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Blumen im Urlaub automatisch bewässern

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Automatisch bewässern  

Wie Ihre Pflanzen den Urlaub überleben

05.07.2018, 10:48 Uhr | sj, dpa-tmn, jb, t-online.de

Blumen im Urlaub automatisch bewässern. Bewässerung Pflanze (Quelle: Getty Images/sbayram)

Pflanzenpflege: Auch im Urlaub sollten Sie sich um die Bewässerung Ihrer Pflanzen kümmern. (Symbolbild) (Quelle: sbayram/Getty Images)

Wenn keine Nachbarn oder Bekannten Zeit hat, das Gießen zu übernehmen, droht den gepflegten Zimmerpflanzen der Tod durch Vertrocknen. Das muss nicht sein: Mit wenig Aufwand und den richtigen Tipps bringen Sie Ihre Pflanzen unbeschadet durch die heiße Urlaubszeit. Eine einfache und zugleich kostenlose Methode ist der Flaschen-Trick.

Im Sommer brauchen die meisten Pflanzen täglich Wasser. Am einfachsten ist es natürlich, wenn Sie einen netten Nachbarn haben, der das Gießen übernimmt. Doch nicht jeder kann auf eine so komfortable Lösung zurückgreifen und muss sich deshalb anders behelfen.

Schattig, aber nicht zu dunkel

Um den Wasserbedarf der Pflanzen zu reduzieren, ist es ratsam, sie nicht in die pralle Sonne zu stellen. Wer nicht mit zeitgesteuerten Rollläden die Lichtzufuhr regulieren kann, räumt seinen Gewächsen besser einen schattigen Platz. Hierfür gut geeignet ist die Nordseite des Hauses – dort bekommen Pflanzen zum Beispiel keine direkte Sonneneinstrahlung.

Alternativ können Sie auch die Vorhänge zuziehen. Der Raum darf hierdurch jedoch nicht zu sehr abgedunkelt werden – ohne ausreichend Tageslichtzufuhr sterben die Pflanzen langsam ab.

Tonkegel als Bewässerungshilfe

Trotz Schattenplatz benötigen Sie für Ihre Urlaubsabwesenheit eine automatische Bewässerung. Eine gute Lösung für Zimmerpflanzen sind im Handel erhältliche Tonkegel. Stecken Sie die kegelförmigen mit Wasser gefüllten Röhren in die Erde. Ein dünner Schlauch verbindet die Kegel mit einem größeren Wasserbehälter. Wenn die Erde im Blumenkasten zu trocken wird, fließt über die Schläuche Wasser nach.

Zimmerpflanze mit Bewässerungssystem (Quelle: (Symbolbild) imago/Redeleit)Bewässerungssystem: Dank des Systems überstehen Zimmerpflanzen die Urlaubszeit problemlos. (Quelle: (Symbolbild) imago/Redeleit)

So können Sie auch über einen längeren Zeitraum die Wasserversorgung sicherstellen. Die regelmäßige Bewässerung tut manchen Pflanzen gut: Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass es einigen Blumen nach dem Urlaub besser ging als vorher.

Flaschentrick hält die Pflanzen fit

Wem spezielle Bewässerungslösungen zu aufwändig sind, der kann auch zur Flasche greifen. Füllen Sie einfach eine Flasche mit Wasser. Bohren Sie in den Deckel kleine Löcher und verschließen Sie die Flasche wieder. Am besten eignet sich dafür eine Plastikflasche. 

Mit der Öffnung nach unten in den Blumentopf oder -kasten gesteckt, gibt die Flasche das Wasser nach und nach in die Erde ab und versorgt die Pflanzen über längere Zeit mit Feuchtigkeit. Damit die Flasche in der Erde steckenbleibt, braucht sie eine Halterung. Dazu bohren Sie in die Mitte des Deckels ein Loch, durch das Sie einen langen Nagel stecken. Besonders praktisch: Die Wasserzufuhr für durstige beziehungsweise weniger durstige Pflanzen lässt sich pro Flasche dosieren, indem Sie in den Deckel mehr oder weniger Löcher bohren.

