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Neue Heizung einbauen: Worauf es beim Heizkesseltausch ankommt

Eine neue Heizung kann sich rechnen

24.10.2016, 08:27 Uhr | rw, zuhause.de

Neue Heizung einbauen: Worauf es beim Heizkesseltausch ankommt. Eine neue Heizung verbraucht viel weniger Energie. Ein Heizkesselaustausch kann sich schnell rentieren. (Quelle: imago images/Sommer)

Eine neue Heizung verbraucht viel weniger Energie. Ein Heizkesselaustausch kann sich schnell rentieren. (Quelle: Sommer/imago images)

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) verpflichtet der Gesetzgeber viele Deutsche zum Austausch ihrer alten Heizung. Doch auch unabhängig von der Plicht zum Heizkesselaustausch kann sich eine neue Heizung oft schnell rechnen. Es gibt einige Kriterien, anhand derer man abschätzen kann, ob sich eine neue Heizung lohnt. Die Deutsche Energie-Agentur nennt fünf Gründe für einen Heizkesseltausch.

Mit der EnEV 2014 wurde eine Austauschpflicht für alte Heizungen eingeführt. Kessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen demnach durch einen neuen ersetzt werden. "Entscheidend ist das Baujahr des Wärmetauschers", informiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW). In diesem Jahr müssen Heizkessel ausgetauscht werden, deren Wärmetauscher Baujahr 1986 oder noch älter ist. Die Pflicht gilt für alle Hauseigentümer, die ihre Immobilie nach dem 01. Februar 2002 erworben haben. Nicht ausgetauscht werden müssen Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel mit einem besonders hohen Wirkungsgrad.

Kosten und Einsparungen durch die neue Heizung

"Einen Gas-Brennwertkessel für ein Zweifamilienhaus gibt es inklusive der nötigen Umrüstung des Kamins ab etwa 5000 Euro", so die VZ NRW. Öl-Brennwertkessel seien ein wenig teurer. Den Kosten entgegen stünden Einsparungen im Brennstoffverbrauch von 10 bis 25 Prozent, so die Verbraucherschützer. "Hinzu kommt oft eine Ersparnis durch die integrierte Heizungspumpe, die bis zu 90 Prozent weniger Strom verbraucht als ihre Vorläufer aus den 1980er Jahren."

Den Heizkesselaustausch professionell planen

Auch unabhängig vor der gesetzlichen Austauschpflicht könne sich ein Kesseltausch je nach Ausgangslage häufig vergleichsweise schnell rentieren – zumal gerade erst mehrere staatliche Fördermittel für den Heizungsaustausch erhöht wurden. Voraussetzung für die Gewährung ist allerdings, dass ein Energieberater in Planung und Ausführung mit eingebunden wird.

Das ist ohnehin sinnvoll. Denn gerade wer sein Haus nach und nach im Zuge mehrerer Einzelmaßnahmen modernisiert, sollte darauf achten, dass die einzelnen Schritte gut aufeinander abgestimmt sind. Durch eine Dämmmaßnahme nach dem Heizkesselaustausch würde sich beispielsweise der Heizenergiebedarf des Gebäudes reduzieren. Der gerade erst neu angeschaffte und auf den vorherigen Energiebedarf ausgelegte Heizkessel wäre dann unter Umständen überdimensioniert. Die Energieberatung selbst wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 800 Euro bezuschusst.

Neue Heizung ist in ein bis zwei Tagen betriebsbereit

Viele Hausbesitzer scheuen nicht nur die Investitionskosten, sondern auch den Aufwand, den ein Heizungsaustausch macht. Immerhin lässt sich für die Dauer des Austauschs weder das Gebäude beheizen noch steht warmes Wasser zur Verfügung. Allzu große Sorgen müssen sich Verbraucher jedoch nicht machen. Für ihren Praxistest Brennwert* hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online vier Hausbesitzer beim Austausch ihres alten Heizkessels begleitet. In maximal zwei Tagen war der alte Kessel samt Rohren demontiert und die neue Heizung tat ihren Dienst. In einem Fall dauerte es nur neun Stunden, bis die neue Heizung in Betrieb war.

Was passiert beim Heizkesselaustausch?

Zuerst muss immer der alte Heizkessel samt Rohren demontiert und entfernt werden. Manche Kelleraufgänge sind so eng, dass der alte Kessel nicht ohne weiteres hindurch passt. Dann muss er vor Ort mit dem Schneidbrenner zerlegt werden. Zusammen mit dem neuen Kessel werden dann in der Regel auch neue Heizungsrohre verlegt und isoliert. Im Praxistest von co2online hatten sich alle Tester für einen Gas-Brennwertkessel entschieden. Dann müssten üblicherweise Kunststoffrohre im Schornstein sowie Abflussrohre für die Kesselkondensate verlegt werden, heißt es im ausführlichen Testbericht auf den Webseiten der Gesellschaft. In einem Fall mussten dafür einige Wände durchbrochen werden, was man zuvor mit dem Heizungsinstallateur abklären sollte.

Wird ein neuer Gasanschluss gelegt, muss die korrekte Ausführung vom Gasversorgers kontrolliert und bestätigt werden. Nach Abschluss aller Arbeiten muss der Schornsteinfeger die neue Heizungsanlage abnehmen.

Hydraulischer Abgleich nach dem Heizkesselaustausch

Außerdem sollte nach dem Heizkesseltausch ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dieser stellt sicher, dass jedem Heizkörper im Gebäude exakt die Menge an warmem Wasser zugeführt wird, die für die jeweilige Raumtemperatur benötigt wird. Voraussetzung dafür sind allerdings voreinstellbare Thermostatventile an den Heizkörpern. Meist müssen diese nachgerüstet werden. Dann liegen die Zusatzkosten für den hydraulischen Abgleich bei einem Einfamilienhaus im Schnitt zwischen 600 und 900 Euro. Er ist eine Voraussetzung für die Bewilligung staatlicher Fördermittel.

Neue Heizung, alter Energieträger

Im Neubau entscheiden sich nach wie vor die allermeisten Verbraucher für eine Gasheizung. Bei der Heizungsmodernisierung im Bestandsgebäude raten Experten aus Kostengründen allerdings in der Regel dazu, beim alten Energieträger zu bleiben. Ein Umstieg rechnet sich nur selten, weil entweder zusätzliche Komponenten benötigt würden oder beispielswiese beim Umstieg auf Gas das Haus erst einmal ans Versorgernetz angeschlossen werden müsste.

Bei guten örtlichen Bedingungen könne sich allerdings insbesondere für größere Familien in Einfamilienhäusern die zusätzliche Investition in eine Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung auf Dauer rechnen. "Damit lassen sich pro Jahr durchaus 300 bis 500 Liter Heizöl oder 300 bis 500 Kubikmeter Erdgas sparen", so Professor Dieter Wolff von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften gegenüber co2online.

* Weitere Informationen zum Praxistest Brennwert finden Sie auf den Webseiten von co2online.

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