetterlage. Sie entsteht, wenn ein warmes Tiefdruckgebiet vom Mittelmeer sich bis nördlich der Alpen bewegt und dort – also direkt über Deutschland – auf kältere Luft trifft. Ein solches Tief führt besonders große Mengen Wasser mit sich, dessen Moleküle in der Luft außergewöhnlich stark beschleunigt werden und sich dabei zu schweren Regentropfen zusammenformen.

Wie Sie die Schäden am besten dokumentieren, damit Ihre Versicherung gegebenenfalls zahlt, lesen Sie in unserem Ratgeber.

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