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Gartenarbeit im April: Forsythien schneiden

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Düngen und schneiden  

Diese Gartenarbeiten stehen im April an

01.04.2018, 10:35 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Gartenarbeit im April: Forsythien schneiden. Hyazinthen (Quelle: Getty Images/Sarsmis)

Hyazinthen: Die Frühlingsboten blühen im April. (Quelle: Sarsmis/Getty Images)

Nach dem kalten und tristen Winter treibt und blüht es jetzt im Garten schon in voller Pracht. Da haben Hobbygärtner alle Hände voll zu tun. Einige Sträucher und Bäume müssen geschnitten werden. Die Frühblüher stehen in voller Pracht und der Rasen braucht jetzt besonders viel Pflege. Lesen Sie hier, was im April zu tun ist.

Ausreichend düngen

Die nun blühenden Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen brauchen Nachschub an Nährstoffen. "Sie haben ihre Energie in die Entwicklung der Blüten gesteckt", erläutert Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Besonders jene in sandigen und damit nährstoffarmen Böden müssen gedüngt werden. Am besten sei ein spezieller Kalidünger für Zwiebelblumen.

Wem der Standort der frühblühenden Blumen nicht gefallen hat, sollte sie umsetzen – und das darf der Hobbygärtner schon direkt nach der Blüte machen. "Dann können sie schon am neuen Standort Kraft tanken", erklärt Van Groeningen.

Forsythie nach der Blüte schneiden

Frühblühende Sträucher wie die Forsythie und die Kornelkirsche können nach ihrer Blüte stark zurückgeschnitten werden – aber nur die kräftig wachsenden Gehölze, erklärt Van Groeningen. "Von langsam wachsenden Pflanzen wie der Magnolie oder dem Rhododendron sollte man aber die Finger lassen, es sei denn sie sind zu groß geworden."

Rasen vertikutieren und neuen Rasen säen

Der Rasen erhält nun Kalk und Dünger. Außerdem sollte er spätestens im April belüftet und von totem Material sowie Moos oder Laub befreit werden. Hierfür reicht eine Harke. Diese sollten Sie allerdings tief in die Erde graben, damit ausreichend Lockerung und Bewegung im Boden stattfindet.  Einfacher geht es mit einem Vertikutierer , den es auch in Gartencentern und Baumärkten zum Ausleihen gibt.

Dort, wo der Rasen nach dem Vertikutieren nicht mehr dicht ist und wo der Winter Halme vernichtet hat, muss nachgesät werden. Für schattige Plätze, also an Stellen mit weniger als sechs Stunden Sonne pro Tag, sollten Sie auf eine spezielle Schattenmischung zurückgreifen.

Alle zwei Wochen Gemüse säen

Auch frostunempfindliches Gemüse wie Salat und Radieschen darf nun direkt ins Beet gesät werden. "Es ist am besten, wenn man im Frühling nicht gleich alles auf einmal sät", rät die Gartenexpertin. "Sondern die ganzen nächsten Monaten über alle zwei bis drei Wochen ein wenig – so hat man immer wieder was zum Naschen."

Neue Pflanzen in die Erde setzen

Auch Stauden und Einjährige werden nun gesät oder gepflanzt. "Man sollte das tun, solange es nicht zu heiß ist", rät van Groeningen. Beim Setzen sollten die Hobbygärtner in den Boden Kompost einarbeiten, um den neuen Pflanzen ausreichend Nährstoffe zu bieten. Die Wurzeln werden vor dem Setzen am besten in Wasser eingeweicht, und der Ballen wird leicht auseinandergezogen. "Das mag sich hart anfühlen, aber keine Angst, man tut den Pflanzen damit einen Gefallen", erläutert die Expertin. Anschließend wird das Loch gefüllt und die Pflanze gut angegossen.

An heißen Tagen ausreichend wässern

Gerade neue Pflanzen brauchen im April ausreichend Wasser. Es kann an einigen Tagen auch schon mal sehr heiß werden – dann muss zum Gießen der Gartenschlauch genommen werden. Am besten geschieht dies spät abends oder früh morgens, wenn die Sonne nicht mehr zu warm scheint. Sonst verdunstet das Gießwasser gleich wieder. In Gärten mit vielen Schnecken sollte man am Morgen gießen.

April ist Rhabarberzeit

Gewöhnlich ist im April Erntezeit für Rhabarber. Spielt das Wetter jedoch nicht mit, lässt sich die Erntereife auch beschleunigen. Dafür kann man zu einem Vlies greifen, wie es die professionellen Gemüseanbauer nutzen. Diese Abdeckung speichert wie ein Gewächshaus die Wärme des Sonnenlichts. Um etwa zwei bis drei Wochen können Hobbygärtner früher ernten, erläutert der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn. Das Vlies gibt es im Gartencenter. Es sollte so groß sein, dass die schnell wachsenden Blätter sich noch bis kurz vor der Ernte darunter verstecken können.

