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Kamin richtig heizen und gefährlichen Feinstaub vermeiden

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 13.01.2016Lesedauer: 2 Min.
Erhöhte Feuchtigkeit im Holz macht jeden Ofen zur giftigen Dreckschleuder.
Erhöhte Feuchtigkeit im Holz macht jeden Ofen zur giftigen Dreckschleuder. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Ein kuscheliges Kaminfeuer macht graue Wintertage doch gleich viel erträglicher. Allerdings entsteht bei der Holzverbrennung Feinstaub. Die feinen Partikel sind gesundheitsschädlich – sie können Allergien, Asthma und sogar Lungenkrebs auslösen. Experten erlären, wie Sie die Feinstaubgefahr verringern und Ihr Feuer unbeschwert genießen.

Zigaretten- und Kerzenrauch, Staubsauger ohne Feinfilter und vor allem Öfen sind schuld, wenn eine Wohnung mit Feinstaub belastet ist.


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Ofen richtig anheizen

Schon das richtige Anschüren macht viel aus: Brennt das Holz am Anfang zu langsam ab, gibt es viele unverbrannte Kleinstoffe in die Luft ab. Statt den Ofen vollzupacken, sollte man besser zunächst nur eine kleine Menge Brennholz anzünden. Nachgelegt wird erst, wenn diese erste Ladung gut brennt, rät Udo Peters, Leiter des Bereichs Versorgungstechnik bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Nur trockenes Brennholz verfeuern

"Das Holz muss auch ausreichend getrocknet sein – rund zwei Jahre abgelagert an einem trockenen Ort", erläutert Peters. Die Stiftung Warentest hat feuchtes Kaminholz untersucht und dabei festgestellt, dass schon die Erhöhung der Restfeuchte im Holz von 14 Prozent auf 25 Prozent den Staubgehalt im Abgas verdoppelt. Deswegen ist es sogar gesetzlich verboten, Holz mit einer Feuchte von über 25 Prozent zu verbrennen.

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Wer möglichst lange etwas von dem Feuer haben will, legt später Briketts nach. Allerdings sollten die nur in Öfen verbrannt werden, die dafür zugelassen sind. Ob das der Fall ist, stehe in den technischen Informationen zur Anlage. Man kann alternativ aber auch seinen Schornsteinfeger fragen.

Feinstaub-Grenzwerte bei Öfen beachten

Gerade viele alte Öfen stoßen gefährliche Mengen an Feinstaub aus. Daher hat der Gesetzgeber 2010 Grenzwerte für Heizungsanlagen erlassen, die mit Festbrennstoffen wie Holzscheiten, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle befüllt werden. Überschreitet ein Ofen die Grenzwerte, muss man ihn austauschen oder einen Staubfilter nachrüsten.

Der Grenzwert für Feinstaub liegt bei 150 Milligramm pro Kubikmeter und für Kohlenmonoxid bei vier Gramm pro Kubikmeter. Ofenbesitzer müssen einen Nachweis vorlegen können, dass dieser Wert eingehalten wird. Dies kann laut Bundesumweltministerium auch eine Herstellerbescheinigung sein.

Auf feinstaubarme Kaminöfen umsteigen

Alle, die keinen solchen Nachweis vorlegen können, müssen ihren Ofen je nach Baujahr früher oder später nachrüsten oder gleich austauschen. Bei Einzelraumanlagen, die vor dem 31. Dezember 1974 errichtet wurden oder mit keiner Datumsangabe versehen sind, lief die Frist bis zum 31. Dezember 2014. Für Geräte, die zwischen 1975 und 1984 gebaut wurden, bleibt Zeit bis Ende 2017. Öfen, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden, darf man bis Ende 2020 betreiben. Geräte, die später gebaut wurden, die Grenzwerte aber trotzdem nicht einhalten, müssen bis Ende 2024 nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Ein Austausch ist aber nicht immer notwendig, erklärt Udo Peters. Es könne gut sein, dass ein alter Ofen die geforderten Werte bereits einhält. Ob ein Ofen betroffen ist, kann man beim Schornsteinfeger erfragen oder beim . "Die Datenbank wächst beständig, wie ich beobachtet habe", ergänzt Peters.

Gemauerte Kaminöfen sind Unikate

Keine Daten gibt es für gemauerte Öfen. "Das sind ja jeweils Unikate", erläutert Peters. Er rät Besitzern, die Belastung durch diese Öfen vom Schornsteinfeger messen und sich die Emissionswerte bescheinigen zu lassen. Eine solche Bescheinigung müsse im Falle einer Kontrolle vorgelegt werden.

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