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Kosten beim Hausbau senken: Clevere Spar-Tipps

Diese Tricks sparen Geld beim Hausbau

15.09.2015, 16:09 Uhr | dpa-tmn, zuhause.de

Kosten beim Hausbau senken: Clevere Spar-Tipps. Dachfenster statt Gaube spart beim Hausbau Geld. (Quelle: dpa/Nestor Bachmann)

Dachfenster statt Gaube spart beim Hausbau Geld. (Quelle: Nestor Bachmann/dpa)

Bei anhaltend niedrigen Zinsen denken selbst eingefleischte Hausbau-Gegner über ein eigenes Häuschen nach. Der Bau-Boom der vergangenen Jahre hat allerdings die Kosten für Grundstücke und Häuser ansteigen lassen. Doch mit ein paar Tipps und geschickter Planung kann man beim Hausbau so manchen Euro sparen.

Wer nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, kann beim Grundstück die Kosten drücken. Sparen kann man, wenn man Abstriche bei der Größe oder der Lage macht. Ein Grundstück auf dem Land ist erheblich günstiger als in der Stadt. Wie teuer das Areal ist, hängt von der Lage, Größe, aber auch den Gegebenheiten vor Ort ab. "Bauherren sollten die Entscheidung, wegen eines großen, aber preiswerten Grundstücks aufs Land zu ziehen, gut abwägen", gibt Uta Maria Schmidt von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zu bedenken. "Die Infrastruktur kann unzureichend und die Fahrt zur Arbeit zu lang und auf Dauer zu kostspielig sein." Und der Wiederverkaufswert ist im Vergleich zu einem Stadthaus geringer.

Erbpacht spart Grundstückskosten

"Vor allem beim Bau von Reihen- und Doppelhäusern lassen sich Grundstücke klein halten", erklärt Schmidt. Dann müssen die Bauherren unbedingt auf guten Schallschutz achten. Besonders günstig sind Erbbaugrundstücke, die Kirchen oder einige Kommunen anbieten. Dabei kauft man das Grundstück nicht, sondern pachtet es für einen längeren Zeitraum. Üblicherweise laufen die Verträge 75 bis 99 Jahre. Allerdings hat ein Pächter nach Ablauf der Zeit keinen Anspruch auf eine Verlängerung des Vertrags. Im Zweifelsfall fällt das Grundstück samt darauf erbautem Haus an den Eigentümer, der dann lediglich eine angemessene Entschädigung zahlen muss.

Bodengutachten schützt vor teuren Mehrkosten

Vor dem Kauf sollte man das Bodengutachten studieren. "Nicht immer liegt das Grundstück auf einer grünen Wiese und hat Mutterboden, auf dem sich gut bauen und ein Garten anlegen lässt", erklärt Wolfgang Szubin vom Verband Wohneigentum. Das erhöht die Kosten. Und was viele Bauherren nicht wissen: Versteckte Kosten können auch im Nachhinein auftreten. "Befindet sich das Grundstück zum Beispiel in Hanglage, kommen Kosten für die Anpassung des Fundaments hinzu sowie eventuell auch für Stützwände und Vorkehrungen zum Ablauf von Wasser." Ein Baugrundgutachten kostet gewöhnlich zwischen 500 und 1000 Euro.

Außerdem sollte man klären: Ist das Grundstück erschlossen? Sind also Anschlüsse an die Versorgungsleitungen wie Strom, Wasser und Gas sowie an das Kanalnetz gegeben? Auch das vermeidet Kosten.

Fertighaus oder Stein-auf-Stein?

Je nach Bauweise gibt es beim Hausbau auch noch reichlich Sparpotenzial. Ob Fertighäuser oder konventionelle Häuser preislich günstiger sind, hängt vom individuellen Bauvorhaben ab. Fertighäuser in Leichtbauweise werden meist von einem Hersteller errichtet und schlüsselfertig übergeben. Diese Tatsache spart den Käufern im Vergleich zu massiven Bauvorhaben vor allem Stress. "Außerdem kann der Fertighaus-Hersteller schon vor Baubeginn einen Festpreis und den Einzugstermin nennen", sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau.

