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Trauermücken loswerden: Befall erkennen & dauerhaft vertreiben

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Schädlinge loswerden  

Diese Mittel helfen effektiv gegen Trauermücken bei Zimmerpflanzen

02.09.2018, 16:00 Uhr | sj, jb, t-online.de

Diese kleinen Insekten legen ihre Brut in der feuchten Erde von Topfpflanzen ab. Die folgenden Hausmittel schaffen Abhilfe gegen die kleinen Plagegeister. (Screenshot: t-online)
Die besten Hausmittel gegen Trauermücken

Diese kleinen Insekten legen ihre Brut in der feuchten Erde von Topfpflanzen ab. Die folgenden Hausmittel schaffen Abhilfe gegen die kleinen Plagegeister.

Die besten Hausmittel gegen Trauermücken


Wenn Sie nach dem Gießen Ihrer Zimmerpflanzen winzige Larven in der Erde entdecken oder kleine Fliegen aus dem Topf steigen, haben sich Trauermücken im Blumentopf breit gemacht. Diese sehen zwar harmlos aus, ihre Larven richten jedoch starke Schäden an den Wurzeln an. 

Trauermücken sind nicht nur lästig, da sie ständig in der Luft umherschwirren wie kleine Obstfliegen, die Larven der Schädlinge richten bei Ihren Zimmerpflanzen auch starke Schäden an. Eine Bekämpfung der Schädlinge ist daher umso wichtiger.

So erkennen Sie einen Befall

Auf den ersten Blick ähneln Trauermücken Frucht- oder Obstfliegen. Jedoch halten sich die Pflanzenschädlinge vorwiegend in der Nähe von Blumentöpfen auf. Entdecken Sie kleine, schwarze Fliegen auf der Erde oder dem Topf sowie kleine glasig-weiße Larven in der Erde, handelt es sich wahrscheinlich um Trauermücken. Wenn Ihre Pflanzen zusätzlich verstärkt eingehen, einen Kümmerwuchs haben oder ihre Stängel hohl gefressen sind, haben sich Trauermücken in der Erde eingenistet.   

Trauermücke (Quelle: imago/blickwinkel, t-online.de)Trauermücke: Im direkten Vergleich ist der Unterschied zwischen einer Trauermücke (Sciaridae, links) und einer Fruchtfliege (rechts) deutlich erkennbar. (Quelle: imago/blickwinkel, t-online.de)

Zuerst Trauermückenlarven bekämpfen

Da vor allem die glasig-weißen Larven der Trauermücke den Pflanzen starke Schäden anrichten, sollten Sie zuerst hier ansetzen. Neben chemischen oder biologischen Mitteln, können Ihnen dabei auch Hausmittel helfen. 

Trauermücken loswerden: Hausmittel gegen Trauermückenlarven

Streichhölzer

Stecken Sie etwa drei bis vier abgebrannte Streichhölzer kopfüber in die Blumenerde. Durch die Schwefelbestandteile im Zündkopf werden die Larven abgetötet und die Trauermücken am weiteren Einnisten gehindert. Stecken Sie jedoch nicht zu viele Streichhölzer in die Blumenerde und tauschen Sie diese nach ein paar Tagen aus.

Quarzsand oder Kies 

Eine zwei bis drei Millimeter dicke Schicht Quarzsand, Kalk oder Kies auf der Blumenerde verhindert, dass sich das Trauermückenweibchen in die Erde graben kann, um hier Eier abzulegen. Kies hat den Vorteil, dass sich beim Gießen die Schicht nicht nach und nach mit der Erde vermischt.

Mikrowelle

Einige Hobbygärtner, die die mit Larven durchsetzte Erde wiederverwenden möchten, setzen auf folgende Methode: Entfernen Sie die Erde sorgfältig von den Wurzeln und sammeln diese in einer Schüssel. Erwärmen Sie die Schüssel für bis zu fünf Minuten in der Mikrowelle, um die Larven abzutöten. Anschließend sollen Sie die Erde wiederverwenden können.
Dieser Tipp verursacht allerdings viel Schmutz und ist relativ aufwendig.  

Klebefallen gegen Trauermücken 

Wenn Sie den Befall frühzeitig bemerken, helfen sogenannte Gelbsticker oder Gelbtafeln. Die klebrigen, gelben Pappstreifen werden in die Erde gesteckt und dienen wirksam als Klebefalle für die Trauermücken.

Trauermücken loswerden: Gelbsticker wirken als Klebefalle gegen die lästigen Schädlinge. (Quelle: t-online.de)Trauermücken loswerden:: Gelbsticker wirken als Klebefalle gegen die lästigen Schädlinge. (Quelle: t-online.de)

Trockenheit

Weibliche Trauermücken legen ihre Eier in feuchte Erde. Verzichten Sie ein bis zwei Wochen darauf, Ihre Pflanzen zu gießen. So trocknet die Blumenerde oberflächlich. Die optimale Brutbedingung, feuchte Erde, ist somit nicht mehr gegeben. Wenn Sie sicher gehen möchten, tragen Sie zusätzlich noch die obere Erdschicht ab. Hier können sich sonst noch Eier befinden, aus denen bei einer warmen, feuchten Periode Larven schlüpfen. Ihren Zimmerpflanzen schaden die zwei Wochen ohne Bewässerung selten.

