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Fachwerkbau: Traditionelle Bauweise mit Zukunft

Baulexikon  

Fachwerkbau: Traditionelle Bauweise mit Zukunft

10.03.2016, 10:09 Uhr | kg (CF)

Der Fachwerkbau ist ein traditionelles statisches System. Obwohl er auch bei der Konstruktion von Brücken und Türmen eingesetzt wird, ist er vor allem im Hausbau, heutzutage vor allem auch bei Fertighäusern, sehr beliebt.

Fachwerkbau: Eine Konstruktion mit Geschichte

Besonders vom 15. bis zum 18. Jahrhundert war der Fachwerkbau in vielen Städten weit verbreitet. Das lag vor allem auch an der Erschwinglichkeit der verwendeten Baustoffe. Fachwerkhäuser bestanden aus drei grundsätzlichen Materialien: Holz, Lehm und Stroh. Nur das Erdgeschoss wurde gemauert, um ein witterungsbeständiges Fundament für die hölzernen Obergeschosse zu bieten. Bis ins 19. Jahrhundert galt der Fachwerkbau als die vorherrschende Baumethode. Erst später wurden die Fachwerkhäuser von Steinbauten verdrängt, weil sie einen besseren Brandschutz boten.

Einfaches, aber geniales System

Obwohl fast jede Region ihren eigenen Fachwerkbau-Stil entwickelte, funktionierten alle nach einem ähnlichen statischen Prinzip. Handwerker errichteten ein dreidimensionales Gitterwerk aus senkrechten und waagerechten Balken. Um die entstandenen Quadrate statisch zu sichern, wurden Hölzer diagonal eingespannt – die so genannten Riegel oder Streben. Um das Haus zu isolieren, kam in die Zwischenräume, auch Gefache genannt, eine Mischung aus Lehm und Stroh.

Heutige Verwendung als Fertighäuser

Auch heute gilt der Fachwerkbau als kostengünstige Methode, ein Eigenheim zu erbauen – oft auch in Form von Fertighäusern. Obwohl sie optisch in verschiedensten Ausführungen erhältlich sind, basieren sie auf dem gleichen konstruktiven Grundkonzept wie ihre traditionellen Vorfahren. Die Gefache werden allerdings nicht mehr mit Lehm, sondern zumeist mit Ziegeln ausgefüllt. Die Fertighäuser im Fachwerkbau gelten als sehr zeitbeständig und können sogar abgebaut und anschließend wieder neu aufgebaut werden.

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