Doch das kann sich später rächen. Architekt Szubin betont: "Wenn man im Nachhinein Details ändern möchte, entstehen zum Teil erhöhte Zusatzkosten." Ein Tipp, die Kosten beim Fertighaus zu drücken, ist das Ausbauhaus. "Der Bauherr hat hier die Möglichkeit, einzelne Arbeiten selbst zu erledigen", erklärt Windscheif. Oft seien es Malerarbeiten oder das Verlegen der Bodenbeläge, die als Eigenleistung erbracht würden. Dabei sollten sich Bauherren allerdings nicht zu viel zumuten.

Eigenleistung nicht überschätzen

Auch wenn man damit richtig sparen kann, der berufstätige Bauherr kann sich nur in der Freizeit um diese Arbeiten kümmern. Sein handwerkliches Können sollte er realistisch einschätzen: "Am häufigsten erledigen die Bauherren die Anlage des Gartens selbst sowie Projekte im Innenausbau wie Streichen oder Teppichverlegen", weiß Szubin. "Man muss dabei bedenken, dass es für Eigenleistungen oder die Arbeit eines handwerklich begabten Freundes keine Gewährleistung gibt", betont Uta Maria Schmidt von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Gewerke wie Maurer-, Estrich- und Putzarbeiten, Heizungs-, Elektro- und Sanitärinstallation, Zimmerer- und Dachdecker-/Dachklempnerarbeiten sollten Fachfirmen vorbehalten bleiben."

Wer ein Haus in Massivbauweise will, kann mit Hilfe eines Architekten individuelle Bauvorhaben realisieren. "Hier hat man zwischendrin noch die Wahl, sich für eine etwas günstigere Ausstattung zu entscheiden", erklärt Szubin. Und der Architekt hilft zudem bei der Einhaltung des festgelegten Gesamtbudgets. So ist ein individuell geplantes Haus oftmals nicht teurer als ein schlüsselfertiges von der Stange, das auf die eigenen Bedürfnisse und Gegebenheiten vor Ort angepasst werden muss.

"Gleichgültig welche Bauweise, Bauherren sollten alle Bauleistungen, Mehrleistungen, Nebenkosten, Sonderwünsche oder geplante Eigenleistungen in einem konkreten Kostenangebot aufstellen lassen und vertraglich vereinbaren", rät Verbraucherberaterin Schmidt. Dies hilft, spätere Enttäuschungen, zusätzliche Kosten oder gar gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Nicht zu viel Platz verschenken

Eine grobe Vorstellung, wie das Haus aussehen soll, haben die meisten. Aber: "Viele überschätzen sich mit der Größe des neuen Hauses und dem Budget hierfür", sagt Wolfgang Szubin. Er empfiehlt 120 bis 140 Quadratmeter für eine vierköpfige Familie. Eine kleinere Wohnfläche verringert außerdem den Energiebedarf. Wer mehr möchte, muss mit deutlich höheren Kosten rechnen, rund 1500 Euro pro Quadratmeter und mehr, erläutert Schmidt. Sie rät: Wer platzsparend baut, sollte auf verschenkten Raum durch Flure und Treppenhäuser achten.

Dachfenster statt Gaube

"Die Kosten sinken ebenfalls, wenn man klare Grundrisse wählt, im Innern auf massive Wände, in der Fassade auf Vor- und Rücksprünge wie Erker und Nischen verzichtet", erklärt Schmidt. Balkone und Dachterrassen gehen ebenfalls ins Geld. "Wer anstelle einer Gaube ein Dachflächenfenster plant, erwirtschaftet damit schon fast die Einbauküche", sagt Schmidt. Auch bei der Dachart lässt sich einiges einsparen: So sind Satteldächer oft günstiger als Walmdächer, Betondachsteine preiswerter als Tonziegel.

Verzicht auf Keller und Garage

Statt einer Garage reicht manchmal auch ein Carport. Statt Keller genügt weiterer Stauraum im Haus oder in der Gartenlaube. "Einen Keller wegzulassen, bedeutet etwa 40 000 bis 50 000 Euro weniger Baukosten", sagt Szubin. In bergigen Regionen kann der Einbau eines Kellers noch teurer werden. Häuser ohne Keller benötigen dann allerdings im Erdgeschoss einen kleinen, preislich günstigeren Hausanschlussraum für die Heizungsanlage. Während man eine Garage notfalls auch noch später nachrüsten kann, ist die Entscheidung gegen einen Keller allerdings endgültig.

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