Damit die Topfballen insgesamt nach dem Gießen nicht so schnell austrocknen, bedecken Sie die Erdoberfläche mit einer Schicht Rindenmulch – das schützt vor Verdunstung. Tauchen Sie kurz vor der Abreise die Töpfe außerdem noch mal ganz in Wasser, bis keine Luftblasen mehr entstehen.

Das System ist auch ideal für Balkonpflanzen geeignet.

Bewässerung eines Hügelbeetes mittels in den Boden gesteckter Flaschen (Quelle: Getty Images/imago/Redeleit )Bewässerungssystem: Flaschen können Ihre Pflanzen ebenfalls automatisch bewässern. (Quelle: imago/Redeleit /Getty Images)

Gießen auf Vorrat nur bedingt möglich

Beim Kurzurlaub kann es auch schonmal ausreichen, wenn man vor der Abreise noch einmal ordentlich gießt, damit die Blumen für ein paar Tage versorgt sind. Eine längere Abwesenheit lässt sich auf diese Weise aber nicht überbrücken.

Außerdem ist beim Gießen auf Vorrat Vorsicht geboten: Zuviel Wasser ist für die Pflanze genauso schädlich, wie zu wenig. Wenn die gut gemeinte Bewässerung die Blumenerde in eine sumpfige Masse verwandelt, ist die Gefahr groß, dass die Wurzeln abfaulen. Damit das nicht passiert, darf das Wasser im Übertopf maximal einen Zentimeter hoch stehen.

Pflanzen vor Wind und Regen schützen

Zwiebelpflanzen werden für die Urlaubszeit am besten an einen schattigen und windgeschützten Standort gestellt. So verbraucht die Pflanze weniger Wasser, und die Erde trocknet nicht so schnell aus. Ein gespanntes Netz oder Vlies kann auf Balkonen in sonniger Südlage zusätzlichen Schatten spenden.

Die Pflanzen müssen auch vor Wind und Regen geschützt werden: Große Zwiebelpflanzen wie Dahlien, Gladiolen oder Lilien, die zur Sommerzeit rasch in die Höhe treiben, sollten nochmals sorgfältig angebunden werden. So bleiben sie standfest und knicken im Wind nicht ab.

Gartenpflanzen pflegen

Doch nicht nur Ihre Zimmer- und Balkonpflanzen brauche während Ihrer Urlaubsabwesenheit Wasser. Ideal hierfür ist ein Tropfschlauch geeignet. Dieser Schlauch ist das ideale Möglichkeit, Büsche, Hecken und Beete sanft zu bewässern. 

Ein Tropfschlauch ist ein PE-Schlauch mit kleinen Bohrungen im Abstand von rund 30 Zentimetern, aus denen Wasser fließt. Er wird entweder zwischen Büsche und Pflanzen oder in die Erde verlegt und an den Wasseranschluss anstelle des Gartenschlauchs angeschlossen. Beim Verlegen unter der Erde müssen Sie bedenken, dass er kaputt gehen kann, solange Wasser in ihm steht und Bodenfrost herrscht. Ratsamer ist es daher, den Schlauch auf die zu bewässernden Stellen zu legen und ihn im Winter im Haus zu verstauen.

Der Vorteil des Tropfschlauch ist neben der regelmäßigen und mühelosen Bewässerung der Gartenpflanzen und des Rasens, dass das Wasser schneller zu den Wurzeln gelangt und nicht als Sprühnebel in der Luft verschwindet oder beim Gießen auf den Blättern liegen bleibt. Zudem bleibt der Boden gleichmäßig feucht, was besonders im Sommer ein Vorteil ist. 

Auf die Bewässerung mit einem Rasensprenger ist zu verzichten. Hier prasselt das Wasser zu hart auf zarte Gemüse- und Beetpflanzen und könne hierdurch den Blüten und der Ernte schaden.

Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • eigene Recherche


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