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Hausbau 2016: Was sich für Bauherren im neuen Jahr ändert

Was sich für Bauherren 2016 ändert

23.12.2015, 12:54 Uhr | rw, zuhause.de

Hausbau 2016: Was sich für Bauherren im neuen Jahr ändert. Strenge Vorschriften bei Heizung und Dämmung: Bauherren müssen im nächsten Jahr mit höheren Kosten rechnen. (Quelle: dpa/Nestor Bachmann)

Strenge Vorschriften bei Heizung und Dämmung: Bauherren müssen im nächsten Jahr mit höheren Kosten rechnen. (Quelle: Nestor Bachmann/dpa)

Der Hausbau wird 2016 teurer. Ab Januar gelten im Neubau strengere Vorschriften für Heizung und Wärmedämmung. Immerhin: Ab April gewährt die KfW Bauherren auch höhere Förderkredite. Die jedoch kann längst nicht jeder Häuslebauer in Anspruch nehmen. Was sich für Bauherren 2016 ändert.

"Wer ein neues Haus baut, muss künftig strengere Vorgaben zur Einsparung von Energie beachten." Darauf weist die Verbraucherzentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen hin. Ab 1. Januar gelten zwei verschärfte Standards der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)

Strengere Vorschriften für Heizung und Dämmung

Für Heizung und Warmwasser darf dann nur noch drei Viertel der Energiemenge benötigt werden, die bislang zulässig ist. Entscheidend ist dabei der Primärenergiebedarf, bei dem auch berücksichtigt wird, aus welchen Quellen die Energie stammt. Die Nutzung erneuerbarer Energien hält den Wert niedriger als zum Beispiel das Heizen mit Öl oder Gas.

Die zweite Verschärfung betrifft den Wärmeschutz, also vor allem die Dämmung von Dächern, Wänden und Co. Dieser Schutz muss um circa 20 Prozent besser sein als bisher. Für die energetische Sanierung von bestehenden Häusern gelten die Änderungen nicht.

Kosten für den Hausbau könnten um über 10 Prozent steigen

Die verschärften Anforderungen werden sich auch bei den Baukosten bemerkbar machen. "Es wird immer schwieriger, die Vorgaben zu erfüllen", sagt Eva Reinhold-Postina, Sprecherin des Verbands privater Bauherren (VPB), im Gespräch mit zuhause.de. "20 Prozent mehr Wärmeschutz bei der thermischen Hülle – das bedeutet mehr Baumaterial, mehr Arbeitszeit und damit auch höhere Kosten."

Jürgen Stock, Referatsleiter im Bundesbauministerium, bestätigt: "Alle Fachleute sind sich darüber einig, dass das Bauen etwas teurer wird. Aber über die Höhe der zusätzlichen Kosten gibt es unterschiedliche Auffassungen." Schätzungen schwanken zwischen drei und elf Prozent Mehrkosten. 

KfW stockt Förderkredite für energieeffiziente Neubauten auf

Immerhin erhöht auch der Staat die Fördermittel für energieeffiziente Neubauten. Die teilstaatliche Investitionsbank KfW stockt ihre Förderkredite auf – allerdings erst zum 1. April und auch nur für Bauherren, die ein KfW-Effizienzhaus bauen. Geförderte Neubauten müssen mindestens dem Standard "KfW-Effizienzhaus-55" entsprechen. 

"Das bedeutet, ihr Energiebedarf darf höchstens bei 55 Prozent der bis Ende 2015 zulässigen Höchstwerte liegen", informiert die VZ. Dann gewährt die KfW zinsvergünstigte Kredite in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit. Bislang liegt die Obergrenze bei 50.000 Euro. 

Mehrkosten sollen sich langfristig rentieren

Unterm Strich sollen sich die Investitionen für den Haus- oder Wohnungsbesitzer mittelfristig auszahlen. "Berechnungen an Modellgebäuden haben ergeben, dass nach 20 bis 24 Jahren, teilweise aber auch deutlich schneller, die schwarze Null erreicht und danach ein Plus zu verzeichnen sein wird", betont Ministeriumsvertreter Stock.

Zumal die EnEV Bauherren einige Gestaltungsspielräume lässt. "Es gibt viele Wege, diese Einsparungsziele zu erreichen", stellt Stock klar. Wird zum Beispiel eine etwas teurere Pelletheizung oder Scheitholzheizung statt eines Brennwertkessels genutzt, kann die Wärmedämmung etwas geringer ausfallen. Das trifft auch beim Einsatz einer Wärmepumpe zu.

"Es ist immer eine Ermessensfrage, wo der Bauherr seine Prioritäten setzt", sagt Stock. "Investiert er jetzt mehr Geld und spart später im laufenden Betrieb, oder investiert er lieber weniger beim Neubau und nimmt dafür höhere Betriebskosten in Kauf?" 

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