Erde austauschen

Tauschen Sie die Blumenerde Ihrer Zimmerpflanzen komplett aus. Auch am Wurzelballen darf sich keine Erde befinden, da sich auch hier noch Larven verstecken könnten. Säubern Sie anschließend die Blumentöpfe gründlich und achten Sie darauf, dass die neue Erde nicht bei der befallenen Erde gelagert wird oder wurde. 

Achtung
Tipps wie Asche von Zigaretten, Backpulver oder Desinfektionsmittel sind weniger geeignet. Zwar gehen die Larven nach dem Verzehr des Backpulvers ein, dennoch kann die Erde durch das Pulver anfangen zu schimmeln und Sie müssen die Blumenerde austauschen. Desinfektionsmittel und Asche werden mit dem Gießwasser an die Wurzeln weitergeleitet und so von der Pflanze aufgenommen. Die Pflanze wird vergiftet und kann hierdurch eingehen.

Mücken im Blumentopf mit Nematoden bekämpfen

Eine wirkungsvolle und trotzdem vollkommen natürliche Methode Trauermücken zu bekämpfen, sind Nematoden. Die mikroskopisch kleinen Fadenwürmer befallen als Parasiten die Trauermückenlarven und töten sie dadurch. Sie werden ins Gießwasser gegeben und einfach auf die befallene Erde gegossen. Nach zwei bis drei Wochen sollte der Mückenbefall weitgehend behoben sein.

Für Menschen, Pflanzen und die meisten anderen Tiere sind Nematoden ungefährlich. Hat sich ein stabiler Stamm an Nematoden in der Erde gebildet, so bleibt dieser lange bestehen und schützt Ihre Pflanze nachhaltig vor Trauermücken. Kaufen können Sie die Miniwürmer im Fachhandel oder über Onlineshops.

Chemische Mittel gegen Trauermücken

Auch Insektizide helfen, Trauermücken wirksam zu bekämpfen. Beachten Sie dabei zwingend die Dosierungsangaben der Hersteller. Eine zu hohe Dosierung kann die Pflanze schädigen. Zu wenig Insektizid bekämpft die Trauermücke nicht vollständig.

Trauermückenlarven schaden Pflanzen

Die feuchte Erde einer Zimmerpflanze bietet Trauermücken ideale Brutbedingungen. Hier legt das Weibchen bis zu 200 Eier ab, aus denen nach etwa einer Woche Larven schlüpfen. Da sich die Larven vor allem von organischem Material wie Wurzeln ernähren, kann ein Trauermückenbefall besonders für Jungpflanzen böse Folgen haben. Durch den Wurzelfraß können beispielsweise Pilze die angegriffene Pflanze zusätzlich schädigen. Sobald Sie Trauermücken oder deren Larven an Ihren Pflanzen entdecken, sollten Sie daher umgehend beginnen, diese Schädlinge zu bekämpfen. 

Damit Trauermücken nicht wiederkommen

Ebenso wichtig wie die Bekämpfung ist es, einen erneuten Befall vorzubeugen. Dafür sollten Sie die Erde Ihrer Zimmerpflanzen nicht zu feucht halten. Ist ein Pflanze einmal befallen, gilt es, das Gießverhalten zu ändern. Achten Sie darauf, dass die obere Erdschicht Ihrer Zimmerpflanzen nicht zu feucht, sondern eher trocken ist. Vermeiden Sie zudem stehendes Wasser im Blumentopf. Auch das Umtopfen in eine reine Hydrokultur oder Seramis kann einem erneuten Befall vorbeugen. 

Wenn Sie eine befallene Pflanze entsorgen müssen, reinigen Sie die Blumentöpfe gründlich. Hier können sich ebenfalls Larven der Trauermücke festgesetzt haben.

Haben Sie die Trauermücken vertrieben, können Sie sich durch frisch gekaufte Blumen wieder neue Mücken oder Larven in die Wohnung holen. Das trifft vor allem bei Billigerde zu. Um zu verhindern, dass sich durch neue Pflanzen erneut Trauermücken in der Wohnung ausbreiten, sollten Sie die Pflanze in frische Erde umtopfen. 

Achtung
Entsorgen Sie befallene Erde im Hausmüll und nicht über den Kompost. Hier können sich die Trauermücken ansonsten weiter ausbreiten. Verwenden Sie dann den Kompost für Ihre Pflanzen, so können hier die Larven ebenfalls wieder starke Schäden an der Wurzel anrichten und der Kreislauf beginnt erneut. 

Auch andere Schädlinge können Ihre Zimmerpflanzen befallen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Verwendete Quellen:
  • ndr
  • trauermuecken.net
  • fruchtfliegen-info.de
  • eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen


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