Ein anderer Wachstumsbeschleuniger stammt aus Omas Trickkiste: Dazu stülpt man einfach einen Eimer oder einen Tontopf über die Rhabarberpflanze. Das Gefäß speichert die Wärme und gibt sie ab – Ton eignet sich daher am besten, da dieses Material Wärme besonders gut speichern kann. Doch auch ein schwarzer Eimer zieht die Wärme quasi an. Einen Teil der Pflanzen sollte man jedoch unbedeckt lassen, da auch Rhabarber ab und zu gerne Licht hat. Warmes Gießwasser beschleunigt das Wachstum ebenfalls. Geerntet werden Rhabarberstiele mit einer Drehbewegung, es wird nichts gerupft oder ausgerissen. Bei jungen Pflanzen fällt die Ernte im ersten Jahr übrigens noch aus.

Hortensien schneiden

Sind die Fröste vorüber, schneidet man die Triebe der Schneeballhortensie und der Rispenhortensie kräftig zurück. Dann bilden diese Hortensien kräftige Neutriebe, die im Sommer zu kräftigen Blüten wachsen. Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla)und die Tellerhortensie (Hydrangea serrata) werden dagegen im Frühjahr nur schwach beschnitten. Von der Pflanze entfernt werden dabei im Winter erfrorene Triebspitzen und die alten Blütenstände. Einen Radikalschnitt sollte man unbedingt vermeiden. Denn diese Hortensien bilden bereits im Herbst die Knospen für das nächste Jahr aus.

Kübelpflanzen ans Freie gewöhnen

Kübelpflanzen, die jetzt nach und nach ins Freie gebracht werden, sollten in den ersten vier bis fünf Tagen an einer geschützten Stelle stehen. Sie müssen sich an die Temperaturen gewöhnen. Bei Nachtfrost sollten sie mit Schutzvlies oder Zeitungsseiten, die mit Wäscheklammern zusammengehalten werden, umhüllt werden. Eine Alternative ist, die Kübel bei angesagten Minusgraden nachts zumindest an eine Hauswand zu rücken. Hier ist es grundsätzlich wärmer als an freien Flächen, wo Wind und Frost durchziehen können.

Auch auf dem Balkon fängt es nun an zu blühen

Balkon und Terrasse dürfen nun bepflanzt werden. Van Groeningens Empfehlung: Zwischen Blühpflanzen wie Ranunkeln und Veilchen ein paar Kräuter setzen. Dill, Petersilie, Schnittlauch und Kerbel haben dekorative Blätter – und obendrein sind Balkon oder Terrasse näher an der Küche als der Gemüsegarten. So kann man schnell mit der Schere Kräuter ernten, wenn man sie zum Kochen braucht. Dekorative Kohlsorten oder Mangold können auch als Blattschmuck in die Blühbeete gestreut werden.

Erde in Blumentöpfen austauschen

In der alten Erde können etwa Keime von kranken Pflanzen leben, mit denen sich die neuen Pflanzen infizieren. Der Bundesverband Einzelhandelsgärtner in Berlin empfiehlt für den Blumentopf vorgedüngtes Substrat. Damit kommen die Pflanzen aber nicht die ganze Saison aus. Daher sollten Gärtner die Erde nach vier bis sechs Wochen nachdüngen. Ein Langzeitprodukt, das als Kügelchen oder Stangen in die Erde gedrückt wird, wirke zwei bis drei Monate. Ein Flüssigdünger müsse ein- bis zweimal in der Woche gegeben werden. Erde mit Tonanteilen speichere Wasser besser.

Gartenmöbel reinigen und pflegen

Auch die Gartenmöbel werden spätestens im April wieder aus dem Keller geholt. Eine Frühjahrpflegekur tut den Gartenmöbeln jetzt gut.

Gartenmöbel aus Kunststoff bekommen beispielsweise schnell einen Grauschleier. Schuld ist Staub, der sich darauf ablagert, festsetzt und die Oberfläche einfärbt. Die Verschmutzung ist hartnäckig. Aber auf keinen Fall darf man sie mit Scheuermittel putzen. Diese Reiniger säubern zunächst zwar den Kunststoff, aber die relativ weiche Oberfläche der Möbel bekomme durch die aggressive Behandlung kleine Kratzer. Die schützende Beschichtung geht kaputt und die Möbel verlieren an Haltbarkeit. Besser ist es, die Möbel mit Wasser abzuwischen, dem ein Spritzer Essig hinzugegeben wurde.

Gartenmöbel aus Holz benötigen ebenfalls ausreichend Pflege, bevor Sie diese wieder auf Ihren Balkon oder Ihre Terrasse stellen können. Hierzu zählt unter anderem das regelmäßige Reinigen und Ölen – das gilt sowohl für Weich- als auch für Hartholzmöbel

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • eigene Recherche

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